Hier entstehtl eine Seite mit Erfahrungsberichten zum Thema Jungsgruppen.
Natürlich sehr gerne positive - aber es soll ja kein verfälschtes Bild entstehen, daher auch Berichte zu dem Thema, wo es nicht geklappt haben sollte.

Ich sammle hier also Berichte, die in etwa folgendes enthalten/beantworten:


- In welcher Konstellation leben / lebten die Jungs zusammen ?
- Kastraten / unkastriert ?
- Altersstruktur ?
- Charaktere ?
- Außen/Innenhaltung ? Platzangebot ?
- Wie liefen die Vergesellschaftungen ? (Wann kam wer dazu - wie lief das ab)

Gerne kann man mir weitere solcher Berichte zusenden (einfach über Kontakt bescheid geben)...

Diese Berichte werde ich im Original hier (ggf. samt Bildern) veröffentlichen...

Hier gibts die zusammengefassten Tipps zur Jungs/Katratengruppenhaltung !!!




Berichte:

Bericht von "Bambse" aus dem Meerschweinforum.de vom 11.05.2013


Vergesellschaftung dreier Böcke oder wie ich zu den Meeries kam...

ich wollte keine meeries mehr, dann kamen aber zwei notböcke, die mich so verzaubert hatten, dass sie bleiben durften. ein noteigenbau für innen , ausgelegt mit teichfolie wurde gebaut, bis das außengeheg steht. nun 2 monate später, steht es und sie leben draußen mit viiiiel mehr platz.

dann ein weiterer notbock, einer der seit 2 jahren dauerhaft ne sau gedeckt hat. zum glück konnte ich den bock dem mädel abschwätzen bzw. wollte sie ihn eh abgeben, aber aufklärung usw. hat mich etwas nerven gekostet.

ok, er war nicht geplant, nun ist er seit ner woche da. lebte 2-3 tage alleine im außengehge, da er von draußen kam und nun habe ich sie zusammengsetzt.

daher mag ich mal berichten.

- Bambse 7 monate alt
- Wiliam 7 monate alt
- Sid 3-4j. alt

die 7 monate jungen sind von geburt an zusammen und kommen aus nem 30 bock stall, wo sie gebissen wurden und weg mussten.

anfang märz, kamen die zu dünnen böcke:

william:



bambse:



man erholt sich:



erste notunterkunft:



zweite notunterkunft:



am 5.5.13 kam sid:





sid sollte direkt zur tierhilfe, ich wollte ihn nur rausholen. aber als ich ihn sah, wars vorbei. so ein nettes schwein, daher wollte ich es versuchen.

am 8.5, drei tage nachdem sid sich im außengehge einglebet hat, kamen meine zwei dazu. so sah es aus.

Video:

http://www.youtube.com/watch?v=Dn5pJ...ature=youtu.be

das ist deren außengehge, maße 3x1m + schutzhütte. aktuell baut mein freund grade draußen dran herum, damit das haus von außen angebaut wird und sie mehr platz innen haben:







schon einen tag später, sah es so aus:





erst jagte er, dann saßen sie zusammen.

ich sah sie alle schon zusammen sitzen, im häuschen, unterm häuschen und aktuell, da wir umbauen scheint angst auch zusammenzuschweißen:



sie leben seit 3 tagen zusammen und ich bin happy es gewagt zu haben.
neue bilder vom umbau kann ich auch gerne zeigen.
 


28.08.2012 - Bericht von Tanja Erdel  -> Beispiel für funktionierende und nicht funktionierende Jungsgruppen
Ich kann ja auch mal was zum Entstehen meiner Jungsgruppe schreiben:

1. Phase: Rocco & Cosmo + Stripes

Alles fing mit den beiden Jungs an, die mir hergebracht wurden. Das waren der goldagouti-rot-weiße Bub Rocco und der schwarze Kurzhaarperuaner Cosmo. Beide ca. 2 Jahre alt, beide zusammen gut verträglich. zur gleichen Zeit hatte ich noch einen weiteren Bub hier sitzen, Stripes. Alle drei noch unkastriert. Für die beiden Jungs hatte ich extra ein großes Gehege aufgebaut, einen Stall mit ins Gehege stellt mit Rampe, damit sie selbst entscheiden konnten ob rein oder raus. Zur Vorgeschichte. Rocco & Cosmo haben immer zusammengelebt, kannten es vorher also nicht anders. Stripes lebte in einer Haremsgruppe, als unkastrierter Bock.

Damit Stripes nicht alleine lebt, hab ich ihn zu den beiden Jungs ins Gehege gesetzt. Man merke an, das Gehege hatte schon zu dem Zeitpunkt 4qm, also genug Platz um sich auszuweichen. Allerdings kam es innerhalb der ersten 2 Minuten zu einem Horrorcrash zwischen Rocco und Stripes. Stripes lief einfach von der einen Seite zur anderen Seite und hat Rocco sofort herausgefordert und sich verbissen. Rocco musste dann genäht werden, wurde gleichzeitig kastriert. So saßen dann 3 Jungs jeweils einzeln. Rocco musste gepflegt werden, Stripes auch zum Teil.

2.Phase: Cosmo& Rocco & Anubis & Minuit + Stripes + Celebrin

Cosmo und Stripes wurden kastriert. Nach der Kastra saßen Rocco und Cosmo wieder zusammen und die beiden Jungbuben, Anubis und Minuit zogen noch zu den Jungs, Stripes blieb weiterhin allein. Diese Gruppe harmonierte perfekt. Die Jungbuben waren schließlich bereit für die Abgabe und zogen aus.
In der Zeit war auch Celebrin eingezogen, ebenfalls unkastrierter Bock. Er lebte aber auch noch allein, weil ich die Jungsgruppe nicht überfüllt haben wollte. Nachdem Auszug der zwei Jungbuben zog Celeb also zu Cosmo & Rocco. Stripes, der die Frist schon abgesessen hatte bekam eine ehemalige Bekannte, die Belleza als Gesellschaft.
Der erste Tag funktionierte gut mir derJungsgruppe, dann kam es aber zu einem Crash, zwischen wem auch immer, auf jeden Fall hatte Rocco eine offene Wunde am Bein und musste wieder genäht werden. Da sich Celeb und Cosmo auch nicht mehr vertrugen und Celeb ebenso eine Wunde auf dem Rücken hatte, saßen die Jungs wieder alle einzeln.

3.Phase: Cosmo & Calzifer + Rocco + Celebrin

In der Zeit war Calzifer auch schon schwer genug um zu den Jungs rüber zu wandern. Er lebte in der Zeit mit Cosmo zusammen und wuchs dort weiterhin auf. Als Rocco soweit wieder geheilt war, zog er wieder hinüber. Ohne Probleme. Rocco und Csomo vertrugen sich auf Anhieb, mit Calzifer gab es gar keine Probleme.

