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     Kurzgeschichte über das Banat 

                                                                          http://ro.wikipedia.org/wiki/Portal:Banat                                                                                     

  • < Das Banat liegt :                                                                

zwischen der Donau, Theiß, Marosch und den Karpaten und umfasst einen Raum von 28.523 qkm. Nach dem ersten Weltkrieg, im Frieden von Trianon und Sevres (1920), wurden etwa zwei Drittel des Banats Rumänien, etwa ein Drittel Jugoslawien und ein kleiner Rest Ungarn zugeteilt. 1718 - durch den Frieden von Passarowitz kam das Banat, nach einer Türkenherrschaft von 164 Jahren, in den Besitz Österreichs. Es wurde kaiserliche Provinz und dem Wiener Hof unterstellt. Zuständig für die Verwaltung des Landes war die Hofkanzlei. Der Bodenbesitz des Banats wurde als kaiserliche Domäne der Hofkammer zur Verwaltung übergeben. Auf Vorschlag des Prinzen Eugen, beschloss der Wiener Hof das Banat zu besiedeln. Dieses Grenzgebiet sollte eine staatstreue Bevölkerung erhalten. Der 1. Schwabenzug (Karolinische Ansiedlung) fand in den Jahren 1722 bis 1736 unter Kaiser Karl VI. statt; der 2. Schwabenzug (Theresianische Siedlungsperiode) unter dessen Tochter Maria Theresia (1763-1773) und der 3. Schwabenzug (Josephinische Siedlungsperiode) unter Joseph II. (1782-87). Die Aufforderung an die Untertanen des Reiches war, sich im Südosten des Landes - im Banat - anzusiedeln. In den Ansiedlungspatenten wurden den Ansiedlern besondere Rechte - Steuerfreiheit, Befreiung vom Militärdienst - und fruchtbarer Boden, sowie ein freier Lebensraum versprochen. Um das Jahr 1786 entstanden im Banat folgende Gemeinden: Bakowa, Darowa, Ebendorf, Freudenthal, Gladna, Moritzfeld, Nitzkydorf, Liebling Orzydorf, Rittberg, und Traunau. Wie Herodot, der Vater der Geschichte berichtete, lebten in der Gegend des heutigen Banat gegen Ende des 6.Jahrhurderts v.Chr. die Agathyrsen, zu denen die Illyrer und die Thraker mit dem Unterstamm der Daker gehörten. Um 400 v.Chr. drangen die Kelten auch in das Banat vor, und bereits im ersten Jahrhundert v. Chr. kamen die Römer. Diese Machten nach 107 n.Chr. aus Dakien eine römische Provinz. So soll Temeschburg aus einem befestigten römischen Militärlager hervorgegangen sein, das Kaiser Trajan 106 n.Chr. erbauen ließ. Unter Marc Aurel(270-275) ging diese Gegend für Rom verloren, und Jazygen, Wandalen, Heruler, Gepiden und Ostgoten ergriffen nacheinander Besitz davon. Im ausgehenden 4.Jahrhundert wurde das Banat zum Schauplatz einer der schwersten Hunneninvasionen. Nach dem Untergang der Hunnen herrschten im Banat die germanischen Gepiden, die ihrerseits im 7.und 8.Jahrhundert durch die Awaren und deren slawische Hilfsvölker verdrängt wurden. Als Karl der Große das Awarenreich vernichtete, gelangten die Bulgaren im Banat an die Macht. Bereits Ende des 9.Jahrhunderts drangen die aus dem Osten kommenden Madjaren ins Banat ein und blieben bis zur Eroberung durch die Türken 1552 dessen Herren.
Im Mittelalter gab es kein Gebiet namens Banat. Nach Ansicht des Slawisten Schaffarik war der Titel Ban awarischen Ursprungs und zuerst bei den Kroaten üblich, von wo aus zu den anderen Slawen überging. Die Bezeichnung Ban bedeutet soviel wie Fürst, Herzog oder Markgraf, wobei es bei den Ungarn viele Banate, d.h. Markgrafschaften gab. In der Türkenzeit regierten Verwalter in bestimmten Gebieten im Namen des Fürsten; der letzte von diesen, der noch 1642 lebte, hieß Paul Nagy, hatte seinen Sitz in Karansebes und trug den Titel Ban. Von hier soll sich der Name auf das ganze Gebiet bis zur Theiß und Marosch ausgedehnt haben. Nach der Vertreibung der Türken durch Prinz Eugen von Savoyen wurde das Gebiet 1716 zum kaiserlichen Kornland erklärt und bekam den amtlichen Name Temescher Banat, später kurz Banat genannt; Sitz der Verwaltung und Zentrum wurde Temeschburg.


