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Rund um die Sterbevorsorge

Maßnahmen zur Sterbevorsorge und Nachlassregelung

Möchten Sie etwas über Vorsorgevollmacht und einer Betreuungsverfügung wissen, dann sollten Sie den ganz unten angegebenen Link anklicken.

Wir sollten uns selbst in die Pflicht nehmen bezüglich der Sterbevorsorge. Man kann nicht einfach in den Tag hineinleben und die Verantwortung anderen aufbürden, die sich dann durch die vielen angesammelten Unterlagen durchbeißen und zurechtfinden müssen, wenn der Tag X eintritt. 

Wir können doch alle noch zu Lebzeiten vieles aus den vorhandenen Ordnern an Schriftstücken aussortieren, sodass nur noch die wichtigsten Schriftstücke übrig bleiben.

Die Hinterbliebenen werden Ihnen dankbar sein, wenn sie Hinweise für so manche Abwicklung von Vorgängen bekommen, die nach dem Ableben zu bewältigen sind.

Auch für die damit beauftragten Institutionen ist es sicherlich einfacher, wenn entsprechende Ansprechstellen genannt werden, um zu erfahren, was der Erblasser möchte oder angeordnet hat und welche Schriftstücke im Einzelnen existieren.

 

Allgemeines

Ob man nun mit einer Thailänderin verheiratet ist oder mit einem anderen Lebenspartner  oder mit einer Lebensgefährtin zusammenlebt, oder ob man allein stehend ist,  immer ist es gut, wenn man sich eine Vertrauensperson aussucht, an die man sich im Fall X dann im Bedarfsfall wenden kann, um eventuell bereits vorgegebene  Schritte einleiten zu können.

Es gibt einige Formalitäten, die nach dem Tod zu erledigen sind.

Da ist es gut, wenn man eine vorbereitete Liste bereits vorliegen hat, was alles zu tun ist und wenn man weiß, wo sich die entsprechende Schriftstücke / Unterlagen befinden.

Zweckmäßig ist es auch, wenn man sich bei der Botschaft zu Lebzeiten angemeldet hat.  Anmeldeformulare sind bei den Botschaften und Konsulaten kostenlos erhältlich.

Des Weiteren sollten wenigstens eine Vertrauensperson oder Kontaktperson in ihrem Heimatland (in der Regel sind es die Kinder) und hier in Thailand namentlich mit Adressenangabe und Telefon dort aufgeführt werden.


Setzen Sie ein formloses Schreiben auf, mit den einzelnen und wichtigen Punkten, die zu veranlassen sind.

Ihr Schreiben sollte zumindest folgendes beinhalten: 

Name, ggf. Geburtsname; Vorname; Geburtsdatum; Geburtsort; Reisepassnummer und /oder ID-Card-Nummer; jetziger Wohnort in Thailand mit genauer Adressenangabe und Telefon; Adressen und Namen der Kontaktpersonen in Deutschland und in Thailand.

Anmerkung: Führen Sie selbst noch Punkte dazu, die wichtig sein könnten.


Geben Sie bitte an, ob Sie hier in Thailand verbrannt werden möchten oder ob Sie vielleicht ins Heimatland überführt werden möchten.


Die Kontaktperson, die Sie wählen, sollte auch genau über die finanziellen Dinge unterrichtet sein, denn wer stirbt, verursacht unbeabsichtigt auch Kosten.

Eine Möglichkeit wäre bei Alleinstehenden, dass für die Kontaktperson hier in Thailand ein extra Sparbuch mit Vollmacht und mit einem entsprechenden Betrag versehen, ausgestellt wird, um die anfallenden Kosten zu begleichen. Das Sparbuch deponieren Sie bei sich so, dass es die Kontaktperson finden kann. Dieses Schreiben können sie auch im so genannten „Vorsorgeordner“ deponieren oder ihrer Vertrauensperson aushändigen.

Sicherlich ist es auch von Bedeutung, was mit ihren persönlichen Sachen und den Hausrat passieren soll, auch hier wäre eine Klärung vorab wünschenswert.