4.Phase: Cosmo & Rocco & Stripes + Celebrin & Calzifer
Da der Urlaub näher rückte und ich immer noch jede Menge einzelne Schweinchen hier sitzen hatte , musste eine Lösung her. Stripes und Bella waren die ersten beiden Schweinchen die in meine Großgruppe einzogen. Es gab kaum Probleme zwischen Stripes und meinen beiden Jungs. Stripes hielt sich meistens entfernt und wich Feivel aus. Es klappte also sehr gut. (Stripes hatte die Frist ja schon längst abgesessen )
Der nächste Schritt war, Cosmo und Rocco in die Gruppe zu integrieren. Denn mit Celeb vertrugen sie sich ja nicht. Calzifer war noch jung, der war noch nicht daran interessiert sich mit irgendwem anzulegen.
Cosmo und Rocco zogen also auch in die große Gruppe. Dort gab es zwar Rangstreitigkeiten, aber die regelten sich nach und nach. Es gab einige "Überfälle" auf Feivel, aber der ist so hart im nehmen gewesen, dass er dann anfing auszuteilen und den beiden Pöbeln mal die Meinung zu geigen. So ist es nun, dass sich die Jungs nichts tun, solange sie sich nicht in die Quere kommen, Cosmo probiert immernoch den obersten Rang zu bekommen, schafft es aber nicht. Feivel duldet die anderen 3 neben Crispy. So sind die 3 Jungs also schon seit eingie Zeit da und es klappt. Es gab keine schlimmeren Beißerein, ein paar kleinere Bissverletzungen gab es, aber sie waren so minimal, dass da nichts getan werden musste.

Celebrin und Calzifer zogen dann zusammen. Die zwei vertrugen sich auf Anhieb sehr gut. Calzifer wurde dann, als ich im Urlaub war kastriert.

5.Phase: Celebrin & Calzifer & Jake & Ronny

Damit die Jungsgruppe auch eine Gruppe werden konnte, zog noch Jake ein, ein Sheltiekastrat, gerade 3 Monate alt, bisschen älter als Calzifer. Es gab kaum Probleme bei der VG, Jake stellte nur seinen Rang klar, legte sich aber nie mit irgendeinem den anderen beiden an. Dann zog einige Tage später noch Ronny dazu, damit war das Quartett komplett. Ronny ist noch jünger, legte sich aber gleich mit celebrin an um seinn Platz festzulegen, die beiden Kastraten waren soweit egal, denen hat er dann auch ganz schnell klar gemacht, dass er über ihnen stehen will. Calzifer nimmt das so hin, Jake war davon nicht beeindruckt. Rapplephase dürfte jetzte auch kommen. Aber im großen Gehege ist genug Platz zum Austoben und Ränge klären. Es gab aber keine Beißerein, da alle 4 Jungs wirklich total sozial sind und sich vertragen. So ist auch er momentane Stand der Dinge.

-> man merkt deutlich, dass es große Schwierigkeiten geben kann, Altböcke zu vergesellschaften
-> Kastration hilft echt bei den Jungs die Hormone runterzudrehen, dass sie sich nicht mehr als Rivalen... eben nur als "Feinde" betrachten, die man nicht eliminieren muss.
-> Jungbuben kommen fast mit jeder Jungsgruppe zurecht, wenn sie in einem sozialen Umfeld aufgewachsen sind.
-> lerne draus, niemals nie, irgendwelche Jungs zusammensetzen, auch wenn man es gut meint. Lieber erst Kastration, dann kann man über mögliches Zusammensetzen nachdenken. Vorallem wenn man nicht genau weiß, wie die Tiere vorher gelebt haben, wie sie sich vorher verhalten haben.
-> es kann aber eben möglich sein, dass man durch gezieltes Zusammensetzen eben auch gute Gruppenzusammensetzungen schaffen kann. Beißerein sind normal, aber sie sollten nicht in dem Ausarten, dass man nur noch zum Doc rennt und nähen lässt. Dann passen die "Energien" der Tiere einfach nicht zusammen. Und man sieht, Kastraten kann man immer zu Mädels setzen, da gibt es keine bis kaum Probleme. Meine Jungs haben da überhaupt keine Probleme gemacht. Nur mit anderen Jungs haben sie sich angelegt.

=>so haben nun 5 Kastraten bei mir jeweils 3 Mädels für sich(und einer eben noch ein 4 Mädels ) und 2 Kastraten und 2 Jungs leben zusammen.

Platz der Zur Verfügung steht: 5-6qm im Moment.
Größe der Gruppe: momentan 4, 2 Böcke, 2 Kastraten(3 Jungtiere, 1 Altbock)


PS: Ich kann Jungsgruppen nur empfehlen, nicht nur, dass man dadurch jede Menge Jungs einen tollen Platz bieten kann, sondern man erlebt richtig tolle Schätze. :) Meist machen sie noch mehr Spökes als eine "normale" Haremsgruppe/Mischgruppe

Bildeindrücke:


Das waren die 4 nach roccos erster Ausheilung mit Anubis und Minuit. Gut funktionierende harmonierende Bock/kastratengruppe.


(hier fehlt nur ronny, vielleicht kann ich die Tage ein neues Bild machen wo man alle 4 zusammen sehen kann.)

Hier die Bilder der Verletzungen, bei den nicht funktionierenden Jungs-VGs:
(Beispielbilder wie Rangkämpfe zwischen Böckchen/Kastraten enden können)

(Zweite Auseinandersetzung zwischen Rocco und Cosmo oder Celebrin. Da war das Bein auf 4cm aufgeschlitzt. )


(Diese Wunde am Augenlid entstand durch den Kampf zwischen Rocco und Stripes. Das Augenlid war oben sowie unten mittig durchtrennt und unten war es sogar 1cm reingerissen. Es musste genäht werden.)



06.06.2012 - Bericht von Veronika Z. -> Beispiel für eine funktionierende Jungsgruppe...

Ich besitze eine 4er Bockgruppe, bestehend aus  Onkel Sam (Kastrat und 1 Jahr alt), Speedy (8 Monate), Gonzales (9 Monate) und Chewbacca (3 Monate)

Wie fing alles an?

2011 habe ich mich dazu entschlossen: „zwei  Meerschweinchen dürfen bei mir einziehen.“ Voller Vorfreunde aber mit Unwissen, habe ich mir einen Gitterkäfig besorgt und in einer Zoohandlung meinen Speedy gekauft. Mein Plan war: kastrieren und ein Mädel dazu. Meine Eltern kamen mir aber zuvor und schenkten mir ein paar Tage später Gonzales.

Wie so viele Halter, gehörte ich zu der Gruppe: erst kaufen, dann informieren.

Ich habe also mitbekommen dass mein Gehege  viel zu klein für 2 Böckchen ist. Meine Partner hat mir dann einen 2x1m großes Gehege gebaut, mit einer Tollen Etage. Ausgestattet mit verschiedenen Kuschelsachen, fühlten sich meine Jungs pudelwohl.

