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Muster für Verfügungen / Testamente
 
 
Muster für Verfügungen
Diese Beispiele dienen lediglich als Hinweise und Anregungen. Es gibt zu viele Varianten, um genau für Sie die richtige Ausgestaltung darzulegen.
 

Wichtiger Hinweis !!

Sie sollten beim verfassen eines Testaments folgendes berücksichtigen:

Die Rechtsnachfolge für unbewegliches Vermögen, wie Grundstücke oder Kondominium in Thailand würde sich nach thailändischem Recht richten, das steuerliche Inlandsvermögen gemäß § 126 BewG (dazu gehört auch Grundvermögen in Deutschland) nach deutschem Recht.

Die Rechtsnachfolge hinsichtlich beweglichen Vermögens richtet sich nach thailändischem Recht nach dem Recht des Ortes, an dem der Verstorbene zur Zeit seines Todes seinen Wohnsitz hatte. Dazu zählt auch das bewegliche Vermögen in Deutschland und weltweit, wenn der Verstorbene länger als 5 Jahre seinen Wohnsitz in Thailand innehatte. 

Wirksamkeit eines thailändischen Testaments: Nach thailändischem Recht kann ein Testament maschinell erstellt werden und vor Zeugen (2 Personen) unterschrieben werden. Eine Hinterlegung eines Testaments beim Amphoe wäre auch möglich.

Gemäß Abschnitt 1657 des thailändischen Zivil- und Handelsgesetzbuches ist ein Testament auch wirksam, wenn es handgeschrieben, mit Datum, Ort und Unterschrift versehen ist. Es muss also kein Zeuge unterschrieben haben.

Nur Vermögen in Deutschland

 
Beispiel 1 -Alleinerbe
 
 
Dieser Text hat zur Folge, dass der überlebende Ehepartner das ganze Vermögen erbt. Sollten also Erben 1. Ordnung da sein, so sind sie automatisch auf den Pflichtteil gesetzt. Diese Pflichtteilsansprüche verjähren nach 3 Jahren. Der Überlebende kann nach dem Tod des ersten Ehegatten ein eigenes Testament schreiben. Wollen sie aber die Kinder nicht enterben und möchten sie, dass sie nach dem Tod des zweiten Ehepartners die Kinder Erben werden, so müssen sie dieses ausdrücklich im Testament festhalten (siehe Beispiel 2)
 
Testament.
Hiermit erkläre ich, Hans Blödmeier, geboren am 12. 11. 1946, meine Ehefrau Elfriede Blödmeier zu meiner Alleinerbin.
Ort, Datum, Unterschrift, Hans Blödmeier
 

Beispiel 2 - Gemeinschaftliches Testament mit gegenseitiger Erbeinsetzung

Denken sie daran, dass bei dieser Aussage die Kinder automatisch enterbt werden und nur ihr Pflichtteil bekommen. Sollten Kinder vorhanden sein, die sie nicht enterben wollen, aber ihren Erbanteil erst nach dem Tod des zweiten Ehegatten bekommen sollen, dann wäre es sinnvoller, wenn sie noch zusätzlich hinzufügen, dass der Überlebende Vorerbe wird und die Kinder nach dem Tod des zweiten Ehepartners Nacherben werden.
 
Testament:
Wir, die Eheleute Lothar Kurz und Marianne Kurz geborene Lang, setzen uns gegenseitig, und zwar der Erstversterbenden den Längstlebenden von uns, zu alleinigen und uneingeschränkten Erben ein.
Heilbronn, Datum
Lothar Kurz; Marianne Kurz geborene Lang
 

Beispiel 3 - Gemeinschaftliches Testament 

 
Hier kann der Überlebende nicht beliebig mit dem Nachlass verfahren. Diese Lösung verhindert auch, dass der Überlebende das Familienerbe aufzehrt.
 