Sollte nennenswertes Vermögen vorhanden sein, so sollte man unbedingt in einem handschriftlichen Testament niederschreiben, wer was erben soll oder wem ein Vermächtnis vermacht wird.


Bedenken Sie dabei, dass es Erbsachen und andere Dinge geben kann, die es nicht nur in Thailand, sondern auch im Heimatland vielleicht zu regeln gibt.

Haben Sie den Wohnsitz in Thailand, so können Sie für das Vermögen (Ihren Nachlass) in Thailand, thailändisches Erbrecht in einem handschriftlichen Testament festlegen / bestimmen und für das Vermögen im Heimatland, dass dortige entsprechende Erbrecht bestimmen.

 

Schauen Sie sich auf meiner Webseite weitere Beiträge bezüglich „Erben und Vererben“ an, dort können Sie Einzelheiten erfahren.

Es ist verhältnismäßig einfach, zumindest die wichtigen Dinge in einem Testament festzulegen, sodass es später keine Meinungsverschiedenheiten bei den Hinterbliebenen gibt.

 

Fertigen Sie eine Übersicht über die vorhandenen Vermögenswerte und der noch offenen Verpflichtungen an. Sie sollten zu jedem einzelnen Posten (Vermögenswert) aufschreiben, wo es sich befindet und welche Unterlagen es dazu gibt.

 

Beispiel der Vermögenswerte:

Grundstücke oder/und Eigentumswohnungen,

Aktien und sonstige Wertpapiere

Konten in Thailand und / oder Deutschland, bei welcher Bank. Wurde Geld angelegt?

Lebensversicherungen, Unfallversicherung,

Krankenversicherung,

Bausparverträge,

wertvolle Kunstgegenstände, Schmuck, Hausrat, Sammlungen, Bücher,

PKW, Motorrad etc.

 

Zu den Formalitäten (Vorsorgeordner):

Um eine schnelle Abwicklung des formellen Teils im Sterbefall herbeizuführen, sollte eine Akte mit einem „Inhaltsverzeichnis“ angelegt werden.  

 

Was muss ich veranlassen im Todesfall?

Der Totenschein ein wichtiges Dokument

Der Tod eines Menschen ist durch einen Arzt schriftlich zu bestätigen, dabei vermerkt der Arzt Uhrzeit, Todeseintritt und die medizinische Todesursache.

Ist Ihr Angehöriger zuhause gestorben, dann sollten Sie zu allererst einen Arzt verständigen. Er stellt den Totenschein aus. Der Totenschein wird benötigt um später bei der zuständigen Amtsbehörde eine Sterbeurkunde beantragen zu können. Die Sterbeurkunde benötigen Sie für manche Behördengänge. Ist Ihr Angehöriger im Krankenhaus gestorben, dann stellt der Arzt im Krankenhaus den Totenschein aus.

Achtung! Falls verheiratet, sollte unbedingt die überlebende Ehegattin diese Todesanzeige aufgeben, sodass ihr Name und im Feld Nr. 5.4 der thailändischen Sterbeurkunde (Verhältnis zum Verstorbenen) das Wort „Ehefrau“ eingetragen wird.

Anmerkung: Gibt die Ehegattin nicht die Todesanzeige auf, so muss bei der Beantragung der Witwenrente im Nachhinein (siehe Vordruck R 500 Antrag auf Hinterbliebenenrente) eine Heiratsurkunde nach dem Tod zusätzlich vom Amphoe ausgestellt werden. Denn, aus der Sterbeurkunde ergibt sich dann, dass die Witwe zum Zeitpunkt des Todes zusammen mit dem Erblasser in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat.

Es wird auch nach den Namen der Eltern des Verstorbenen gefragt. Hier macht es Sinn, wenn der Ehegattin die Namen bekannt sind.

Die thailändische Sterbeurkunde muss ins Deutsche übersetzt werden.

Das deutsche Honorarkonsulat in Chiang Mai kann die Sterbeurkunde zur deutschen Botschaft zwecks Übersetzung schicken.