Im Dez. 2011 bekam ich 2 Notfellchen. Ein Tier konnte ich schnell vermitteln, aber  der Kastrat Onkel Sam – so süß er auch war, keiner wollte ihn haben. Da Onkel Sam sein Käfig direkt neben dem EB stand, hatten die 3 regelmäßig schnuffelkontakt. Von Tag zu Tag konnte man immer mehr die traurige Blicke von Onkel Sam sehen. Somit entschied ich mich im Januar: wir Vergesellschaften die 3. Durch den Vorabkontakt gab es dabei auch überhaupt keine Probleme. Eher im Gegenteil, Onkel Sam blühte auf, entpuppte sich mittlerweile als Chefschwein.

Doch nach einigen Wochen, der Schock: Gonzales zog sich mehr und mehr zurück, da er von Onkel Sam beträgt worden ist. Es gab immer mehr Streitereien. Also: hab ich meinen Partner wiederrum gebeten: bitte anbauen.. J Dies taten wir und es entstand ein 4 qm großes Gehege. Damit Gonzales nicht allein ist, haben wir uns entschieden: Ein 4. Schwein soll einziehen, damit jeder einen Partner hat falls es mal Zickereien gibt. Im März 2012 kam dann Chewbacca. Da er mit seinen 8 Wochen sehr jung war, ordnete er sich rasch unter. Onkel Sam blieb Chefschwein und die Gruppe wurde durch die jungendliche Art von Chewbacca neu aufgemischt und zu neuen Lebensmut aktiviert.

Mittlerweile habe ich eine harmonische 4er Bockgruppe. Alle können sich durch das Platzangebot aus dem Weg gehen. Es steht immer ein Partner zum toben und ärgern zur Verfügung, sodass sich die anderen auch mal ausruhen können.

Was ist das Geheimrezept?

Folgendes sollte meiner Meinung beachtet werden:

1)      Das allerwichtigste: es muss genügend Platz vorhanden sein um sich aus dem Weg zu gehen

2)      Es sollten mehrere Futterstellen zur Verfügung stehen

3)      Essen sollte verteilt werden, um Langeweile vorzubeugen

4)      Mittels Spielzeug (intelligenzspielzeug) fördert man zum einen das Gehirn und zum anderen Beschäftigt es die Tiere

5)      Es sollten genügend Kuschelsachen und Tunnel vorhanden sein

 

Ich bin mittlerweile froh um meine 4 Buben,  gerade eine Männer WG kann wie auch im realen Leben voller Witzigkeiten, Blödsinn aber auch Erwachsenem Verhalten gestaltet sein.  Sie streiten sich, sie raufen sich zusammen, aber am Ende sind sie alle einer Meinung wenn es heißt: muink, muink ich habe Hunger!





27.01.2012 - Bericht von Fränzi aus CH-Oberbaselbiet
-> Beispiel mit Tipps für funktionierende Jungs/Kastratengruppe/n

Kastration ! Das ist der ausschlaggebend wichtige Punkt, dass sie nämlich kastriert sind. Somit hat man immer noch einen Plan B in der Schublade, falls es schiefgeht.

Ich bin eine Verfechterin von Kastraten-Gruppen, aber nicht zu Anfängern. Viele Anfänger können das Meerie-Verhalten noch nicht richtig interpretieren, weil sie schlimmstenfalls nicht rechtzeitig bemerken, wenn einer der Kastraten gestresst ist.

Ich selber halte seit 7 Jahren eine Kastraten-Gruppe, die ich während dieser Zeit von 2 bis zu 6 Kastraten aufgebaut habe.

Ausgangspunkt waren Vater und Sohn, die ich notfallmässig übernahm und mit einem mulmigen Gefühl, denn das war auch neu für mich. Ich hielt jahrelang nur Harems-Gruppen. Der Vater war unkastriert, der Sohn kastriert.

Alles lief gut, aber die beiden waren zwei absolute Schlafpillen... zwei so langweilige, öde Schweinchen habe ich noch kaum je erlebt, obwohl sie ein Gehege von 2.4 m2 zur Verfügung hatten.

Als der Vater starb nach einer Blasenstein-OP, blieb der Sohn alleine zurück.

Er kriegte drei Frühkasträtlein und lebte förmlich auf. Der vorher lethargisch herumhockende Sohn entwickelte sich zu einem fröhlich plappernden Schweinchen und ging völlig auf in seiner Aufgabe als Chef-Bock. Er erzog die drei Kleinen sorgfältig und brachte ihnen alles bei, was ein strammer Meerie-Junge so kennen muss. Nach 2 Monaten setzte ich nochmals 2 Baby-Frühkastraten hinzu, somit waren sie zu sechst auf 5.5 m2 Bodenfläche.



Leider starb der Chef mit knapp 4 Jahren an einem Kiefer-Tumor. Somit blieben noch 5 übrig, alle ungefähr gleich alt.
Natürlich brachen dann Streitigkeiten aus, aber da sie eine lange Rennstrecke von 3.4 m hatten, verliefen eigentlich alle Jagereien irgendwo in der Mitte dieser Strecke, wenn es dem Jäger zu blöd wurde.

Nachdem einer der Frühkastraten an einer Lungenentzündung starb, waren sie nur noch zu viert, was ganz gut klappte.
Die Kastraten-Gruppe ist noch heute die lustigste Truppe von allen, immer am Plappern, Brommseln, Rennen, Diskutieren und Schwatzen.

Ganz überraschend kam ich zu einem Neuzugang, einem 3-jährigen Alt-Kastraten:
Aus vier mach fünf
Da hatte ich mächtigen Bammel davor, aber es klappte zu meiner Ueberraschung tatsächlich, auch heute noch.

Nachdem noch einer der Kastraten mit ca. 4.5 Jahren starb, sind sie heute nur noch zu viert auf etwas verkleinerter Fläche, "nur" noch 3.5 m2.
Allesamt sind unterdessen 5 Jahre alt, fit, lustig und kugelrund. Aber noch heute gibt es immer wieder Diskussionen, mal hier, mal dort, aber Bisswunden erlebte ich in diesen über 5 Jahren nur ein einziges Mal bei der Integration des Altkastraten.

Den Empfehlungen (die gemeinten Tipps sind die, die ich nun auch auf der HP veröffentlicht habe), habe ich nichts anzufügen.
Höchstens noch ein paar Tipps, dass man bei Jungs wirklich, wirklich sehr sorgfältig bauen muss, z.B. alles nur mit Tunnels oder Häuschen mit mehreren Ausgängen, Unterständen und Heuhaufen.
Die Unterstände stelle ich absichtlich nicht an die Wand, sondern so, dass sie etwas entfernt stehen und somit auch hinter diesen Hindernissen noch eine Rennstrecke entsteht:



Ich weiss nicht, was ich tue, wenn noch einer stirbt (was jetzt wohl bald ein Thema werden wird, schliesslich sind sie alle Ü5-Herren). Dann wären es nur noch drei... gefällt mir gar nicht.

Vermutlich setze ich dann 1 - 2 Baby-Kasträtlein hinzu aus einer Notstation.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass einer von ihnen in eine meiner Harems-Gruppen wechseln darf, wenn die Kastraten sterben. Da warte ich mal ab, wie sich die Todesfälle bei meinen vielen, vielen Alterchen (15 Schweinchen Ü4-Tiere!)


