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Tipps zu Jungs-WGs

Stand 01/2015

Da ich es nach wie vor toll finde, dass die Tendenz langsam wirklich steigend ist auch Jungs/Kastratengruppen eine Chance zu geben und diese zu halten, möchte ich den Punkt der Erfahrungsberichte gern erweitern um diese kleine "Tipp-Liste".
Vorallem aber auch, da es doch nach wie vor von vielen Leuten "verteufelt" wird und ich solche Pauschalaussagen wie "man kann niemals harmonisch mehr als 2 Jungs halten" einfach nicht (mehr) hören möchte, weil sie einfach nicht stimmen.
Ich habe seit Jahren eine große Gruppe Gegenbeweise & kenne, gerade auch, weil ich mich auch viel mit dem Thema Jungs/Kastratengruppe auseinandersetze und gerne dazu berate, sehr viele harmonisch laufende Jungs/Kastratengruppen.


1. Meine Meinung zum Thema Jungs/Kastratengruppenhaltung

Mein ganz klares Statement: Ja, man soll es (mit den richtigen Voraussetzungen) wagen

Meine Jungs-Gruppe läuft tadellos.
Verschiedene Kombis seit 2010 - bis zu 12 Jungs in meiner Gruppe waren es schon und rund lief es bislang immer, nicht jeder liebt jeden, aber alle haben sich untereinader mindestens toleriert.
Ich kann meine Jungs selbst nach Trennung (sogar nach Verpaarungen bei meinen Zuchtjungs gehts bei mir zurück in die Gruppe und es klappt(e) (bislang) immer gut ) zurücksetzen und ich kann neue Jungs gut integrieren.

Wenn diese jung sind - viele Notfalljungs bis hin zu 6 Monaten habe ich nun schon in meine Jungsgruppe integriert, damit sie dort in Gesellschaft ihre Fristen absitzen konnten und ne Grundsozi mitnehmen, wenn sie hier wieder ausziehen in die Endheime - sowie Nachwuchsböckchen dazu setzen. Das ging bislang immer völlig problemlos ab und die Neulinge finden sich innerhalb kürzester Zeit hier im Rudel ein.

Die schwerste VG bei den Jungs war mit Notbub Samson, der schon um die 3 Jahre alt und bis dahin unkastriert war und ne ganze Zeit alleine saß bevor er herkam. Das gab einen ganzen Tag lang Gerenne, auch Zähneklappern und mal nen Luftschnapper und ne Stupser und nen Knuffer, schlimmer wurde es aber nicht und auch das spielte sich innerhalb von Tagen harmonisch ein nachdem Samson endlich verstand - Kopf heben heißt Stopp und nicht, geh ruhig weiter...

Auch ein Beispiel dafür, dass Jungs GUTE Sozi brauchen...
Jungs machen viel über Körpersprache & Gesten... teils auch über Laute... versteht der Gegenpart diese nicht und verhält sich entsprechnd "falsch", da kommen natürlich viel leichter Agressionen zustande als bei denen, die wissen "oh, ok, hier ist Ende... ich dreh ab und gehe" und die Situation ist entspannt.


In meiner Grundgruppe (also meine eigenen festen Jungs) hab ich Sozialkerle und immer darauf geachtet mir auch alteingesessene gute Erzieher zu behalten und fest drin zu lassen, auch wenn sie aus der Zucht schon ausgeschieden sind. Vorbilder brauchts eben ;)
Meine Jungs kennen es "schon immer" so, haben eine gute Gehegestruktur & Platz, meine Nachwüchsler und alteingesessenen Eigenen alle ne sehr gute Sozialisierung (zunächst Mischgruppe mit mehreren Kastraten und dann wietere Erziehung in der Jungsgruppe)...).
Das hat natürlich den Vorteil, dass auch Neulinge das schnell verinnerlichen und sich eingliedern.
Jungbuben werden hier von den Älteren erzogen und erlernen so das jungsgruppentaugliche Verhalten und eben die richtige Meerlisparache.
Entsprechend bleiben in meiner Gruppe auch, wenn Jungs aus der Zucht ausscheiden immer auch von diesen "Rentnern" kastriert welche als Liebhabererzieher (und für mich eben als Liebhaber generell) in der Gruppe ;)

Fazit zu Jungs/Kastratengruppe:

