zauberstern1978

Home  | rePage  | Gästebuch  | Kontakt  | Impressum  | steckbrief  | meinefamilie  | robinsgeburt  | loveofmylife  | johnvincentsgeburt  | lyrics  | tagebuch  | links  | Best of  | bücherbord  | mia  |
Anzeige

Geburtsbericht John Vincent

 

Am Do, 15.11.07 bin ich mittags ins Krankenhaus gegangen. Der Termin war ja schon seit Wochen geplant und jetzt wurde es also endlich ernst!*g* Vorweg kann ich schon sagen das alles nicht so bilderbuchmäßig und zuckerschleckig abging wie beim ersten Kaiserschnitt. Aber ich erzähl erst mal...

 

 

Bin gleich von einer lieben Hebamme in Empfang genommen worden die sich mit mir unterhalten hat während ich auf meine erste Untersuchung wartete.

Diese wurde vom Stationsarzt vorgenommen und nicht von der netten Stationsärztin die ich von meinen zwei vorherigen Info Terminen kannte. Die war nämlich bis die Woche nach meinem zweiten Kaiserschnitt im Urlaub.

Blöd dazu fand ich das ich mitsamt meinem Gepäck im Flur stehen gelassen worden bin...erst mal Zimmer und Bett wär schlauer gewesen...so musste ich immer meinen Koffer hinterher schleppen oder sogar im Gang stehen lassen „klaut schon keiner“.

 

Naja, rein ins Untersuchungszimmer wo der Arzt relativ pampig nach einer funktionierenden Steckdose fürs Ultraschallgerät gesucht hat...auf Grund von Umbauarbeiten auf der Station gabs da einige Problemchen...da hab ich schon gedacht „oh nö, was ist denn das für einer?“

Auf der Liege dann gabs geradezu eine einer Inquisition würdigen Befragung „warum denn Kaiserschnitt?“ u.s.w. das nervte mich mal wieder total...erst mal war ich ja deswegen da und würde es mir nicht anders überlegen und dazu steht doch alles in meinen Unterlagen...also Skoliose, Arthrose, Adipositas und all die Gründe dafür...will man da prüfen ob sich das mit meinen Unterlagen gleicht was ich sage? Naja, vielleicht wollte er auch nur plaudern...

 

Wie gesagt, er kam mir ziemlich forsch und eher unfreundlich vor...fürs erste...nach ner Weile fing er aber an Witzchen zu machen und fand meine Fragen und mein schnelles sprechen wohl zu lustig...also wurden wir doch noch warm miteinander.

 

Beim Ultraschall hat er auch gesagt das ich ein ziemlich großes Baby bekommen werde, schätzungsweise 3800-4000g.

 

„So, dann ziehen sie sich mal aus“ Er und die andere ältere Hebi die ich von meinen ersten Besuchen noch kannte (und nicht wirklich mochte) blickten mich interessiert an...da an Ort und Stelle mitten im Untersuchungszimmer nackig machen...na gut, auch egal....so ist das denn eben, augen zu und durch. Ging auch. Dann noch zur Urinprobe in einem nicht abschließbaren 2 türigen Bad von der Größe eines Fussballstadions ....if you can make it there you can make it anywhere“haha...

 

Dann wieder abgeparkt im Gang und ich kämpfte das erste Mal mit den Tränen weil mir Olaf und Robin so fehlten (nach den paar Stunden!) und ich immer noch nicht wirklich meinen Platz da, sprich Zimmer, hatte.

 

Die ältere Hebamme die ich, wie gesagt, nicht wirklich mochte...kam dann nach ner halben Ewigkeit um mich zum CTG zu holen wo ich dann in einer relativ unbequemen Position eine Stunde verbrachte...und kein Mensch in Rufweite oder so was.

CTG war alles o.k. und ich kam dann endlich in mein Zimmer, ein 3 Bett Zimmer. Eine lag da mit ihrem schon 1 Woche alten Kind das per Not Ks geholt wurde und noch relativ klein war da es auch noch vor Termin war. Und die andere war da um auch am Freitag morgen per KS ihr zweites Kind zu bekommen auf Grund von schwerer Diabetes. Das war Sylvia und wir haben uns gleich ziemlich gut verstanden...ihr erster Sohn ist fast genauso alt wie Robin und wurde auch im gleichen KH wie Robin geboren. Über die Woche fanden wir  immer mehr Gemeinsamkeiten raus, haben auch Handynummer getauscht und werden uns wohl bald mal treffen. Aber ich schweife wieder ab.

 

Nach ner Weile war ich gar nicht mehr so nervös wegen dem KS...im gegensatz zum ersten mal durfte ich sogar noch Abendbrot essen*freu* und danach hab ich mir einen gemütlichen Fernsehabend gegönnt...so bin ich recht pünklich eingeschlafen und erst morgens um 6 wieder wach gewesen. Meine OP war für ca. halb 10 geplant....Sylvia sollte vorher dran sein aber auch nicht damit rechnen das es früh losgehen würde wegen zahlreicher kleinerer OP´s vorher.

Also hatten wir uns auf eine längere Wartezeit eingestellt als es plötzlich schon um 7 hektisch wurde und sie schon mal mitkommen sollte zur OP Vorbereitung. Mich haben sie gleich kurz danach schon geholt und ich bekam Panik das Olaf nicht pünktlich da sein würde. Dabei hatte ich ihm trotz meiner späteren OP Zeit 8 Uhr gesagt weil ich davor nicht soviel allein sein wollte.

