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R ---- wie Ritzambo

Der Narrhallamarsch Ritzambo, Ritzambo, morje geht die Fassenacht o…
Eine inzwischen weltbekannte fastnächtliche Hymne geht nach vielerlei
 Darstellung auf den damaligen französischen Stadtkommendanten von Mainz zurück.
Angeblich hatte dieser französische General namens Ricambeau wegen schwelender
 Unruhen das bunte Faschingstreiben verboten und sogar ein
Vermummungsverbot
 erlassen. Der Überlieferung nach zogen darauf hin erboste Mainzer Bürger vors
 Rathaus und skandierten lautstark mundsprachlich:
„Ritzambo, Ritzambo, morje
 geht die Fassenacht o...“ Noch heute ist dieser so
genannte Narrhallamarsch
 fester Bestandteil aller närrischen Sitzungen und wird sowohl beim Ein-, als
auch beim Auszug der Vortragsredner gespielt. Zwar gibt es auch Stimmen,
 die dieses Musikstück der
1838 komponierten Oper „Der Bauer von Preston“
von Adolphe Adam zuschreiben und behaupten, dass der in dieser Zeit
in Mainz lebende Komponist Karl Zulehner den
Text im „Jocus-Marsch“
 zusammenfasste. Doch wie dem auch sei: Der Narrhallamarsch ist mit
der Mainzer Fastnacht untrennbar verbunden. Und eine Frage beantwortet
 sich damit wie von selbst: Wolle mer ihn roilasse?“

 

 

E----Elferrat

In seinen deutschen Hochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz
 wird der Fasching, die Fastnacht und der Karneval die fünfte Jahreszeit genannt.
 Die Narren hatten und haben dann drei Tage lang das Zepter in der Hand und
veräppeln die vormals herrschende Klasse. So auch, als sie als
„regierende Partei“
im Jahre 1823
den Elferrat einführten. Die Wurzeln dafür liegen eindeutig in der
 einst
linksrheinischen Besetzung durch die Franzosen. Es galten französische Gesetze,
 französisch wurde Amtssprache, man bekam trotz des späteren Absolutismus Kenntnis
 von der französischen Räterepublik und gründete so das
„Parlament des Narrenreiches“.
Aus den Grundgedanken der französischen Räterepublik
„Egalité, Liberté, Fraternité“,
 übersetzt „Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit“, adaptierte man angeblich ELF,
den Elferrat. Heute sitzen im Elferrat meist die bestsituierten Köpfe des
 
lokalen Geschehens, Politiker, Sponsoren etc., nicht wissend, dass gerade sie Traditionsträger
 einer ursprünglich revolutionären Vergangenheit sind.

 

S-- Schwäbisch-Alemannisch

Allein schon, um die südwestdeutsche Fastnacht vom rheinischen Karneval
 zu unterscheiden, wurde ihr Beginn auf den Dreikönigstag, den 6. Januar gelegt.
 Nach altem Brauch werden an Dreikönig die Schemen (Larven) abgestaubt. Von da
an „goht's degege“, d. h., es finden die
ersten Veranstaltungen und Umzüge statt.
Deren Kostümträger wechseln ihre Verkleidungen nicht, im Gegenteil:
In manchen Gegenden werden diese über Generationen vererbt. Hier werden nicht wie
 bei den traditionellen Umzügen in den rheinischen Faschingshochburgen aktuelle
politische,
kommunale oder sonstige Themen veralbert, sondern „Maschker“, Larven,
 
Schemmen (Masken) und Teufelsgestalten getragen, die zum Teil Geister beschwören
 und den Winter vertreiben sollen.
Auch wirft man hier nicht, wie im Rheinland üblich,
„Kamelle“
unters Volk;
die Narren treten vielfach eher fordernd auf und verlangen
 geringfügige Gaben für ihren „heidnischen Dienst“. Die Geschichte der
schwäbisch alemannischen Fastnacht
ist also weitaus mehr von nicht-christlichen Elementen bestimmt und so vielfältig ausgeprägt,
 wie die Orte, in denen sie noch heute in ganz unterschiedlichen Formen zelebriert wird.
Riten und Formen, die von geschäftiger Touristenattraktion bis zu urtümlichem Brauchtum reichen.


V-----Karneval in Venedig

Besonders beliebt waren die zum Sprechen geeignete Halbmasken,
 mit der die Hersteller letztlich ganz Europa belieferten. Der
venezianische Karneval avancierte
 zum
Inbegriff gehobener Eleganz, rauschender Feste und exzessiver Ausschweifungen.
 Erst als die Adelsrepublik durch Napoleon Bonaparte ihre Selbstständigkeit verlor und wenig später
 Österreich angegliedert wurde, kam der venezianische Karneval fast
völlig zum Erliegen. Es dauert bis
 1980, bis findige Touristikmanager die
Attraktivität des venezianischen Karnevals als Spiel
 der Masken zu neuem Leben erweckten. Mummenschanz und Maskenzauber Versuch eines Fazits
 Seiten und Ursprünge des Karnevals leisten. Fasching, oder wie immer wir das Fest nennen wollen,
 ist jedenfalls mehr als reine Narretei. Es ist mehr
als die Lust am Spiel mit Masken,
 mehr als die Vertreibung des Winters,
mehr als ein Volksfest mit Umzug und Spott gegen herrschende Zustände.
 Es ist ein ursprünglich heidnischer Brauch, der
sich vielfach gewandelt hat und in vielen Formen auftrat
 und auch heute noch auftritt.



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