Bericht von M.D.

-> Beispielfall von einer letztendlich nicht funktionierenden Jungs-WG
Erhalten am 31.10.2011
Hallo,

Fotos hab ich von meiner alten Haltung leider nicht mehr gefunden. Daher versuch ich die Situation einfach genauer zu beschreiben.

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Angefangen hat alles im 1.Quartal 2010.
Nachdem mein Freund mir so von seinen Meeris vorgeschwärmt hatte, wollte ich auch welche. Natürlich war ich noch so naiv zu glauben, dass Meeris dank ihrer Größe ja nicht so schwer zu halten sein können und bestimmt auch nicht so viele Probleme auftreten könnten.

Das Meeris 0,5qm pro Tier benötigen hatte ich gelesen. Und auch, dass Jungs sogar 1qm benötigen. Aber, ich als Anfänger, dachte mir, so lange sie klein sind brauchen sie wohl auch nicht gleich 2qm, da tuts auch 1qm. Und so kam es, dass ich mir im Fre**napf um die Ecke einen 1x1m-Plastikkäfig gekauft habe. Den fand ich damals schon ziemlich groß. Streu, Heu, Tränke, Transportbox und Weidetunnel kamen auch dazu. Ebenso wie ein Unterstand mit nur einem Eingang. Dabei dachte ich mir nix, immerhin hies es vom Halter, dass es Brüder seien, die sich super verstehen.
Damit eingedeckt befand ich mich als gut verbereitet.

Tags darauf konnten wir die beiden Jungs auch abholen. An dem Tag dachte ich mir nichts dabei, dass die Käfige der Tiere im Frühling auf dem Balkon standen ohne weiteren Schutz. (Heute würde ich mich umdrehen und gehen.) Dass die Babys mit älteren Tieren und nach Geschlecht getrennt waren, das fand ich aber gut und deswegen hatte ich auch Vertrauen bei dem "Züchter" (Jetzt mit mehr Wissen ist mir klar, dass es ein Hobby-Vermehrer war.).
Nun ja, wir durfen uns aus dem Käfig zwei Jungs aussuchen und wurden auch schnell nach der Geldübergabe wieder verabschiedet.
Zu Hause angekommen kamen die Beiden erst mal in den fertigen Käfig und wir liesen sie in Ruhe. Die kleinen Meeris waren grad mal 12 Wochen alt und noch total verängstigt.
Die nächsten Wochen habe ich sie nur zum saubermachen und Gesundheit checken rausgenommen. Futter gabs täglich im Gehege verteilt und Heu gabs rund um die Uhr.

Balu und Loui wurden in den darauffolgenden Monaten größer und frecher. Aber sie verstanden sich noch gut. Und ich war froh darüber, da ich in der Zwischenzeit viel mehr gelesen habe und schon merkte, dass ich so einiges falsch gemacht habe. Mir kam auch der Gedanke, die 1qm auf 2qm zu erweitern. Ich wusste nur noch nicht wie. Am Ende entschloss ich mich, an den Käfig einen Dauerauslauf anzubauen mit solchen Freilaufgittern aus dem Zooahandel. Um den Boden zu schützen lag dort eine Wachstischtuch-Fliesdecken-Kombination. Und das neue Revier wurde von meinen Jungs auch gut angenommen. Insgesamt hatten sie dann etwas mehr als 2qm.

Einige Zeit später, als die Beiden so ca 5-6 Monate alt waren kamen dann die ersten Zickereien auf und man merkte, dass sie sich nicht richtig wohl fühlten zusammen. Balu war immer mehr nur im Auslauf und Loui lag nur noch im Käfig. Jeder verteidigte seinen Quadratmeter immer mehr. Es war nicht so, dass sie sich angriffen. Aber mieden sich so gut es ging. Und jedes mal wenn sie sich doch traffen merkte man fast die Spannung, die in der Luft lag.

Durch noch mehr lesen in diversen Meerschweinchenforen und HPs kam mir die Idee mit der Kastration. Ich hoffte einfach, dass sie sich beruhigen würden, wenn die Hormone langsam zurückgingen. Ich wusste zwar, dass dies nicht über Nacht geschehen würde, aber ich hoffte auf eine langfristige Lösung. Und so lange es nicht Blutig wird, so lange soll man sie ja nicht trennen. Also brachte ich beide zum Tierarzt und beide wurden am selben Tag kastriert. Beide durften zusammen aufwachen und waren nie getrennt.

Leider war das wohl ein Fehler. Am Abend, als sie nach Hause kamen waren sie noch erschöpft von der OP, aber am nächsten Morgen ging es dann los. Die Streitereien der Beiden arteten aus. Sie sprangen sich an, verjagten einander vom Futter, rissen sich Fellbüschel aus. Es gab keine Minute, in der sie nicht angespannt dasassen oder einander anfauchten / brummten. Es war immer dicke Luft bei ihnen. Nachdem dies nach gut 5 Tagen immer noch nicht anders war und mir auffiel, dass sie auch nicht mehr richtig frassen wars mir zuviel. Ich trennte sie, bzw machte die Klappe zwischen Käfig und Freilauf zu. Kaum merkten sie, dass der jeweils andere nicht mehr ungefragt ins "eigene Revier" eintretten kann gings ihnen besser. Man merkte ihnen die Entspannung und den zurückkehrenden Hunger an. Das Fressverhalten wurde normale und auch das aufgeplusterte, brummende Verhalten war weg.

In dem Moment war mir klar, dass die Beiden einfach nicht dazu geschaffen waren in einem Bock-Duo zu leben. Aber ich bin mir bewusst, dass meine Anfängerfehler auch einen Teil dazu beigetragen haben. Wer weiß, wie es gekommen wäre, wenn ich ihnen gleich 2qm oder noch mehr gegeben hätte und wenn ich mit der Kastration gewartet hätte.

Aus dieser Situation lernte ich schnell und baute mit Brettern zwei neue Gehege. 1,5x1m groß. Und jeder der Beiden sollte ein Weibchen bekommen. Natürlich erst, nachdem die 6 Wochen Kastrafrist um waren. Und diese Zeit war ebbenfalls unangenehm. Man sah recht deutlich, dass Meerschweinchen keine Einzeltiere sind. Auch wenn sich Balu und Loui nicht mehr verstanden, so war es alleine wohl auch nicht gerade besser. Sie saßen die meiste Zeit fast vollkommen regungslos in einer Ecke unter einem Häuschen und warteten. Kein rumlaufen, kein spielen, nichts. Sie waren völlig teilnahmslos.

Nach den 6 Wochen dann die Erlösung. Zu uns kamen 2 Weibchen, welche ich von einer lieben Frau übernah, die sie leider abgeben musste. Und sie da, kaum hatten die Jungs wieder Gesellschaft, schon blühten sie auf. Lag aber wohl auch an der weiblichen Gesellschaft. ;-) Im Laufe der Zeit habe ich die beiden Gruppen noch vergrößert. Jetzt jat jeder Kastrat zwei Weibchen und ich sehe meinen Jungs an, dass sie Glücklich sind. So glücklich sahen sie während der ganzen Zeit in der Jungs-WG nicht einmal aus.