Bei Abholung der übersetzten Sterbeurkunde beim Konsulat, kann die Witwe ihre ID-Card beglaubigen lassen und beglaubigte Abschriften von der ID-Card anfertigen lassen.

Verteiler:

Je Bank eine beglaubigte Ausfertigung der übersetzten Sterbeurkunde und eine Kopie an den Arbeitgeber bzw. der Rentenstelle.

Je eine Abschrift der ID-Card an den Arbeitgeber bzw. Rentenstelle.

Vom Honorarkonsulat oder der Botschaft  Kopien des Testaments beglaubigen lassen.

Je eine beglaubigte Kopie vom Testament für die Geldinstitute.

Die Ortspolizei muss benachrichtigt werden!

Gibt es eine Verfügung zur Totensorge? (Ja, nein) Wenn ja, siehe Vorsorgeordner

 

Hier ein Muster

Verfügung zur Totensorge

Hiermit verfüge ich, Fritz Adelbert, geboren am 10.11.1946:

Nach meinem Tode soll die Totensorge nicht von meinen Angehörigen, sondern von Frau Anusara Gung, geboren am 11.11.1968 zurzeit wohnhaft in …(Anschrift), wahrgenommen werden.
Sie ist von mir beauftragt und berechtigt, den Ort, die Art, die Gestaltung der Beerdigung und der Trauerfeier zu regeln.

(Unterschrift, Vor- und Zuname) und Ortsangabe und Datum

Anmerkung:
Diese Verfügung muss nicht handgeschrieben werden.
Falls der Verstorbene verheiratet war, setzt er natürlich seine thailändische Ehegattin dort ein, ganz wie der Erblasser es zu Lebzeiten festlegen möchte.

Gibt es eine Patientenverfügung? (Ja, nein) Wenn ja, siehe Vorsorgeordner

Auch in Thailand kennt man die Patientenverfügung.
Mit Wirkung vom 20. März 2007 hat der neu geschaffene Paragraf 12 Absatz 1 des National Health Act die Grundlage dafür geschaffen, dass ein Mensch eine schriftliche Erklärung abgeben kann, in welcher dieser anordnet, dass keine lebensverlängernden Maßnahmen zu unternehmen sind.
Mit dieser Verfügung haben die Ärzte die Möglichkeit sich an eine bestimmte Person zu wenden, falls der Patient selbst nicht in der Lage ist, hier eine Anordnung zu geben.

Im Grunde würde eine Übersetzung in Englisch völlig ausreichen. Besser wäre es, sie auch in Thailändisch übersetzen zu lassen.

Hier ein Muster


Patientenverfügung

Hiermit verfüge ich, Gustav Gans, geboren am 23.11.1941:

Im Falle einer lebensbedrohlichen Erkrankung und der Möglichkeit, dass ich Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann, sollen mit Frau Anneliese Sumpfhuhn, Wiesenstraße 18 in 80479 München, die anstehenden medizinischen Fragen erörtert werden. Frau Sumpfhuhn soll in jeglicher Hinsicht als nächster Angehöriger betrachtet werden.

Verwandte dürfen nur mit Zustimmung von Frau Sumpfhuhn hinzugezogen werden. Bei Unstimmigkeiten gilt die Entscheidung von Frau Sumpfhuhn. Für mich selbst wünsche ich keine lebensverlängernden Maßnahmen, wenn nicht die Aussicht besteht, dass ich über den weiteren Fortgang der Behandlung wieder selbst entscheiden kann.
Sind unumkehrbare neurologische Ausfälle eingetreten, wünsche ich keine lebensverlängernden Maßnahmen. Ich wünsche eine konsequente Schmerztherapie, auch wenn sie süchtig machen und lebensverkürzend wirken kann. Die behandelten Ärzte und das Pflegepersonal sind gegenüber Frau Sumpfhuhn von der Schweigepflicht entbunden.