Während der Türkenherschaft war das Gebiet in weiten Teilen entvölkert und bestand weitgehend aus Sumpfland. Claudius Florimund Graf Mercy wurde 1720 zum Gouverneur ernannt und nahm sich als erster der Kultivierung und wirtschaftlichen Eingliederung des Banats in die österreichische Monarchie an. Zwischen 1722 und 1787 kamen in mehreren Einwanderungswellen hauptsächlich im Rahmen der drei so genannten Schwabenzüge unter Karl VI., Maria Theresia und Josef II. aus den habsburgischen Ländern und anderen Süd- und südwestdeutschen Reichsteilen Siedler zur Wiederbevölkerung des neugewonnenen Gebiets. Die Banater Schwaben stammen bis aus wenige Ausnahmen aus den linksrheinischen Gebieten Lothringen, Rheinhessen und der Pfalz, einige wenige auch aus Bayern und Schwaben. Obwohl nur wenige echte Schwaben darunter waren, wurde zunächst diese in der Urkunden und bei den Nachbarn gebräuchliche Bezeichnung für die Kolonisten übernommen(Banaterschwaben). Während die ersten beiden Schwabenzüge ausschließlich Katholiken ins Land brachten, führte das Toleranzedikt Josefs II. auch zur Ansiedlung von Protestanten. Um diese Zeit wurden auch im äußersten Nordwesten die Sathmarer Schwaben durch ungarische Landbesitzer angesiedelt. Weitere wichtige Siedlungsgebiete, in die deutsche Siedler und von Landnot getriebene Auswanderer einströmten, waren die Dobrudscha und die Grenzländer Bessarabien und Buchenland. Geschlossene Siedlungsgebiete wie in dem Banat waren hier jedoch eher eine Ausnahme.


Die Ansiedler erhielten zahlreiche Vergünstigungen, wobei Planmäßigkeit und Ausführung erstaunlich sind. Nach der Werbung bekamen die Kolonisten Reisegeld und nach der Ankunft Lebensmittel, ein Haus, Land, Saatgut, Werkzeuge und Vieh. Die Dorfanlagen und Flurverteilung wurden gründlich vorbereitet. Die Kolonisten waren von der Leibeigenschaft und in der ersten Jahren von der Steuer befreit. Dies alles bildete Anreize zur Einwanderung in ein unwirkliches Grenzland, heimgesucht von Kriegen und Krankheiten. Nicht umsonst wurde der Spruch geprägt: den Ersten der Tot, den Zweiten die Not, den Dritten das Brot! Um es in einen weltgeschichtlichen Rahmen einzuordnen, sei erwähnt, dass das Banat zur Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges Grenzland war. Im Türkenkrieg 1737-1739 mussten viele Kolonisten ihr Leben lassen oder gerieten in türkische Sklaverei.
Neben der Ansiedlung der Donauschwaben sicherte sich Österreich vor allem mit serbischen Zuwanderern durch die bis 1867 bestehende Militärgrenze gegen die Türken ab. Als indirekte Folge des Siebenjährigen Krieges kam das Banat 1779 zu Ungarn und wurde zwischen 1848 und 1860 zusammen mit der Batschka direkt der ungarischen Krone unterstellt. Zwischen 1860 und 1920 bildete das Banat formell einen Teil Ungarns.
Nach dem endgültigen Zerfall Österreich-Ungarns beschlossen die Siebenbürger Sachsen und die Banater Schwaben am 01.12.1918 in der Stadt Alba Iulia ( Karlsburg), den Anschluss an das Königreich Rumänien zu vollziehen. In den so genannten "Karlsburger Beschlüssen" wurden den nationalen Minderheiten weitgehende Zusagen gemacht ("Jedes Volk wird sich in seiner eigenen Sprache unterrichten, verwalten und richten, und zwar durch Angehörige des eigenen Volkes"), die jedoch in der Folgezeit von der Rumänischen Regierung nicht durchgängig eingehalten wurden. Dennoch gelangten die Volksdeutschen und die rumänische Regierung zu einem loyalen Miteinander.
Nach dem Vertrag von Trianon 1920 wurde das Banat und damit dieses relativ geschlossene deutsche Siedlungsgebiet in drei Teile zerrissen. Der größere östliche Teil kam an Rumänien, der westliche zu Jugoslawien und ein sehr kleiner nördlicher zu Ungarn. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebten im Ostbanat 300.000 Deutsche, im Westbanat 130.000 und im Nordbanat 10.000. Nach der Kapitulation