Zum Schluss kann ich nur sagen: Ich bereue meine Naivität zu Beginn! Hätte ich mich besser Informiert, dann wäre ich das Experiment Bock-WG gar nicht eingegangen und wenn doch, dann mit viel mehr Platz!
Aber ich bereue es nicht, den Jungs dann doch noch ein schönes Leben bieten zu können mit ihren Weibchen!

 


Bericht geschrieben von mir selbst, aber für eine Bekannte. Sie findet im Moment keine Zeit...

-> Beispielfall für eine erst nicht, dann doch funktionierende Jungs-WG
Bericht geschrieben am 31.10.2011
Hier sieht man gut, das es eben auch die Umstände sein können, die dann zu Streit führen & sind diese Umstände geändert kann es sogar klappen.
Sie hatte ein Trio, gut verträglich, 2 Vollböcke, ein FK dazu... alles harmonisch, aber zu wenig Platz...
als der Kleine älter wurde (etwa als er 7-8 Monate alt war), kam der Knatsch - und zwar zwischen den beiden, die sich schon Jahre kannten... tja... sie hat umgebaut, Platz geschaffen, Einrichtung "verbessert" (vorher halt die leider oft immernoch eintürigen Häuser)...
Zu der Zeit waren dann einer der älteren Böcke inkl. dem FK & der andere mit einem neu hinzugekommenen FK zusammen...
Letztendlich mit großzügigem Bodengehge mit guter Struktur (offene Unterstände, viele Heustellen, Futtert verteilt...) leben nun (nach etwa 4 Monaten, die die Tiere getrennt waren) alle 4 friedlich seit wieder mehreren Monaten zusammen...
Man sage aber auch dazu: Vorher die 3 zusammen auf 1,20x1,00m -> jetzt ist der Platz eine ganze Wohnzimmerseite entlang auf 1m Tiefe... ich mein Länge ist jetzt 4,20m ?!
Es waren jedenfalls über 4m² Grundfläche...
 


Bericht von Kerstin Zimmermann

-> Beispielfall für funktionierende Jungs-WGs
________Erhalten_am_27.10.2011_______

- In welcher Konstellation leben
/ lebten die Jungs zusammen ?
immer nur 2er WGs

- Kastraten / unkastriert ?
immer alle unkastriert

- Altersstruktur ?
Meine ersten Jungs haben sich als Teenager kennegelernt.
Als dann ein Schweini starb und das nächste eingezogen ist,
und dieses wiederum gestorben ist,
kam wieder ein Jungbock dazu.

- Charaktere ?
Friedlich und verfressen

- Außen/Innenhaltung ? Platzangebot ?
Innenhaltung in normalem Käfig mit vielen,
vielen Stunden Freigang täglich.

- Wie liefen die VGs ?
Alle drei völlig problemlos, man war gleich
neugierig auf das neue Schwein, keine Rangeleien, nichts.

Bei mir gab es noch nie ernste Auseinandersetzungen,
ich habe nur Häuser mit einem Eingang und gemeinsame Heuraufen/Futterschalen. Sie gehen manchmal zusammen
in ein Häuschen bzw. einen Unterschlupf.
Nur mit dem Kuschelbett gab es dann Streit,
es mußte dann ein zweites her...

Ingmar & Diego








Bericht von Marina aus Rees

-> Beispielfall für nicht funktionierende Jungs-WGs sowie Beispielfall für funktionierende Jungs-WGs
Erhalten am 26.10.2011
So jetzt möchte auch ich mal meine Erfahrungen berichten (habe ja zzt. selbst 4 Jungs)

1. Teil: Da hat leider nicht geklappt:

Anfang April kam mein Schatz auf die Idee das wir zwei Meerschweinchen ein tolles zuhause bieten könnten wo ich dann nach einigem hin und her auch zugestimmt habe weil ich nachdem ich ein Foto von den zweien gesehen habe, einfach hin und weg war.
Ich also los von einer Klassenkameradin den alten Käfig abgeholt den sie mir eh geben wollte und am 7.4 war es dann soweit: Dr. House und Nougat zogen bei uns ein (beides nicht kastrierte Böcke aber zum anbeißen süß). Leider kam aber alles anders als gedacht und wir mussten beide nach nur zwei Tagen und zwei schlaflosen Nächten trennen. Sie hatten sich richtig ineinander verbissen und Dr. House hatte auch eine richtige Bisswunde die vom unserer TA-Helferin untersucht wurde und zum glück nicht genäht wurde (war nicht wirklich tief sondern eher so ne schürfwunde aber der schock saß tief als ich das Blut gesehen habe). Schweren Herzen haben wir uns dann von Dr. House getrennt weil er auch immer auf Nougat los gegangen ist. Somit hatten wir dann nur noch Nougat, dieser wurde jedoch von den Vorbesitzern wieder weggeholt, nachdem sie vom "Zerfall der Bock-WG" erfuhren.
-> Hier hat es also nicht geklappt, obwohl die beiden Jungs sich gekannt haben. Käfig und unkastriert, da knallte es dann.


2. Teil: Nach einigen Änderungen läuft es jetzt mit 2x 2 Jungs gut & harmonisch:

Der Tag an dem das kleine Schweinchen einziehen sollte begann dann für mich schon sehr früh. Schließlich wollte ich alles Perfekt haben für das neue Meerschwein. Also draußen auf dem Balkon den Käfig gestellt, Rampe dran gebaut damit es auch alleine raus kann und dann die Hälfte vom Balkon mit Gitter abgetrennt (waren dann so ca. 1,5m²), damit ich da auch noch sitzen kann ohne Angst haben zu müssen das ich ausversehen drauf trete. Um 11 Uhr war es dann soweit: es klingelte an der Tür und ein sehr nettes Ehepaar brachte uns eine Transportbox mit. Natürlich haben sie sich erstmal das schnell gebaute Reich angesehen und natürlich auch gefragt wo denn das andere Meerschwein wäre (Anmerkung: Es war eigentlich schon ein tier vohanden, das aber vom Vorbesitzer wieder zurückgeholt wurde, daher war dann bei Einzug erstmal eigentlich nur das neue Tier da). Haben ihr dann in kürze erklärt was los war und sie konnte uns voll und ganz verstehen und meinte zu uns: "dann bin ich ja froh das wir gleich beide eingepackt haben" Ich staunte dann nicht schlecht als sie die Transportbox in den Auslauf stellt und ihren Mann nach unten schickte die restlichen Sachen holen (einen Sack mit Heu und Stroh sowie ein großes Häuschen für die beiden). So zogen dann Maiky und Spike bei uns ein. Zwei süße Rosettenmix-Böcke die das reine gegenteil davon sind was wir bei house und nougat mit gemacht hatten. Sie hatten sich bis jetzt nicht einmal in der Wolle und ich bin so froh das es dann doch noch mit dem Meerschweinchen für mich geklappt hat. Auch mein Schatz ist hin und weg von den zweien ^^ jetzt wohnen aber beide drinnen in einem EB den mein Schatz gebaut hat. Schließlich ist es draußen einfach zu kalt geworden.