Datum, Anschrift (oder Ort) und Unterschrift

Anmerkung: Auch hier gilt wieder, dass Sie auch die Ehegattin benennen können. Dieses würde Sinn machen, wenn der Erblasser zusammen mit seiner überlebenden Ehegattin in Thailand wohnen würde.

 

Benachrichtigen von Angehörigen (Eltern, Geschwistern Freunde etc.):
Name, Anschrift und Tel. der Personen, die benachrichtigt werden sollen, hier aufführen.

Wo befindet sich der Reisepass?

Wichtige Postanschriften und Telefonnummern

Deutsche Botschaft in Bangkok, Postanschrift und Telefonnummer notieren.
Versicherungen (Lebens-, Unfall-, Krankenversicherung, Haus, Auto, Motorrad etc.). Wo befinden sich die Unterlagen?

Lebensversicherung: Welche Person wurde begünstigt?

Organspende (Name, Tel. und Anschrift der Klinik):

Beerdigungsinstitut:

 

Nachlassangelegenheiten

Testament (vorhanden ja / nein), wenn ja, wo hinterlegt / registriert?

Gibt es einen Erbvertrag, einen Ehevertrag? Wenn ja, wo wurden sie hinterlegt?

Hat der Erblasser ein Testament hinterlassen, so müsste dieses Testament ins Thailändische übersetzt werden, falls ein thailändischer Erbschein notwendig wird.

Notwendig wird es, wenn der Verstorbene (Erblasser) nur ein alleiniges Bankkonto in Thailand hat, um sein Jahresaufenthalt (Visum) zu verlängern.

Die thailändische Bank verlangt dann einen thailändischen Erschein von der überlebenden Ehegattin, wenn sie als Erbin eingesetzt wurde oder von dem Erben, dem dieses Bankkonto vererbt wurde.

Welcher Personenkreis benötigt eine Sterbeurkunde in Kopie oder im Original mit Beglaubigungsvermerk?

Bankverbindungen (welche Bankkonten wurden in Deutschland und Thailand eingerichtet und welcher Personenkreis hat Vollmachten):
Bestehen Einzugsermächtigungen oder Daueraufträge bei der Bank, die zu kündigen sind (zum Beispiel: Einzugsermächtigung bei der Krankenkasse, Mitgliedschaften in Sportvereinen oder Klubs etc.)?

In Thailand :

Im Heimatland:

Persönliche Wertgegenstände, sofern sie nicht Testamentarisch festgelegt wurden (welche Wertgegenstände, die zum persönlichen Vermögen des Verstorbenen gehören, soll wer ausgehändigt bekommen?):

Anmerkung:
 Bitte hier eine genaue Bezeichnung angeben, wie z. B. meine Armbanduhr oder Märklineisenbahn oder meine Bücher oder Briefmarkensammlung etc. sollen an ……… vermacht und ausgehändigt werden.
Es macht Sinn, wenn zu Lebzeiten bei der Bank eine Vollmacht hinterlegt wird, die auch über den Tod hinaus gültig ist. Ein Hinweis, dass Bankgeschäfte getätigt werden können, sollte auch darin enthalten sein.

 Muster von Testamenten: (Mehr über Testamente siehe im Menüpunkt unter „Testamente und Verfügungen“)

Hier ein Mustertestament mit Bankguthaben 

Mein Testament!

Ich, Name und Vorname, Geburtsdatum, erkläre hiermit meinen letzten Willen.

Ich unterstelle mein Testament für meinen Nachlass in Thailand dem thailändischen Erbrecht aufgrund meines langjährigen Wohnsitzes in Thailand.

Ich setze meine Ehegattin, Name, Vorname, Geburtsdatum, zurzeit wohnhaft in (hier die genaue Anschrift eingeben) zu meiner Alleinerbin ein.

Zu diesem Nachlass zählt/zählen auch die Bankguthaben in Deutschland bei der (hier folgt der Name der Bank oder der Sparkasse, Ort und Anschrift) unter der Konto-Nr. xxxxxxx, BLZ xxxxxx.