Administrative Unterteilung des Banat

In Rumänien:

  • Timis
  • Caras-Severin(außer den Ortschaften Bucova, Cornisoru, Bãutar si Preveciori)
  • Arad (nur der Teil der südlich der Marosch liegt)
  • Mehedinti (nur der westliche Teil; hier liegen die Ortschaften Baia Nouã, Dubova, Eibenthal, Orsova und Svinita)

In Serbien:

  • Vojvodina
    • Severni Banat (Nordbanat) (außer den Gemeinden Ada, Senta und Kanjiza, die westlich der Theiß, in der historischen Region Batschka liegen)
    • Srednji Banat (Zentralbanat)
    • Južni Banat (Südbanat)
  • Engeres Serbien (nur ein kleiner Raum in der Umgebung von Belgrad (nördlich der Donau und westlich des Temesch, wo die Gemeinde Palilula liegt) (Panèevaèki Rit)

In Ungarn:

Komitat Csongrád (nur ein kleiner Teil, der südlich der Marosch und östlich der Theiß liegt)

Banater Republik

Die Banater Republik und die heutigen Staatsgrenzen

Die Banater Republik (rumänisch Republica bănăţeană, serbisch Banatska republika, Банатска република, ungarisch Bánáti köztársaság) wurde am 1. November 1918 in Temeswar ausgerufen. Sie galt als Versuch, nach dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns, das multiethnische Banat vor der Teilung zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien zu bewahren. 

Nach dem Untergang der Österreich-Ungarischen Doppelmonarchie konstituierten sich einzelne Militärräte, nach den jeweiligen Ethnien getrennt. Diese einigten sich am 31. Oktober darauf, Institutionen für die Verwaltung des gesamten banatischen Gebietes zu schaffen. Am Folgetag, dem 1. November 1918, fand die Gründungssitzung des Volksrates statt, in dem alle Nationalitäten vertreten waren. Am selben Tag rief Dr. Otto Roth, der als ziviler Volkskommissar zusammen mit Albert Bartha, dem Militärkommissar und dem Volksrat die Verwaltung übernehmen sollte, auf dem Balkon des Temeschwarer Rathauses die Republik aus.
Die Führung des Staates organisierte v.A. die Versorgung mit Nahrungs- und Konsumgütern, stellte Volksmiliz und Polizeikräfte auf. Jedoch fehlte es der Republik sowohl im In- als auch Ausland an Anerkennung, da der große rumänische Bevölkerungsanteil einen Anschluss an das
Rumänische Königreich anstrebte und sowohl Rumänien als auch Serbien das Gebiet beanspruchten, das beiden in Geheimverträgen während des Krieges durch die Ententemächte zugesichert worden war.
Die kurze Geschichte der Republik endete am 15. November 1918 mit dem Einmarsch serbischer Truppen, welche die Verwaltung übernahmen. In der Folge wurde das Land am 21. Juni 1919 zwischen Rumänien, Serbien und Ungarn aufgeteilt.