Vor zwei Monaten zogen dann auch noch Murphy und Shiko als Notfall bei uns ein. Eine Nachbarin von uns (um genauer zu sein die, die uns den stress mit Nougat angezettelt hat) zog um und ließ ihre beiden Meerschweinchen allein in der alten Wohnung. Als dann nach einer Woche das Telefon klingelte und es hieß ob wir die zwei nicht nehmen könnten stand der entschluss schnell fest. Natürlich würden wir die beiden nehmen und ich würds auch immer wieder tun. Als ich beide gesehen habe wie sie da in einem total verdreckten stall saßen, ohne Wasser (die flasche war bis auf den letzten tropfen leer) und ohne wirklich was zu futtern hab ich sie sofort eingepackt, den stall entleert, demontiert und in die wohnung meines Schatzes getragen wo er dann auf dem Balkon aufgebaut wurde. Die beiden Wutzen saßen wärend Zeit in meiner Transportbox und haben erstmal von mir etwas Heu, frisches wasser und ne Möhre bekommen. Habe dann auch erstmal den stall richtig sauber gemacht, neu eingestreut, einen riesenberg an Heu reingeschmissen und beiden erstmal einen check unterzogen. Sie waren wirklich erbärmlich dünn (hatten gerade mal etwas über 500g auf der Wage und das für angebliche 1,5 Jahre *mittlerweile weiß ich das sie jetzt gerade mal 1 jahr alt sind*) aber gefressen haben sie sofort. Sie haben sich auch super gut gemacht in der Zeit in der sie jetzt bei mir sind (sind Anfang August bei uns eingezogen) und haben jetzt auch drinnen ihren EB direkt neben den von Maiky und Spike.

Sobald dann alle vier kastriert sind, wollen wir es mal mit einer VG versuchen aber bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen und bis dahin werden sie wohl in den zweier-Gruppen bleiben.
 


Bericht von Simone aus Giessen (Linden)
http://simonesloeckchenfraktion.npage.de/

-> Für den Inhalt der verlinkten Seite ist der Inhaber der Seite selbst verantwortlich - siehe auch Impressum
-> Beispielfall für funktionierende Jungs-WGs
Erhalten am 26.10.2011
Hallo!

Ich habe auch mehrere Bockgruppen bei mir sitzen! Klappt total problemlos! Es wird maximal kurz geklappert wenn sich die Gruppenkostellation ändert, da es sich um Zuchtböcke in Pause, Jungböcke und kleine Babyböcke handelt!
Sie laufen sehr großzügig auf 12 qm und 8 qm. Und ich habe noch Bockgruppen in der Konstellation 2, und 4 Böcke.
Es handelt sich eigentlich NIE um Wurfgeschwister, sondern um Tiere verschiedener Altersklassen. Da sie hier so aufwachsen bleiben sie ein Leben lang sehr sozial und können auch anch einem Deckeinsatz meist problemlos wieder in die Gruppe integriert werden!
Das einzige, dass ich eben meinen Böcken zugestehe ist, dass sie sich nicht mit jedem anderen Bock vertragen müssen! Aber ich mag ja auch nicht jeden Menschen, dem ich begegne leiden Da wird dann die Gruppenkonstellation geändert und gut ist!

"Fazit" der Verfasserin:
Das A und O bei Böcken ist die Sympathie!!! Und da muss man eben jedem Lebewesen zugestehen, dass er nicht jeden mag! Ist ja beim Menschen auch so! Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich sehr sehr gute Erfahrungen mit Bockgruppen, auch bei Liebhabern, gemacht habe! sie werden oft viel zutraulicher als die Mädels, die oftmals reservierter bleiben als die Böcke! Und man muss eben auch Platz haben! Ich habe mehrere Privatleute, die von mir 2 Böcke gekauft haben und auf mind. 1,4m halten (oder eben größer)! Es gab noch nie Probleme! Und die Böcke sind jetzt teilweise schon fast 4 Jahre alt.
Natürlich gibt es da auch evtl. Rassenunterschiede.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich hier eher mal Leute habe, die dringend einen Kastraten suchen, da sich die vorhandenen Mädels extrem anzicken
 


Bericht von Marko aus Cuxhaven
-> Beispielfall für funktionierende Jungs-WGs
__________Erhalten_am_26.10.2011____________
Hallo,

Bei uns sind am 6.3.2011 Erni und Bert eingezogen. 

Als erstes sind sie in einen Käfig gezogen, aber nicht lange ca 2 Wochen, sie waren ja recht klein, dort gab es nie Streit oder Beissereien.

Wenn man dann die Tiere hat, liest man sich schon etwas genauer ein und da stand Böcke verstehen sich nicht, wenn sie in die Rappelphase kommen und das sie viel Auslauf brauchen.

Davon konnte ich bis dato nichts erkennen.
Ich habe mich weiter informiert ob sie auch nach draußen können.

Habe dann einen Gitterkäfig von 2x1 Meter gekauft und nach draußen auf unsere Wiese gestellt. Das gefiel den beiden sichtlich besser, auch dort gab es nicht einmal eine Situation wo sie sich gebissen haben, oder richtigen Streit gab es auch hier nicht, mal Gebrommsel, denke aber das ist eher normal.

Diesen Käfig musste ich spätestens alle 4 Tage verschieben, da das Gras weggefressen war. Was nun???? In der zwischenzeit hatten die beiden es wohl geklärt wer der Chef ist, Erni denkt er ist es , aber in Wirklichkeit ist es Bert: Bert ist wirklich der ruhigere von beiden und läßt sich so gut wie nicht aus der Ruhe bringen. Erni hingegen klappert mich an und frisst mir danach aus der Hand.

Die Folge war dann das ich denen ein Gehege von knapp 15 qm gebaut habe, mit Tunnel und was alles dazu gehört. Auch dort wo sie viel Platz haben, sind die beiden immer zusammen, schlafen unter der Weidenbrücke, oder in ein Haus zusammen und kuscheln.

Sie verhalten sich eigentlich ganz anders als es oft zu lesen ist. Und beide sind noch richtige Böcke. Bei dem Umzug ins Wintergehege auf unsere Terasse ca 7qm, gab es bisher auch keinen Streit, nur gemütliches beisammen sein. 

P.S. Sind sind jetzt ca 1 Jahr alt

Beide zusammen beim Futtern ;)


 Und das sind die beiden...