Testament:
Wir, Hans Schuster und Erika Schuster geborene Sohle, setzen uns gegenseitig zu Erben unseres gesamten Nachlasses ein.
Die Kinder erben den Nachlass des zuletzt verstorbenen Elternteils und erhalten das Vermögen des zuerst gestorbenen Teils der Eltern.
Sobald der Überlebende wieder heiratet oder erneut Nachkommen hat, werden die Kinder aus erster Ehe Erben.
Buxtehude, Datum
Unterschrift: Hans Schuster; Erika Schuster geborene Sohle
 

Beispiel 4 - Gemeinschaftliches Testament

Hier kann der Überlebende mit dem gesamten Nachlass machen was er will. Die Kinder als Schlusserben bekommen nach dem Tod des zweiten Ehegatten, das, was noch übrig ist. Der Vorteil hierbei ist der, dass der Überlebende kein eigenes Testament nach seinem Gutdünken schreiben darf.
 
Testament:
Wir, Hans Schuster und Erika Schuster geborene Sohle, setzen uns gegenseitig als Erben unseres gesamten Nachlasses ein.
Der Überlebende ist Vollerbe. Die Kinder werden Schlusserben.
Hamburg, Datum
Hans Schuster; Erika Schuster geborene Sohle
 
Hinweis: Möchten Sie aber, dass die Kinder auch noch etwas vom Vermögen erhalten sollen, so brauchen Sie nur das Wort „Vollerbe“ in „Vorerbe“zu tauschen
 

Beispiel 5 - Gemeinschaftliches Testament

Durch diese Klausel wird verhindert, dass das Kind, welches den Pflichtteil erhalten hat, im zweiten Erbgang wie alle anderen auch erben.
 
Testament:
Wir, Hans Schuster, geboren am 30. Mai 1973, und Erika Schuster, geborene Sohle, geboren am 29. 02. 75, setzen uns gegenseitig als Vorerben ein.
Verlangt nach dem Erbfall ein Kind den Pflichtteil, dann ist es nach dem Tod des anderen Ehegatten gleichfalls auf den Pflichtteil gesetzt.
Hamburg, Datum
Hans Schuster; Erika Schuster
 

Beispiel 6 - Einsetzen mehrerer Erben mit Teilungsanordnung 

Testament:
Zu meinen Erben setze ich, Gustav Gans, meine Kinder ein.
Als Teilungsanordnung bestimme ich, dass in Anrechnung auf ihre Erbteile erhalten: Sohn Alfred das Tafelsilber, Tochter Edeltraud den gesamten Schmuck und Anton den Computer mit Zubehör.
Die Erben können einvernehmlich auch eine andere Verteilung der Gegenstände vornehmen.
Buxtehude, Datum
Gustav Gans
 

Beispiel 7 - Einsetzung mehrerer Erben mit Ersatzerbfolge 

Testament:
Ich, Gerhard Müller, setze als Erben ein:
a) meine Schwester Gerlinde Oberweite in Engter zu 1/2;
b) meinen Neffen Franz Timmermann in Bramsche zu 1/4;
c) meine Nichte Waltraud Meier in Bramsche zu 1/4.
Wenn einer der eingesetzten Erben den Erbfall nicht erleben oder aus anderen Gründen als Erbe wegfallen sollte, sind die Ersatzerben dessen Abkömmlinge nach Stämmen. Sind solche nicht vorhanden, wächst der betreffende Erbteil den übrigen Erben nach dem Verhältnis ihrer Erbteile an.
Quakenbrück, Datum, Gerhard Müller
 

Beispiel 8 - Nacherbe

Das Vermögen vom Karl bleibt jetzt erst bei dem Ehepartner. Sie ist ferner verpflichtet, dieses Vermögen zu erhalten. Nach dem Tod des zweiten Ehepartners Erben die Kinder zu gleichen Teilen.
 
