Robins Geburt am 14.09.2005
Ich glaube mich könnten sie für ein Lehrbuch über Kaiserschnitte nehmen.*g*
Aber ist ja auch ein Unterschied obs ein geplanter oder ein Notkaiserschnitt ist. Und in meinem Fall war es ein geplanter.
Früher hab ich gedacht wenn ich überhaupt Kinder kriege (was ich übrigens nie wollte) dann per Kaiserschnitt. Als ich dann aber schwanger wurde hat mich am Anfang der Schwagerschaft der Mut gepackt und ich dachte "easy, haben ja schon Millionen Frauen geschafft".
Damit ich den Mut nicht verliere habe ich mir auch lieber nicht mehr solche Sendungen wie "Mein Baby" und Co. angeguckt. Die fand ich schon früher schlimmer als jeden Horrofilm*g*.
Im Lauf der Schwangerschaft und durch meine angeborene Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung) wurden die Rückenprobleme aber immer schlimmer. Von Ende des 6 Monats an hatte ich nur noch schmerzen und konnte nix lange machen.
Und so haben meine Frauenärztin und ich Anfang August beschlossen das es ein geplanter Kaiserschnitt wird. Als Datum wurde der 14.09. festgelegt, 7 Uhr morgens.
Um eine normale Geburt habe ich dann auch wirklich nicht getrauert, ich glaube für sowas bin ich ein zu großer Angsthase. Ich bewundere alle die das normal durchstehen.
Ich hingegen hatte Panik das sich Robin doch irgendwie entschließen könnte früher zu kommen und war sehr froh als ich am 13.09. um 15 Uhr in die Bohnen Klinik hier im Helmstedt eingezogen bin.
Lustigerweise war meine Wartezimmerbekanntschaft (wir haben uns bei fast jedem Termin getroffen und den Blutzuckerbelastungstest zusammen gemacht) auch mit auf dem Zimmer und sie hat ihr Kind am Tag vorher per KS bekommen und die hat mir viel Mut gemacht weil sie schon wieder so fit und gut drauf war.
Alles was ich mir vorher so schlimm vorgestellt hatte, hauptsächlich so Schamgefühlmäßig wie z.B. das mich wer anders rasiert, das abführen etc. war garnicht schlimm. Hatte auch gleich einen super Draht zur Hebamme Karin.
Dumm war nur das ich aus Nervosität schon Dienstag morgen nix mehr essen konnte und abends bei jeder Werbung die mit essen zu tun hatte fast in den Fernseher gehüpft bin.
Schlafen konnte ich dann garnicht. Kurz nach 4 bin ich kurz eingenickt und um 6 wurde ich schon wieder geweckt. Da ich dann zeit bis viertel vor 7 hatte hab ich erstmal ausgiebig geduscht und gedacht "bloß die Zeit rumkriegen" und das dann so sehr das ich erst zu spät fertig war.
Dann gings in den Kreißsaal wo mir der Katheter (richtig geschrieben?) gelegt wurde und das war das schlimmste von allen Dingen die ich da mitgemacht habe. Ich hab so rumgejammert das karin sich schon fast totgelacht hat und meinte sie hätte deswegen noch nie jemand so jammern hören. Und das es nach der PDA eh erstmal egal wäre weil ich es dann ja nicht mehr fühle.
Leider hats bis zur PDA noch sehr lange gedauert. Kurz nach 7 wurde ich in den OP gefahren, das Team hat sich bei mir vorgestellt und alles war soweit ganz lustig. Hab nur gefroren in meinem OP Hemdchen und alle dachten ich hätte Angst.
Als der Anästhesist dann fragte wo die Blutwerte wären ging das Gesuche los und dann hieß es haben wir noch nicht und das Labor macht erst um 8 auf.
Also Retour nach oben und Olaf hat große Augen gemacht was ich da schon wieder suche.
Das mit den Blutwerten ist umso ärgerlicher weil ich extra um das zu vermeiden schon Montags bei meiner Ärztin Blut hab abnehmen lassen.
Um 9 gings dann wieder nach unten. PDA war garnicht schlimm, hab nix gemerkt, kein piksen garnix. Aber Karin hat mich auch super abgelenkt.
Dann haben wir gewartet bis ich nix mehr spüre, was auch recht schnell ging und dann gings schon los. Hab nix gehört und gespürt und Karin hat mir die ganze Zeit was erzählt. Ich hab nur ein ziehen verspürt als Robin rausgezogen wurde. Und dann lag er auch schon neben meinem Kopf und hat "eek, eek" gesagt. Das war bestimmt der schönste Moment meines Lebens!
Dann wurde ich noch gefragt obs denn wirklich ein Robin ist und ich meinte "Ja".

Richtig geschrien hat er erst nicht, habs erst gehört als Karin mit ihm aus dem OP raus war.
Da er nachts Atemprobleme hatte und kalte blaue Hände wurde er am nächsten Tag mittags in die Kinderklinik nach Wolfsburg verlegt, weils hier in Helmstedt leider keine gibt. Ich hab den ganzen Vormittag nur geweint. Und die ganzen fast 2 Wochen wo er weg war auch. Konnte ihn täglich nur ein paar Stunden besuchen wegen meiner eigenen Wunde die ja versorgt werden musste.
Zum Glück hat sich nach 2 Tagen schon rausgestellt das er fit ist und die Atemanpassungschwierigkeiten waren auch vorbei. Mir ist bis heute nicht ganz klar wieso er da so lange bleiben musste. meine Hebamme meinte die machen das aus finanziellen Gründen und eine Bekannte von mir deren erstes Kind da auch gelandet ist hat mir das auch gesagt.
Aber in der Kinderklinik wurden mir solche Gruselgeschichten erzählt das ich mich nicht getraut habe ihn auf meine Verantwortung mitzunehmen.
Vielleicht wars auch besser so weil er noch auf alles mögliche untersucht wurde und alles positiv endete, also das alles o.k war.
Robin Uriel
14.09.05/09:32 Uhr/51cm/3460g

(leider weiß ich nicht mehr wer dieses schöne Stück für mich gebastelt hat, war eine sehr liebe person von einem Forum wo ich nicht lange war weil es mit meinem PC probleme gab und sich das Forum dann auflöste...also wenn Du Deine Collage hier entdeckst, meld Dich doch mal, dann erwähne ich Dich gerne namentlich...soweit aber Danke dafür!)
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