Bevölkerung

Banater Republik 1918

Die Bevölkerung der Banater Republik betrug 1.582.133 Personen, davon waren:

Es gab außerdem Minderheiten von Tschechen, Slowaken, Bulgaren, Ukrainer und Kroaten. Dem orthodoxen Christentum gehörten 855.852 (54,10%) Personen an, der römisch-katholischen Kirche 591.447 Personen (37,38%). Außerdem gab es kleinere Gruppen von Calvinisten, Lutheranern, griechischen Katholiken und Juden.

Geschichte der Banater Schwaben zwischen 1920 und 1944

Der Vertrag von Trianon von 1920 besiegelte das Ende der Donaumonarchie, wobei der größte Teil des Banats an Rumänien überging. Dies hatte für die Banater Schwaben vor allem kulturell zunächst positive Auswirkungen. Denn mit der ungarischen Herrschaft kam auch die Magyarisierung zu einem Ende, die massiven Bestrebungen der ungarischen Regierung zur Assimilation aller nationalen Minderheiten. Nun war erstmals seit 1867 wieder deutschsprachiger Schulunterricht möglich. Das Kulturleben blühte auf. Es gab wieder ein deutsches Theater in Temeswar und mehrere deutschsprachige Zeitungen in Rumänien. Es fand eine Art "nationales Erwachen" statt. Der Blick der Banater Schwaben richtete sich nun verstärkt nach Deutschland.

Wirtschaftlich ging es dagegen bergab. Die am Schwarzen Freitag ausgelöste Krise der 1930er Jahre traf auch das Banat hart, so dass zahlreiche Banater Schwaben als billige Arbeitskräfte in Ländern wie Argentinien und Brasilien oder den USA ihr Glück suchten und nie mehr zurückkehrten.

Auch nach 1933 hegte die Mehrheit der Banater Schwaben, wie viele Volksdeutsche in Osteuropa, Sympathien für Deutschland und das Dritte Reich und begrüßten dessen Aufstieg zur wirtschaftlichen und militärischen Macht. Im Zweiten Weltkrieg kämpften viele Banater Schwaben als Wehrpflichtige in der rumänischen Armee. Ab 1943 konnten sie durch ein deutsch-rumänisches Abkommen auch als Mitglieder der Waffen-SS angeworben werden.

 

Situation nach 1944

Das Königreich Rumänien, anfänglich ein Bündnispartner des Dritten Reiches im Zweiten Weltkrieg, wechselte am 23. August 1944 auf die Seite der Alliierten. Über Nacht galten alle Rumäniendeutschen als potentielle Staatsfeinde. Das nunmehr ungehinderte Heranrücken der Roten Armee führte zu einer überstürzten Fluchtwelle Richtung Deutschland.

Auch im jugoslawischen Teil des Banats kam es zu einer großen Fluchtwelle Richtung Westen. Nach der sowjetischen Besetzung kamen durch Pogrome serbischer Partisanen und durch systematische Internierung ganzer Dörfer mehrere tausend Menschen zu Tode oder wurden vertrieben. In den letzten Kriegswochen kam es auch vor, dass nicht nur Soldaten der deutschen Wehrmacht, sondern ganze Dörfer in russische Gefangenschaft verbracht wurden (siehe Weblinks). Diese Ereignisse und die AVNOJ Beschlüsse beendeten 1944/45 die Ära der Banater Schwaben im jugoslawischen Banat für immer.

Im rumänischen Banat waren die Auswirkungen nicht weniger gravierend. Nach 1945 geriet das Land völlig unter sowjetischen Einfluss. Der KP-Chef Gheorghe Gheorghiu-Dej erwarb sich in dieser Zeit den Ruf eines "rumänischen Stalin". Noch im Herbst 1944 wurde ein Großteil der deutschen Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter auf mehrere Jahre zu Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert. Mehrere Tausend überlebten dies nicht. Die im Land verbliebenen (wie auch die nach Westen geflüchteten) Rumäniendeutschen verloren alle staatsbürgerlichen Rechte und wurden komplett enteignet. 1951 wurden noch einmal mehrere tausend Familien in die Baragansteppe im Südosten Rumäniens verschleppt und gezwungen, dort neue Dörfer zu gründen. Die Mehrheit durfte 1955 zurückkehren.