Testament!
Ich, Karl Witziger, setze meine Ehegattin als Erbin ein. Meine Kinder sollen Nacherben werden.
Osnabrück, Datum, Karl Witziger
 
 

Die gesetzliche Erbfolge in Thailand

 
Wir wissen, dass das thailändische Erbrecht keinen Pflichtteilsanspruch vorsieht, wie beim deutschen Erbrecht. Der Thailänder ist bei seiner Entscheidung, wem er seinen Nachlass vererben will, frei. Er kann also nur einem Kind den ganzen Nachlass vererben oder den Nachlass aufteilen, ganz wie er möchte. Dieses geschieht durch ein Testament.
 
Liegt kein Testament vor, denn tritt die gesetzliche Erbfolge in kraft, die etwas anders gestaffelt ist als bei uns in Deutschland. Ferner ist auch der Wohnsitz von Bedeutung. Hält sich der deutsche Ehegatte überwiegend in Thailand auf, so tritt das thailändische Erbrecht ein, auch wenn er in Deutschland geheiratet hat. Liegt ein vor der Ehe registrierter Ehevertrag vor (denn nur der ist gültig), erfolgt nach dem Inhalt des Ehevertrages die Verteilung des Nachlasses. Liegt kein Ehevertrag vor, so bekommt der überlebende Ehegatte die Hälfte des angesammelten Vermögens, und die andere Hälfte fällt in den Nachlass.
 
Der Nachlass, also die andere Hälfte des angesammelten Gesamtvermögens wird aufgeteilt: Erben sind in der ersten Ordnung die Kinder, in der zweiten Ordnung die Eltern des Erblassers, in der dritten Ordnung die Geschwister des Erblassers, in der vierten Ordnung die Halbgeschwister, in der fünften Ordnung die Großeltern des Erblassers und in der sechsten Ordnung die Tanten und Onkels.
 
Ehegatten erben also wie folgt: Neben Abkömmlinge zu gleichen Teilen, Eltern und Vollgeschwister die Hälfte der Erbschaft, neben Erben der Klassen 4 (Halbgeschwister) 5 (Großeltern) 6 (Onkel und Tanten).
 
Anmerkung: Hat der überlebende Ehegatte (z.B. der Farang) ein Haus vor der Eheschließung bauen lassen und bei der Eintragung ins Grundbuchamt wurde nur der Name der Verlobten registriert, so zählt dieses Haus mit Grundstück nicht zum Gesamtvermögen, sondern zum persönlichen Vermögen. Alle Vermögensgegenstände, welche vor der Ehe erworben wurden, bleiben im Eigentum des jeweiligen Ehepartners. Sind keine leiblichen Kinder des Überlebenden vorhanden, so erbt der Familienclan der verstorbenen dieses Haus mit Grundstück aber dem überlebenden Ehegatten steht hiervon auch ein Pflichtteil zu.
 
Höhe der Erbanteile
Wenn beide Elternteile des Erblassers noch leben und er selbst hatte 2 Kinder, so verteilt sich der Nachlass auf fünf gleichen Teilen (Ehegatte, 2 Kinder und die Eltern des Erblassers).
Bei ebenfalls zwei Kindern und nur einem lebenden Elternteil, verteilt sich der Nachlass durch vier, nämlich der Ehegatte, die 2 Kinder und ein Elternteil. Sind die Eltern bereits verstorben, so wird der Nachlass gleichmäßig zwischen den überlebenden Ehegatten und den beiden Abkömmlingen aufgeteilt. Sind die Eltern des Erblassers bereits verstorben und der Erblasser hat keine Kinder, so erhält der überlebende Ehegatte neben den Geschwistern grundsätzlich die Hälfte des Nachlasses. Sind auch keine Geschwister da, so erbt der überlebende Ehegatte ¾ des Nachlasses. Das andere Viertel wird in der Reihenfolge der Ordnungen verteilt.
Sollte man mit dieser gesetzlichen Erbfolge nicht einverstanden sein, so kann ein handgeschriebenes gemeinschaftliches oder eigenhändiges Testament, was man zur Sicherheit registrieren lassen sollte, für Abhilfe sorgen. Um Komplikationen und Einsprüche Seitens der Verwandtschaft auszuschließen, wird unbedingt eine Eintragung beim Amphoe empfohlen.
 