Ich finde Jungs/Kastratengruppen toll und entsprechend: Ich vermittle gerne in Jungs/Kastratenhaltung, wenn die Voraussetzungen stimmen.
Rückmeldungen der Besitzer bislang immer positiv.
Es gab bislang erst ein Gegenbeispiel - allerdings stimmten da die Rahmenbedingungen dann auch nicht mehr. Die Besitzer hatten sich mit gleich mal eben 10 Jungs, alle zu diesem Zeitpunkt etwa gleichalt waren und deutlich zu wenig Platz für 10 war, bei Weitem übernommen. Und hätte ich eher gewusst, wie sich die Sache entwickelt - unsere Babyjungs waren Nr. 3 +4 im Haushalt, da zeichnete sich die Entwicklung noch nicht ab - hätte ich dorthin keinen meiner Buben vermittelt (mittlerweile Kastrat & in Haremshaltung, ich habe lange gebraucht meine "wiederzufinden" und dafür sorgen zu können, dass sie ein artgerechtes Leben führen können).
Man sieht daran - man muss immer auch die Bedingungen und die Gruppe im Blick behalten, sonst kann ne Gruppenharmonie auch kippen...

Platz ist wichtig und Struktur und eben auch die Sozialisierung der Jungs.
Ich würde nicht jeden Buben in Jungs/Kastratenhaltung geben !!!
Mancher Charakter eignet sich hierzu einfach dann nicht, auch wenn Erziehung und Sozi grad im jungen Alter schon prägen können.

Ich kann aus meiner Erfahrung nicht sagen, dass meine Jungsgruppe unglücklicher wirkt oder unharmonischer als die Großgruppe (übrigens halt ich auch hier 4 Kastraten in der Gruppe).
Auch wenn ich mir andere Junggruppen anschaue - ich könnte nicht sagen, dass da "was fehlt"... (ich finde eher bei reiner Weiberhaltung merkt man das, weswegen ich unter Anderem in eine solche nicht vermittle...)

Jungs-WGs sind klasse (meine Meinung ).

P.S: Mir ist klar, dass es auch schief laufen kann (hab ja auf der HP Erfahrungsberichte, da sind gute & "schlechte", ich bin also nicht blauäugig), aber es kann auch so toll laufen, dass ich finde, man sollte den Jungs/Kastratengruppe durchaus ihre Chance einräumen...


2. Tipps / Voraussetzungen für die Haltung mehrerer Jungs/Kastraten:

Meine Meinung:
- Gruppenszusammensetzung (Alter, Charakter, Sozialisation)
- Struktur im Gehege
- Platz
- Kastration

Gruppenzusammensetzung:

2 von Beginn an dominante Jungböcke, die sich ständig behaupten wollen & gleichzeitig "rappeln" - nein, eher nicht & wenn, dann oft nur, wenn einer deutlich überlegen ist, was nur Streß für den anderen ist.
Mit Altersversatz ist es oft besser, das gilt für Duos, aber auch für Gruppen.
Bei einem Duo geht "Alt & Jung" gut, finde ich... ich meine jetzt nicht grad 6 Jahre und 4 Wochen, eher zum Beispiel 9 Monate und "Babybub" von 6-8 Wochen oder oder oder...

Auch Gleichaltrige (ich beziehe dies jetzt allerdings nicht auf 2 Babyschweine, die wachsen zwar normal erstmal ganz gut zusammen auf, ohne einen Erzieher dabei ist es aber grade auch später schwer, wenns da mal knallt oder einen mal einen neuen Partner braucht, da sie nur sich kennen, keine Erziehung und somit vernünftige "Meerlisprache" erlernt haben) können sehr gut harmonieren, besonders, wenn beide nicht so "Machos" sind.

Ein richtiger Macho wird vielleicht in ner Jungs-Truppe nie oder nur klarkommen, wenn die anderen deutlich weniger rangfordernd sind... ich denke ein solcher Charakter ist einfach eher für einen Harem geeignet ;)
Erzwingen kann & soll mans ja nicht.

Ein lieber und völlig unbedarfter Charakter ist leichter zu vergesellschaften und gut geeignet auch in einer Jungstruppe ein glückliches Schweineleben führen zu können...


Sozialisation der Jungs:
Gut ist, wenn die Buben von daher kommen, wo auch die Vorbesitzer selbst eine Bubentruppe zu haben, wo die Kleinen dann grunderzogen werden.
Gut sozialisierte Jungs, die Jungböcke gut erziehen und zeigen wie es zu laufen hat - unbezahlbar finde ich & meine Buben machen das toll.
Auch bei den Vergesellschaftungen merkt man - meine Meinung & auch aus Neu-Besitzerberichten gut zu erkennen - deutlich wer ne passende Kinderstube hat/te und wer einfach keine Ahnung hat, was die anderen eigentlich wollen.

Und wie gesagt ich konnte bislang jeden Buben ("ältestes Alter" waren (ca. - Alter geschätzt) 3 Jahre, unkastriert - wurde bei mir kastriert) gut eingliedern, die Babyjungs & junge Jungs sowieso und alle die herkommen werden somit (re)sozialisiert bzw. erzogen.
Grad Jungbuben kann man so gut prägen...