Ernie:


Bert:


Das ist das Sommergehege mit 15m²


Das ist das Wintergehege (eine Isohütte mir Beheizung gibt es dort übrigens auch) mit 7m²



 Bericht von Selina aus Hattingen

-> Beispielfall für funktionierende Jungs-WGs
Erhalten
am
26.10.2011
 Ich hätte direkt drei kurze Storys im Angebot, zweimal reine Jungs-WGs und einmal eine Gemischtgruppe :)

1. Meine ersten beiden Meerschweinchen waren zwei Jungs, Timon und Pumbaa. Damals wusste ich es nicht besser und die beiden lebten gemeinsam in einem 1m Knast. Trotzdem hangen beide sehr aneinander, es gab nie Streit zwischen den beiden. Als Pumbaa zwei Jahre alt war, starb Timon und es musste ein neuer Partner her. Eine Freundin erzählte, dass ein Bekannter einen ebenfalls 2 jährigen Bock hätte, dessen Partner gestorben war. Noch am selben Tag holte ich den jungen Mann ab und setzte ihn zu Pumbaa und die beiden lebten noch so einige Jahre zusammen, nachdem sie sich 5 Minuten bebrommselt hatten und dann Ruhe war.



2. Als ich vor ein paar Jahren wieder mit der Meerschweinchenhaltung begann, sollte es diesmal ein Harem werden. Nur kommt es ja immer anders als man denkt und in einer Zoohandlung fand ich einen Schimmelbock, den ich um nichts in der Welt dort hätte sitzen lassen. Also baute ich auf meinen Eigenbau noch eine dritte Etage und holte aus einer Notstation noch einen erwachsenen Bock, der vorher auch mit Böcken gelebt hatte und setzte die beiden zusammen. Es gab nie Probleme. Bis mein älterer Bock dann leider völlig unerwartet starb. Chipsi war dann sehr einsam und nagte ununterbrochen am Plexiglas. Da er nicht kastriert war, musste ein neues Männlein her, und damit er nicht vereinsamt, wenn wieder was passiert, wurden es sofort zwei.

Die drei lebten dann ebenfalls problemlos bei mir noch einige Monate zusammen, bis ich meine Meerschweinchenhaltung leider aus persönlichen Gründen aufgeben musste. Die drei zogen zusammen zu einer Bekannten und zwei von ihnen leben noch immer zusammen, Chipsi ist leider vor wenigen Tagen über die RBB gegangen.



3. Anfang diesen Jahres fing ich dann wieder mit der Meerschweinchenhaltung an. Es sollten zwei Schweinchen werden. Sollten .... nun sind es acht :)

In meine 1,2 (=1 Junge/Kastrat + 2 Mädchen) Gruppe zog ein Notmädel, dieses Notmädel war hochträchtig und lange überlegten wir, was wir wohl tun, wenn sie uns ein paar Jungs bringen würde. Für mich war klar, ich versuche alles und keins meiner Babys wird hier ausziehen! Und wenn ich im schlimmsten Fall trennen muss. Am 21.07.2010 war es dann so weit und meine Panny brachte 1,1 zur Welt. Mein kleiner Mann wurde mit 300g frühkastriert und blieb so direkt mit den anderen zusammen. Er war noch nie von der Gruppe getrennt. Und bisher klappt das sehr gut. Er ist jetzt 3 Monate alt, mein "Hauptkastrat" hat absolut das Sagen und das akzeptiert der Bub so. Es ist die schönste und harmonischste Gruppe, die ich je hatte und wenn ich könnte würde ich es genau so noch einmal machen. Inzwischen ist die Gruppe auf 2,6 (= 2 Jungs/Kastraten + 6 Mädchen) angewachsen.

 


Bericht von Laura Kroker, HHM; Nagerschutz
www.meerschweinchen-hhm.beepworld.de

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-> Beispielfall für funktionierende Jungs-WGs
 ________Erhalten_am_20.10.2011_____

Harmonisches Zusammenleben nach anfänglichen Schwierigkeiten

Nachdem in meiner Meerschweinchengruppe 2 Jahre lang 2 Weibchen & 1 Bock, kastriert, Maxy, lebten, bin ich durch meine Arbeit im Nagerschutz den kleinen Snoopy gestoßen. Nach der Kastrationsfrist, welche er natürlich allein verbrachte, durfte er meine bestehende Gruppe kennenlernen. Erst sah alles prima aus, doch in der ersten Gemeinsamen Nacht, gab es einen zwischenfall.

Snoopy & Maxy haben sich etwas gejagd & maxy hat Snoopy, welcher damals 6 Monate alt war, ins Ohr gebissen. Eigentlich war Maxy immer ein sehr ruhiger, aber sein Revier, welches ca. 3m² groß war, hat er verteidigt. Die nächsten 4 Monate ist Snoopy,welcher ein sehr lieber Kastrat war, abends immer in einen extra Stall gegangen. Am Tag waren sie alle zusammen.

Es gab dann keine weiteren Vorfälle, und als die 4 Monate vorbei waren, konnten die Schweinchen ihren Eb in Innenhaltung Tag & Nacht zusammen bewohnen. Maxy war dann 2einhalb Jahre alt, denn er & seine Schwester Peggy, lebten seit ihrer Geburt bei uns. Alles lief super, & es war eine super liebe Gruppe bis zum Tod der kleinen. Ich würde es immer wieder versuchen, und finde, man sollte den Jungs eine Chance geben.


Maxy


Snoopy





Bericht von Sabrina aus Bingen
Homepage: www.meerschweinchen-bingen.de.tl

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-> Beispielfall für funktionierende Jungs-WGs
Erhalten_am_19.10.2011
 Hallo,

erst einmal finde ich es toll, dass Du das Thema "Schweinejungs" thematisierst. Gerade momentan scheint auch im Bereich der Notschweine und Abgabetiere eine regelrechte Schwemme zu herrschen...und ganz ehrlich: hätte ich vor dem Kauf gelesen, was ich seither zum Thema „Jungshaltung“ gelesen habe, hätte ich mich niemals an die Junghaltung gewagt…

Daher erst einmal

So und nun hier was zu Deinem Thema von mir:

ich selbst habe momentan 5 Kastraten in einer Gruppe laufen: 3x ca. 1,5 jährige, einen einjährigen und einen 7 Monate alten Frühkastraten.

Zuerst kauften wir - im Zoohandel und völlig unbedarft - drei Böcke; uns wurde ja gesagt, dass das meistens gut geht, wenn sich die Jungs bereits ab jungem Alter kennen. Auch der dazu erworbene Doppelstoockkäfig schien uns für die Kleinen "OK".

Das änderte sich innerhalb einiger Tage schlagartig, als ich mich in den Internet-Foren belesen hatte. Innerhalb kurzer Zeit war klar: 3 Jungs in dem zu kleinen Gehege geht gar nicht! Das haben mir die drei dann auch ein paar Tage später bewiesen und fingen an sich zu zoffen.

Also integrierten wir auf 4 qm den Käfig innerhalb eines Bodengeheges und kastrierten die Jungs, für den Fall das es nicht klappt und wir die Jungs hätten abgeben müssen. Direkt nach der Kastration gab es dann zwischen dem bisherigen Chef und dem Rangniedrigsten eine fiese Keilerei und dann war Ruhe.