 
 
 
Ein Rentner fragte an
 
Situation:
Herr A lebt als Rentner in Thailand von seiner Altersrente. Das thailändische Vermögen besteht aus einer Immobilie (auf Company-Basis), einem Pkw, einem Motorrad, dem Hausrat und einem Bankkonto. In Deutschland hat er nur ein Bankkonto.
Herr A hat eine leibliche Tochter, die zurzeit in Österreich wohnt.
 
Herr A möchte als Erblasser ein eigenhändiges Testament (auch „Verfügung von Todes wegen“ genannt) errichten und seine thailändische Lebensgefährtin dort als Alleinerbin für das befindliche Bankguthaben in Deutschland und in Thailand einsetzen. Die leibliche Tochter ist gut versorgt und soll daher nicht begünstigt werden und nach Möglichkeit soll sie von der Erbschaft ausgeschlossen werden.
 
Bedeutung
Herr A und seine leibliche Tochter sind Deutsche. Da Herr A seinen gewöhnlichen Aufenthalt (Wohnsitz) in Thailand hat, fällt für das Vermögen in Deutschland generell keine Erbschaftssteuer an, weil keine Nachlassgegenstände sich in Deutschland befinden, auch dann nicht, wenn die Erben in Deutschland wohnen sollten.
Die so genannte Enterbung der Tochter ist nur möglich, wenn Herr A seine thailändische Lebensgefährtin als Alleinerbin seines ganzen Nachlasses bestimmt und ausdrücklich im Testament aufnimmt, dass das thailändische Erbrecht bestimmt wird.
 
Bei Immobilien handelt es sich in Thailand wie auch in Deutschland um „nichtbewegliches Vermögen“. Hier finden die Bestimmungen aufgrund des Wohnsitzstaates keine Anwendung.
 
Nach thailändischen sowie auch dem deutschen internationalen Erbrecht ist der Standort der Immobilie entscheidend.
 
Um den Wunsch des Erblassers nachzukommen, ist hier im Testament thailändisches Erbrecht zu bestimmen, dies gilt dann auch für das Bankguthaben in Deutschland. 
 
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, wie man zu sagen pflegt.
Herr A hat die Tochter der Lebensgefährtin sehr lieb gewonnen und möchte sicher gehen, dass bei einem eventuellen Unglücksfall die Tochter der Lebensgefährtin hier erben soll.
 
Es gibt nichts, was man nicht mit einem Testament klären kann. Der Erblasser muss es nur genau ausdrücken, was er möchte. So kann der Erblasser sagen, der Nacherbenfall solle eintreten, wenn der Vorerbe gestorben ist oder wenn sonst ein bestimmtes Ereignis eintritt.
 
Hinweis: Güterstand und Erbrecht können verschiedenen Rechtsordnungen unterliegen. Jeder einzelne Erbrechtsfall ist daher einzeln zu behandeln. Bei unbeweglichen Nachlass in Thailand gilt thailändisches Erbrecht. Um auch den beweglichen Nachlass (Bankkonten etc.) dem thailändischen Erbrecht zu unterstellen sollte der ausländische Erblasser hinzufügen, dass thailändisches Erbrecht angeordnet wird. Damit kann sichergestellt werden, dass der sich in Thailand befindliche Nachlass, wozu auch das in Deutschland sich befindliche Bankguthaben gehört, im Sinne des Erblassers vererbt wird.
 