Auch sieht man da schon, wie sich der Charakter der Neuankömmlinge darstellt und wie das Verhalten gegenüber den verschiedenen Jungs ist... so kann man eigentlich gut abschätzen - passt dieser Herr ggf. auch längerfristig für eine Jungsgruppe oder eher nicht ?!


Jungs-WG-tauglich ?

- Altböcke, die bislang nur Harem kannten
-> schwerer, charakterabhängig ist es immer, aber als Neulingshalter beispielsweise würde ich diese Kombi nicht grade austesten...

- Altböcke aus vorher harmonischer Jungs-WG

-> klappt im Normalfall gut, grad auch mit nem jungen Tier, dass nicht gleich einen Rang für sich beansprucht, der über dem Alteingessenen steht.

-> geht meist gut, wenn der Gegencharakter passt
 
- (ältere und jüngere) Jungs aus zuvor gescheiterten Jungs-WGs
-> unterschiedlich.
    Mit nem anderen Charakter kanns klappen, manche können glaub ich gar nicht mehr mit anderen
    Jungs zusammen, andere hingegen gut, kommt ja auch immer drauf an, wie es ablief beim Streit,
    wodurch entstanden usw..

- Junge Kerle, die noch keine Haremshaltung kennengelernt haben
-> wenn sie nicht grad Macho pur sind - gut geeignet

- Babyjungs
(je nach Entwicklung beziehe ich das auf Jungtiere bis ca. +/- 10 Wochen, bei schneller körperlicher Entwicklung lieber nach Möglichkeit etwas früher vergesellschaften, bei Spätzündern darfs auch etwas älter sein ;)
-> meist völlig unproblematisch
!!!  dennoch ist der Charakter wichtig, denn die kleinen werden schnell groß und manche wollen sich dann eben "plötzlich" behaupten...
Normalerweise wachsen Jungtiere gut in die Gruppen rein, für den Fall, dass sich da aber jemand sehr Chef-Pur-mäßig entwickelt, ist eine Kastration immer eine gute Überlegung für Liebhaberhalter (es nimmt die hormonelle Spannung raus und im "schlimmsten Fall" kann der Kastrat zu Mädels ziehen, wenn sich auf Dauer zeigt, dass er mit Jungs so gar nicht harmonieren mag ;), so hat man auch eine "Versicherung für den Fall der Fälle".

Struktur:
Alles möglichst offen, aber auch mit Sichtschutz...
Offene Unterstände, Weidenbrücken, 4 Ausgangshäuser mit großer Grundfläche... alles was schön offen ist geht bei mir gut...
Alle Streitbringer vermeiden (entweder z.B. bei 2 Jungs, die beide Hängematten lieben 2 oder keine zum Beispiel)... Futter verteilen, Heuberge statt Raufen oder davon genug verschiedene und breit, damit man mit Abstand auch zusammen futtern kann. Wasser an mehreren Stellen, wenigstens an 2...


Platz:
Grundgröße sollte meiner Meinung nach grad bei Jungs minimum 1,5m²-2m² sein (also bei Zweien).
Das sollte auch "am Stück" zur Verfügung stehen - schön sind Beispielsweise 2m x 0,80m für ein Duo.
Ich würde bei Jungs generell nicht unter 0,75m-1,00m Tiefe gehen - bei Spannungen kommt man so aneinander vorbei ohne, dass man in "Sprungweite" sitzt...
Bei 3 Jungs sollten es schon etwa 2,5m² sein.
Manche sagen auch pro Bub 1m² - aus meiner Erfahrung kann ich aber die genannten Werte (von etwa 0,75m² pro Bube) vertreten -> es ist wie immer... mehr Platz = mehr Platz zum Ausweichen bei Spannungen - je besser die Charaktäre harmonieren, umso weniger problemtisch sind 30cm weniger

Kastration:
Eine Kastration senkt der Hormonspiegel ab. Die Jungs sind hormonell beruhigter
Eine Kastration ändert nicht den Charakter, das stimmt, aber durch überschäumende Hormone verursachte Streitereien bleiben aus.
Der größte Vorteil und das wichtigste Argument dafür ist aber - sollte mal etwas nicht mehr passen, ein Partnertier verstirbt, man möchte die Haltung auslaufen lassen, ist es für den Buben eine Art Versicherung für ein glückliches Leben. Ein Kastrat kann jederzeit zu Mädels vermittelt werden oder man gesellt ihm wieder einen Kastraten oder ein Mädel hinzu.
Kommt ein Kastrat in einer Jungs gruppe nicht klar und es zeigt sich, dass er einfach eher ein Haremswächter sein mag, dann hat er kastriert sofort die Möglichkeit dazu.
Ein jung kastrierter Bub hat gute heilkräfte, einen 5-6jährigen noch zu kastrieren kann u.U. kompliziert bis unmöglich werden. Zwangsweise sitzen so solche Jungs leider oft lange alleine bis sich eine Möglichkeit zu einer VG mit passendem Partener ergibt.

