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Friedrich Rückert (1788-1866)
Ich denk’ an dich...
Ich denk’ an dich, und meine Seele ruht In dem Gedanken aus an dich, Dem Schiffer gleich, der aus bewegter Flut Zum stillen Hafen rettet sich. Als wie am Tag ein wilder Vogel fliegt, Waldaus, Waldein, nach seiner Lust, Doch bei der Nacht ins weiche Nest sich schmiegt, So schmieg’ ich mich an deine Brust. Ich ruh’ in dir, in deiner Liebe ruht Der Drang der Seele wild und scheu; Unsicher ist des Lebensmeeres Flut, Und du allein bist ewig treu. |