Das Testament sollte somit wie folgt verfasst werden:
 
Testament!
Ich, Fritz Adelbert, geboren am 10.11.1946, erkläre hiermit meinen letzten Willen:
Ich unterstelle mein Testament für das Vermögen in Thailand dem thailändischen Erbrecht aufgrund meines Wohnsitzes hier in Thailand.
Ich setze meine Lebensgefährtin Anusara Gung, geboren am 11.11.68, zurzeit wohnhaft in ...(genaue Anschrift mit Postleitzahl etc.) zu meiner Alleinerbin für meinen Nachlass in Thailand ein, mit der Maßgabe, dass mit ihrem Tod die Tochter (hier Vorname und Zuname eintragen) meiner Lebensgefährtin Nacherbin sein soll.
Dazu gehört auch dass in Deutschland befindliche Bankguthaben bei der SEB Bank in 49074 Osnabrück, Kollegienwall 28.
Unterschrift mit Vor- und Zunamen, Datum und Ortsangabe nicht vergessen
 
 
Anmerkung: Denken Sie auch daran, dass alles handschriftlich geschrieben werden muss, selbst das Datum.
 
Ich würde dieses Testament noch in Thai übersetzen lassen.
 
 
Ein weiterer Rentner fragte an
 
Situation:
Wie beim Rentner A bezüglich des Vermögens in Thailand.
 
In Deutschland hat er ein Bankguthaben und bei einer anderen Bank ein Festgeldkonto.
Er hat 2 leibliche Kinder in Deutschland. Möchte das Bankguthaben und das Festgeldkonto seinen Kindern vererben.
 
Bedeutung (siehe auch oben unter Herrn A)
RB und seine beiden leiblichen Kinder sind Deutsche. Da RB seinen Wohnsitz  in Thailand hat, fällt für das Vermögen in Deutschland generell keine Erbschaftssteuer an, auch dann nicht, wenn die Erben in Deutschland wohnen sollten. Auch hier muss der Erblasser (RB) seine Lebensgefährtin wie beim Rentner Herrn A als Alleinerbin einsetzen und thailändisches Erbrecht bestimmen.
 
Wie bereits erwähnt gibt es nichts, was man nicht mit einem Testament klären kann. Der Erblasser muss es nur genau ausdrücken, was er möchte.
 

Das Testament sollte wie folgt verfasst werden: 

 

 
Eigenhändiges, handgeschriebenes Testament
 
Wie es auszusehen hat, ist weiter oben schon beschrieben worden. Bleiben wir beim Kondominium, was der Erblasser seinem Bruder vererben will.
 

Das Testament sollte wie folgt verfasst werden:

Testament!
Ich, Anton Nörgler, geboren am 10.11.1946, erkläre hiermit meinen letzten Willen:
Ich unterstelle mein Testament für das Vermögen in Thailand dem thailändischen Erbrecht aufgrund meines Wohnsitzes hier in Thailand.
Ich setze meinen Bruder Gustav Nörgler, geboren am 11.11.1954, zurzeit wohnhaft in ...(genaue Anschrift mit Postleitzahl etc.) zu meinem Alleinerben für mein Kondominium in Pattaya (genaue Bezeichnung des Standortes und Registriernummer etc. mit angeben) ein.
Unterschrift mit Vor- und Zunamen, Datum und Ortsangabe nicht vergessen
 
Anmerkung:  Dieses Testament kostet nichts und kann beim Bruder in Deutschland hinterlegt werden.. Tritt der Erbfall ein, so schickt er eine Kopie zur deutschen Botschaft.
 
Eine andere Variante bezüglich einer Immobilie:
Jetzt nehmen wir aber an, dass der Erblasser mit einer Thai verheiratet ist und die Immobilie in der Ehezeit gekauft wurde, so besteht der Nachlass des Deutschen nur aus 50%, denn die andere Hälfte steht der Ehegattin aufgrund des Güterstands der Gütergemeinschaft zu.
 
Möchte man diese Hälfte seiner Göttergattin vererben, so muss man auch thailändisches Erbrecht im Testament anordnen und sie als Alleinerbin für den Nachlass bestimmen.
 