Es kam dann noch ein Jungbock dazu; den haben wir einfach ins Gehege gesetzt und außer aufgeregtem Herumgewusel und Gebrommsel gab es keinerlei Stress. Auch hat sich die bestehende Rangordnung nicht geändert. Weder vor noch nach seiner Kastration. Alles gut/ruhig nach 1 Tag.

Wir haben dann das Gehege noch erweitert und einen Frühkastraten hinzugesetzt. Auch diesen total unprofessionell "rein mit Schwein". Auch hier: Gewusel und Gebrommsel, aber sonst alles innerhalb eines halben Tages alles wieder ruhig und gesittet.


So besteht die Gruppe nun seit ca. einem halben Jahr. Eine aktive und harmonische Truppe in der es nur selten Stunk gibt und ich hoffe, dass das so bleibt. Was definitiv nicht geht: die Jungs bspw. zum Transport zusammen zu setzen

Dann habe ich derzeit 7 Notis: alles Jungs, 1 Kastraten, 1 FK und der Rest noch Böcke. Es gestaltet sich hierbei schon schwierig, die passenden Jungs zusammen zu setzen, derzeit sind es

1) FK mit 8 Wochen + 6jähriger + 1jähriger
2) 5jähriger + 2jähriger
3) 4jähriger + 6jähriger


Die beiden Jungs aus 2) verstehen sich bspw. untereinander aber nicht mit den Jungs aus 1)

Der FK kann zu allen bzw. ist total entspannt und hopst einfach durch die Gegend. Der 6jährige aus 3) und der 6jährige aus 1) sind bockverträglich; während der 1jährige aus 1) nur mit dem FK und dem 6jährigen kann.

Die beiden aus Gruppe 3) haben sich angeblich nicht verstanden – bei mir sitzen sie seit gestern in Quarantäne in einem 140er mit Heubergen und unterschiedlichen Verstecken und soweit ich es sehe, klappt das zwar nicht perfekt aber doch sehr gut.

Ich glaube wichtig ist für Jungs: a) Platz b) ausreichend Unterschlupfmöglichkeiten c) die Möglichkeit, dem anderen aus dem Blickfeld gehen zu können und d) ggf. auch Sympathie.

Auch meine vorherige Jungstruppe von 4 Schweinen (eingezogen als Bock, dann kastriert) hat gut funktioniert und zwangsläufig muss ich auch mal die Konstellationen ändern. Man muss halt gut schauen, dass es zu keiner großen Keilerei kommt bzw. dann trennen. Die Notjungs wohnen übrigens ebenfalls in einem Bodengehege, dass ca. 5 qm misst. Ich trenne es nach Notwendigkeit. Kommt ein neues Schwein dazu, streue ich frisch ein, werfe Heuhaufen rein und verteile Frischfutter; das hat bisher gut geklappt bzw. eben in gewisser Konstellation (momentan immer ausgehend von dem 1jährigen aus der Gruppe 1)) nicht immer.

Insgesamt glaube ich nicht, dass eine funktionierende Jungstruppe immer nur Glück ist, sondern dass es halt nicht so oft schief geht wie man evtl. meinen mag. Allerdings sollte man „Plan B“ in der Tasche haben und wissen, was man mit den Kerlen macht, wenn es doch Stunk gibt und sicherlich ist es auch schwieriger, ältere Jungs zu vergesellschaften. Das Risiko ist halt bei Haremgruppen so nicht vorhanden. Sofern man aber ausreichend Platz hat und das Drumherum stimmt, sollte man – finde ich – auch den (Notschweine-)Jungs ruhig die Chance auf ein schönes Männer-WG-Leben geben. Und gerade bei den Züchtern und Notstationen wissen die Abgebenden in der Regel ja auch, wer mit wem kann und welcher Kerl lieber doch nur zu Mädels sollte.

Ich find meine Jungs allesamt Spitze!
4er-Gruppenbild :)







Bilder des Geheges der eigenen Gruppe













Gehege der Nottiere:
links sitzen 3 Schweinchen zusammen
rechts sitzen 2 zusammen



Bericht von Jasmin aus Meerbusch

-> Beispielfall für funktionierende Jungs-WGs
 Erhalten am 19.10.2011

Hallo zusammen,

als ich vor einigen Tagen diese Anzeige hier entdeckte:

-> Anzeigentext:
Kastrat 6 Jahre, US Teddy, silberagouti sucht neue Liebe

Dieser kleine Manna sucht eine neue Liebe , denn seine Partnerin ist gestorben und die Halterin möchte sich kein tier mehr anschaffen. Deshalb möchten wir ihn vermitteln, damit er nicht länger allein bleiben muss.

Name: Paulchen (jetzt Pabu)

Alter 6

Fell: Us Teddy silberagouti

… Er ist ein ganz ganz lieber und ruhiger Vertreter und braucht etwas Zeit um sich vertraut zu machen. <-

habe ich mir direkt gedacht, dass diese süße Maus gut in meine Boygroup passen würde.

Bisher leben dort drinne:
Diego (7,5 Jahre), Bilbo (2,5 Jahre, der Chef) und Tiger (auch 2,5, möchtegern Chef).

Da Paulchen ja auch schon 6 Jahre alt ist, sollte er sich ohne Probleme unterordenen, war mein Gedanke.

Habe dann mit der Dame Kontakt aufgenommen und sie arbeitet im Kaninchenschutz und hat das Schwein von einer Bekannten aufgenommen, nachdem das Partnerweibchen von Paulchen verstorben war. Nun saß Paulchen schon 3 Wochen alleine.

Gestern hat die Dame mir Paulchen gebracht und es gab -wie vermutet- keine richtige Vergesselschaftung, denn Paulchen (sein neuer Name ist nun Pabu, weil ich schonmal ein Schweine mit dem Namen Paulchen hatte) hat keinerlei Chefansprüche gestellt und die anderen Schweine haben sich von Pabu auch nicht angegriffen gefühlt.

Nachdem Pabu gestern erstmal einen ruhigen Tag verlebt hat, ist er heute definitiv aktiver und hat sich toll in die Gruppe eingefügt. Es ist, als ob schon ewig dazu gehörte.

Ich liebe meine Jungs
 
Vorherige Haltung: Sowohl Tiger als auch Bilbo saßen vor dieser Bockgruppe auch schon mit Weibchen zusammen !!! Nur mein alter Diego, der kennt nur Männer !!

 

Kastriert ???

Also mein alter Diego (auf dem Haferflocken Foto ganz links) ist unkastriert, alle anderen sind kastriert. Aber auch nur, weil die aus dem Tierschutz alle kommen. Meine 3er Bockgruppe von früher (da gehörte Diego auch zu) waren alle unkastriert.
Bin aber grundsätzlich eher für eine Kastra, alleine aus dem Tierschutzgedanken heraus !!


 
Das ist Pabu


Die 4er Gruppe beim Fressen


Das 4,8m² große Bodengehege


Hier mal neue Fotos:
wieso 4,8qm ausnutzen, wenn man auch zusammen sitzen kann?


Und hier bei der Haferflockenration



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