Eine wichtige Vorüberlegung : Was mache ich, wenn es nicht klappt ???

Wann klappt es nicht ?


1. Offensichtlich
- bei wirklichen Auseinandersetzungen: Anspringen, Blut fließt, Aggressivität
- Bisse / Wunden

2. Indirekt
- bei unterschwelligen Auseinandersetzungen / permanentem Streß
- widerkehrender Pilz / Milbenbefall bei einem der Kastraten
- Gewichtsabnahme ohne "medizinischen Grund" (wie Durchfall, Krankheit etc.)
- ständiges Verjagen, permantes Bespringen eines Kastraten
- Teilnahmslosigkeit, ständiges Zurückziehen eines Kastraten


Was mache ich, wenn ich merke, es klappt nicht ?

Bei Verletzungen und wirklichen Auseinandersetzungen müssen die Tiere umgehend getrennt werden. Damit meine ich sicherlich nicht das "mal kurz jagen" oder "mal ums letzte Gurkenstück zanken", sondern wirkliche Streitigkeiten, verbunden mit Agressivität.
Es darf für kein Tier Gefahr bestehen durch ein anderes unterdrückt und verletzt zu werden.

Grade beim "indirekten" Nichtklappen muss man die Gruppe gut beobachten. Wunden fallen natürlich offensichtlich auf. Ein Kastrat, der einfach zurückgezogener sitzt, ist vielleicht nicht direkt so offensichtlich, aber grade dann ist es wichtig die Tiere gut zu schauen und zu kontrollieren.
Kann man feststellen, dass es für einen der Kastraten ausschließlich Streß bedeutet mit dem/den anderen zu leben, ist auch in diesem Fall die Trennung der Tiere erforderlich.

Trennen müssen - und dann ?


Genau da ist der Knackpunkt. Wenn die Gruppe gut läuft, harmonisch ist wie es sein soll und für keinen mit Verletzungen und/oder Streß einhergeht, steht dem bunten Gruppenleben nichts im Wege.
Die Gruppe hat ihr Gehege und damit ists auch gut ;)

Wenn aber eine Trennung notwendig ist, ist es wichtig sich (auch bereits im Vorfeld) Gedanken zu machen, wie es haltungstechnisch in diesem Fall weitergehen soll/kann.

Man muss die Gruppe trennen oder ggf. einen einzelnen Streit"hammel" rausziehen und jedem Tier eine artgerechte Haltung bieten können und / oder das Tier in eine solche Haltung vermitteln.
(Anmerkung hierzu: Viele Zuchten/Notstationen nehmen ihre Tiere beispielsweise in so einem Fall nach Absprache zurück. Ein mehr als gutes Argument für eine Übernahme aus eben solch verantwortungsvoller Stelle!)
Ganz wichtig ist aus diesem Grunde auch die Kastration der Jungs auch in Jungsgruppenhaltung - so haben sie im Zweifel die Option Haremschef werden zu können etc..


Wenn mir noch mehr einfällt, schreib ich nochmal... das war jetzt so das, was mir in den Sinn kam

Wer uns zum Thema "Jungs" noch etwas schreiben mag - gerne über Kontakt :)



Hier ein paar Bildeindrücke aus meiner eigenen Jungs-WG
Von Ende Dezember 2014 & Anfang Januar 2015

Gemeinsames Futtern in verschiedenen Kombis der Jungs, die Gruppe ist derzeit besetzt mit:
10 Jungs
davon 1 Kastrat (ehemaliger Zuchtbube)
6 Buben unkastriert, die derzeit in der Zucht sind und bereits waren (wovon einer nun bald in Zuchtrente ist und Kastrat wird und als solcher in der Gruppe bleibt als Erzieher)
2 Nachwüchsler in Aufzucht










Weitere Bilder:

Stand 13/02/2014


Hier leben derzeit 10 Jungs
3 Kastrate (2 davon ehemalige Zuchtjungs, 1 Jungbub, der doch nicht in die Zucht ging)
4 bereits mehrmals aktiv gewesene + weiter aktive Zuchtjungs
& 3 Nachwüchsler
+ derzeit 2 ((bald)kastrierte Nachwüchsler, die in den kommenden 2 bzw. 3 Wochen dann aber jeweils ausziehen)...





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