 

Kommen wir zum „öffentlichen Testament“

 
 Das öffentliche Testament wird in Deutschland zur Niederschrift beim Notar errichtet. Der Erblasser kann das tun, indem er entweder seinen letzten Willen mündlich erklärt oder er übergibt ein Schriftstück, offen oder geschlossen. Der Vorteil des notariellen Testaments gegenüber dem handschriftlichen ist, dass es nach dem Tod des Erblassers nicht vernichtet werden kann. Und kaum jemand wird die Echtheit eines öffentlichen Testaments in Zweifel ziehen.
 
Die Konsularbeamten sind gemäß KonsularG befugt, vor ihnen abgegebene Willenserklärungen zu beurkunden. Die von einem Konsularbeamten aufgenommenen Urkunden stehen den von einem inländischen Notar aufgenommenen gleich. Urkunden können auf Verlangen auch in einer anderen als der deutschen Sprache errichtet werden.
 
Besonderheiten für Verfügungen von Todes wegen (Testament)
Für die besondere amtliche Verwahrung ist das Amtsgericht Schöneberg in Berlin zuständig. Der Erblasser kann jederzeit die Verwahrung bei einem anderen Amtsgericht verlangen.
 
Stirbt der Erblasser, bevor das Testament oder der Erbvertrag an das Amtsgericht abgesandt ist, oder wird eine solche Verfügung nach dem Tode des Erblassers beim Konsularbeamten abgeliefert, so kann dieser die Eröffnung vornehmen.
 
Hinweis:
Der Text für das öffentliche Testament kann vom handschriftlichen Testament übernommen werden.
 
Im thailändischen Erbrecht kennen wir auch das handgeschriebene Testament. Es muss nicht registriert werden. Ebenso können Sie beim Amphoe das so genannte öffentliche Testament zur Niederschrift errichten.
 
Besser ist es immer, das Testament beim zuständigen Amphoe registrieren zu lassen, denn die Kosten für die Registrierung sind gering. Soweit mir bekannt ist, bekommt die Thailänderin die Zweitausfertigung ausgehändigt.
 
Ein registriertes Testament verliert nur dann seine Gültigkeit
 
a) wenn ein neues Testament registriert werden soll oder
 
b) wenn im Erbfall ein anderes Testament auftaucht, was zu einem späteren
     Zeitpunkt geschrieben wurde.
 
Im Todesfall muss eine Sterbeurkunde gemeinsam mit dem Testament bei dem thailändischen Nachlassgericht eingereicht werden, um den Erbschein zu beantragen. Wartezeit ungefähr zwei Monate. Nach Vorlage des Erbscheins kann man auf das Bankkonto des Erblassers zugreifen.
 
Anmerkung:
Die eigenhändige letztwillige Verfügung ist vom Erblasser von Anfang bis zu Ende mit Einschluss der Angabe von Ort, Jahr, Monat und Tag der Errichtung von Hand niederzuschreiben sowie mit seiner Unterschrift zu versehen. Diese Verfügung kann offen oder verschlossen zu Hause aufbewahrt werden oder einer Amtsstelle übergeben werden.
 
Eröffnung der letztwilligen Verfügung
Findet sich beim Tode des Erblassers eine letztwillige Verfügung vor, so ist sie der Behörde (bei Wohnsitz in Thailand, also der Botschaft) unverweilt auszuliefern. Jedermann, der eine Verfügung in Verwahrung genommen oder unter den Sachen des Erblassers vorgefunden hat, ist bei persönlicher Verantwortlichkeit verbunden, dieser Pflicht nachzukommen, sobald er vom Tode des Erblassers Kenntnis erhalten hat.
 
Die Verfügung des Erblassers muss binnen Monatsfrist nach der Einlieferung von der zuständigen Behörde eröffnet werden.
 