 

Die grantige Hebi kam und hat mich so brutal rasiert das ich nen Bluterguss davon bekam...danach hat sie mir noch so ein Verbandszeug aufgelegt was ebenfalls Blutflecken hatte...sehr sensibel die Frau!

Mittlerweile war Olaf angerückt und mir standen schon wieder die Tränen in den Augen...mittlerweile war ich total nervös und ängstlich und keineswegs so cool wie bei Robin. Olaf hat sich auch etwas gewundert warum ich so drauf bin und ich hab ihm erst mal von der tollen Hebamme vorgeschwärmt.*achtungironie*

 

Zudem hatte ich Angst wegen der Narkose weil die Anästhesistin beim Vorgespräch am Abend vorher wegen einer PDA bei mir gar nicht so optimistisch war...weiß gar nicht mehr warum...und mir gesagt hat ich soll mich auf eine Vollnarkose einstellen...diese wäre aber auch nicht so einfach wegen meinem kaputten Kiefergelenk wg einführen eines Beatmungsschlauchs und so.

 

Dann war es kurz vor 9 und es ging runter in den OP...vor der Tür haben Olaf und ich uns verabschiedet und ich war schon wieder kurz vorm heulen. Bis kurz nach 10 wurde ich auf meiner Liege vor dem OP abgeparkt...die habens da mit warten!

Aber das OP Team hat sich mir nach und nach vorgestellt und überhaupt waren da ganz nette Leute was mich wieder beruhigt hat. Besonders die eine Schwester und die Kinderschwester waren Gold wert. Die eine Schwester hat mich so toll beruhigt, bei der PDA in den Arm genommen u.s.w der würde ich gern noch danken....auch die Kinderschwester hat mir immer wieder Mut gemacht.

Als die PDA gelegt war hab ich erst mal angefangen zu heulen, aber richtig...und so hysterisch, nah am Wasser gebaut oder wie man das nennen möchte bin ich sonst nicht....aber ich war sooooooo froh das das geklappt hat und ich die Geburt von Baby 2 miterleben durfte! Und das nachdem die Anästhesistin ja nicht so optimistisch war, die war aber selber sehr froh das es geklappt hat.

 

Dann gings recht zackig „sofort runter mit ihr, hinlegen!“ hat auch gleich im Hintern und in den Füßen gekribbelt...kaum das ich lag war mir kotzübel. Hat alles superschnell gewirkt. Mir wurde was gegen die Übelkeit gespritzt wovon ich stechende Kopfschmerzen bekam...danach war ich dann eh voll auf dem Trip und habe wohl eine Menge Blödsinn erzählt.

 

Hab dann gehört wie die Ärzte sich bei der OP unterhalten haben. Auch was was mir bei Robin gar nicht so auffiel...“so, die letzte Schicht, da vorne ist der Kopf....vorsicht...na, dass ist ja ein dicker Brocken“ Hat auch länger gedauert bis er wirklich raus war, ging wohl auch nicht so einfach.

Dann haben sie ihn über den Vorhang gehoben und ich konnte ihn zum erstenmal sehen...dicklich, eine winzige Nase und Haare auf dem Kopf.

 

Danach weiß ich erst mal nix mehr...hab dann wohl immer gefragt „Wo ist mein Baby? Wo ist mein Baby?“ total dröhnig weil ich gar nicht mehr gesehen habe wie die mit ihm raus sind.

Etwas später kam die Kinderschwester wieder mit ihm rein und hat ihn mir mal so richtig gezeigt...dieses kleine Gesichtchen...wie Robin...hab noch irgendwas mit „ist der niedlich“ gesagt und einfach nur noch geweint. Und das wo ich der Fiesling bin der früher hin und wieder gelacht hat wenn die bei „Mein Baby „ geweint haben in so einem Fall...

 

Nach dem weinen hab ich einfach losgeplaudert mit dem Arzt der dann auch meinte „oh jetzt ist sie wieder fit, so wie sie wieder quasseln kann“

Mir ist dann aber wieder übel geworden und ich wurde zum Ende der Arbeiten wieder stiller.

Ich war froh als ich wieder oben war. Olaf saß dann mit mir auf dem Zimmer und hat mir erzählt das er John nur einmal kurz gesehen hat und er nicht weiter mit durfte zum messen, wiegen und so weiter. Das hat mich ziemlich enttäuscht.

Auch so haben wir John ewig nicht gesehen. Olaf war ein paar Mal am Kinderzimmer um zu fragen was ist und ob wir ihn mal sehen dürfen was immer mit der Begründung „ihrer Frau geht’s zu schlecht“ abgeschmettert wurde. Er war richtig traurig und musste dann um 16 Uhr auch erstmal nach Hause wegen Robin. So hat er ihn gar nicht mehr gesehen.

 

Mir hat man John am spätnachmittag mal reingestellt...aber ich war auch traurig darüber das ich ihn so lange nicht hatte....was ist da mit Bonding und so???

Meine Hebi hier vor Ort will mal nachfragen was da los war, warum das so war, sie versteht es auch nicht.

 

Alles in allem war ich aber doch zufrieden mit dem Krankenhaus...es war eine den Umständen entsprechend schöne Woche.

 

Mit einem schönen Ergebnis...meinem John Vincent!

 

John Vincent/*16.11.07/10:17 Uhr/56cm/4570g

 

 



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


- w -    Flirten und Bilder bewerten - Lovemission.de