In den 1960er Jahren entspannte sich die politische Situation in Rumänien erheblich. Sämtliche Entrechtungen und Enteignungen wurden vom rumänischen Staat zurückgenommen, die Deutschen wieder als vollwertige Staatsbürger mit gleichen Rechten und Pflichten betrachtet. Es wurde auch wieder deutschsprachiger Schulunterricht und ein deutsches Kulturleben gestattet. Nicht verschont blieben die Banater Schwaben von der allgemeinen Zwangskollektivierung der landwirtschaftlichen Produktionsgüter.

In dieser Zeit begann der endgültige Exodus der Deutschen aus Rumänien. Obwohl die Familien der meisten Banater- und Donauschwaben schon seit etwa zehn Generationen im Land waren und seine Kultur, Landwirtschaft und den Städtebau entscheidend geprägt hatten, führten die erlebten Entrechtungen und Diskriminierungen und die wirtschaftliche Not in weiten Teilen der Bevölkerung zu einem unumkehrbaren Auswanderungswunsch, der zu einer massiven dritten Auswanderungswelle führte, die auch die Siebenbürger Sachsen erfasste.

Die Ära Ceauşescu 

   

Der 1965 an die Macht gekommene Nicolae Ceauşescu löste zwar langsam die Abhängigkeit von der Sowjetunion und öffnete das Land in Richtung Westen, entwickelte sich aber gegen Ende der 1970er Jahre zu einem Nationalisten und scharfen Gegner der ethnischen Minderheiten. Diese Haltung hinderte ihn nicht daran, diese Minderheiten gewinnbringend zu nutzen. Für jeden Ausreisewilligen kassierte das Regime ein von der BRD finanziertes "Kopfgeld" von bis zu mehreren Tausend D-Mark (gestaffelt nach Alter und Ausbildungsgrad). So wurde Zehntausenden der Weg nach West-Deutschland freigemacht. Zusätzlich war es üblich, dass sich ausreisewillige Familien die begehrten Ausreisepapiere durch ein Devisen-Schmiergeld an die lokalen Behörden erkaufen mussten, auch mussten Land und Haus nach festgesetzten Tarifen verkauft werden. Wer nicht zahlen wollte oder konnte, musste viele Jahre und oft vergeblich auf die Bearbeitung seines Ausreisantrages warten. Auf diese Weise wurde doppelt abkassiert. Trotzdem nahm der Wunsch nach Auswanderung unter den Banater Schwaben in den 1980er Jahren weiter zu. Die extreme wirtschaftliche Krise dieser Zeit, weitere Einschränkungen der Minderheitenrechte und größenwahnsinnige Staatsprojekte wie das "Dorfzerstörungs-Programm" (unter dem offiziellen Namen "Systematisierung") trugen dazu bei. So kehrten in den 1980er Jahren ca. 200.000 Rumäniendeutsche dem Land den Rücken.

Ausreisewelle nach der Wende

Nach Ceauşescus Sturz 1989 und der Wende von 1990 kam es zu einer letzten Ausreisewelle fast aller verbliebenen Deutschen in Rumänien. Sie ebbte nach einigen Jahren ab. Heute findet jährlich nur noch eine verschwindend geringe Zahl von Banater Schwaben als Aussiedler den Weg nach Deutschland. Die deutsche Minderheit in Rumänien ist auf etwa ein Zehntel ihrer früheren Bevölkerung geschrumpft und gleichzeitig überaltert, weil es vornehmlich die Jungen in den Westen zog. Nur in wenigen Einzelfällen wandern Emigranten wieder nach Rumänien zurück, entweder als Unternehmer mit wirtschaftlichen Ambitionen, als Industrielle, als engagierte Pädagogen oder im Rahmen von Entwicklungsprojekten.


 

                                                                                                                                



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