 
Bankvollmacht
Wer die Formalien erledigt, die nach einem Todesfall bewältigt werden müssen, ist im Grunde gleichgültig. Die Person muss nur dazu berechtigt sein. Deshalb macht es Sinn, für diesen Augenblick vorgesorgt zu haben. Sehr dienlich sind Bankvollmachten entweder „über den Tod hinaus“ oder „für den Todesfall“. Bankvollmachten gelten in der Regel noch nach dem Tod. Man kann solche Vollmacht über den Tod hinaus erklären. Bei den Banken liegen entsprechende Formulare, die Sie anfordern können.
 
Hinweis: Schauen Sie unter im Menü, dort unter "Nachlassangelegenheiten".
 
 
Vollmacht
Hiermit erteile ich, Alfred Sänger, geb. am 02. Mai 1944, meinen Kindern Birte und Paul gemeinsam die Vollmacht. Dies gilt hinsichtlich aller Konten, Sparbücher und Depots im In- und Ausland bei allen Sparkassen, Banken oder sonstigen Geldinstituten, mit denen ich in Geschäftsverbindung stehe. Die Vollmacht berechtigt nicht zur Aufnahme von Krediten und Überziehung von Konten. Die Vollmacht wird – auch im Verhältnis – erst mit meinem Tod wirksam. Sie gilt daher nur in Zusammenhang mit einer auf mich lautenden Sterbeurkunde. Die Bevollmächtigten sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Vollmacht darf nicht übertragen werden. Die Erteilung von Untervollmachten ist nicht zu lässig. Die Vollmacht ist von mir jederzeit widerrufbar.
Phuket, den 30. Juli 2008, Alfred Sänger
 
 
Verfügung zur Totensorge
Hiermit verfüge ich, Richard Gans, geboren am ………., dass nach meinem Tode die Totensorge nicht von meinen Angehörigen, sondern von meiner Lebensgefährtin Nok Gung (Wohnort und Anschrift noch angeben) wahrgenommen werden. Sie ist von mir beauftragt und berechtigt, den Ort, die Art, die Gestaltung der Beerdigung und der Trauerfeier zu regeln.
Unterschrift mit Vor- und Zunamen (diese Verfügung muss nicht handschriftlich geschrieben werden)
 
Patientenverfügung
Hiermit verfüge ich, Gustav Gans, geboren am 23.11.1941:
Im Falle einer lebensbedrohlichen Erkrankung und der Möglichkeit, dass ich Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann, sollen mit
 
Frau Anneliese Sumpfhuhn, Wiesenstrasse 18 in 80479 München,
 
die anstehenden medizinischen Fragen erörtert werden. Frau Sumpfhuhn soll in jeglicher Hinsicht als nächster Angehöriger betrachtet werden. Verwandte dürfen nur mit Zustimmung von Frau Sumpfhuhn hinzugezogen werden. Bei Unstimmigkeiten gilt die Entscheidung von Frau Sumpfhuhn.
Für mich selbst wünsche ich keine lebensverlängernden Maßnahmen, wenn nicht die Aussicht besteht, dass ich über den weiteren Fortgang der Behandlung wieder selbst entscheiden kann. Sind unumkehrbare neurologische Ausfälle eingetreten, wünsche ich keine lebensverlängernden Maßnahmen. Ich wünsche eine konsequente Schmerztherapie, auch wenn sie süchtig machen und lebensverkürzend wirken kann.
Die behandelten Ärzte und das Pflegepersonal sind gegenüber Frau Sumpfhuhn von der Schweigepflicht entbunden.
 
Datum, Anschrift (oder Ort) und Unterschrift
 
 HINWEIS: Ich möchte darauf hinweisen, dass ich hier nur einen Auszug aus dem Erbrecht behandelt habe. Für spezielle Fragen ist es immer sinnvoll, einen Fachmann anzusprechen.
 
 Manfred unter Tango
 
 
  
 
 
 
 


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