Darüber hinaus hat meine Ehegattin die alleinige Verfügungsgewalt für dieses oder diese Bankguthaben.

Ort, Datum und mit Vor- und Zuname unterschreiben.

 

Anmerkung: Dieses handschriftliche Testament muss NICHT von 2 Zeugen unterschrieben werden und könnten Sie bei Bedarf zerreißen und wieder neu formulieren (testatieren).

Falls Sie nicht verheiratet sind oder Sie möchten eine andere Person als Erbin einsetzen, so ist dies nach dem thailändischen Erbrecht möglich.

 

Hier ein Mustertestament mit einer Bankvollmacht für den Todesfall. Dies könnte dann so lauten:

Mein Testament!

Ich, Name und Vorname, Geburtsdatum, erkläre hiermit meinen letzten Willen.

Ich unterstelle mein Testament für meinen Nachlass in Thailand dem thailändischen Erbrecht aufgrund meines langjährigen Wohnsitzes in Thailand.

Ich setze meine Ehegattin, Name, Vorname, Geburtsdatum, zurzeit wohnhaft in (hier die genaue Anschrift eingeben) zu meiner Alleinerbin ein.

Zu diesem Nachlass zählt/zählen auch die Bankguthaben in Deutschland bei der (hier folgt der Name der Bank oder der Sparkasse, Ort und Anschrift) unter der Konto-Nr. xxxxxxx, BLZ xxxxxx.

Darüber hinaus erteile ich meiner Ehegattin eine Vollmacht (postmortale Vollmacht) nur für den Todesfall.

Die Ehegattin wird bevollmächtigt, nach meinen Tod, der durch Vorlage einer amtlichen Sterbeurkunde nachzuweisen ist, über alle bei irgendeiner Stelle der Bank / Sparkasse vorhandenen Konten und Depots sowie über sonstige bei der Bank / Sparkasse aufbewahrten Sachen (Verwahrstücke) zu verfügen.

Meine bevollmächtigte Ehegattin kann über das Guthaben zu ihren eigenen Gunsten verfügen.

 Ort, Datum und mit Vor- und Zuname unterschreiben.

 

Anmerkung: Weitere Einzelheiten erfahren Sie unter dem Menüpunkt „Nachlassvollmacht“.

Ein wichtiger Hinweis bezüglich des gewöhnlichen Aufenthaltes, bezogen auf das Erbrecht, wenn kein Testament vorliegt:  Ab dem 17.08.2015 tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft. Die wichtigste inhaltliche Erneuerung darin bietet dann die Anknüpfung an den gewöhnlichen Aufenthalt an und nicht mehr an die Staatsangehörigkeit, sodass sich auch die Banken  in Deutschland  danach zu richten haben. Der deutsche Erblasser kann aber auch dann sein Heimatsrecht im Testament wählen, falls er es wünscht. Tut er dieses nicht, so gilt thailändisches Erbrecht, wenn er in Thailand seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat und dieses thailändische Erbrecht im Testament bestimmt.

Ein zweiter Hinweis sei noch erlaubt: Ein deutscher Erblasser schreibt ja sicherlich seine Verfügung des Todes wegen (Testament) in deutscher Sprache. Hat der Erblasser nun im Testament seine thailändische Ehegattin als alleinige Erbin bestimmt und es ist ein Bankguthaben in Deutschland vorhanden, so müsste die Ehegattin dieses Testament in Thai übersetzen lassen und beim thailändischen Nachlassgericht einen Erbschein beantragen.

Warum? Die deutschen Banken fordern gerne noch ein Protokoll von der Testamentseröffnung. Wäre dies der Fall, so müsste dazu ein deutsches Nachlassgericht die Testamentseröffnung durchführen, was immer mit hohen Kosten verbunden wäre. Billiger ist es, wenn ein thailändisches Gericht diese Eröffnung durchführt. Das in Thai geschriebene  Protokoll  vom Gericht müsste allerdings dann wieder übersetzt werden, sollte die deutsche Bank dieses fordern.

Sonstige nützliche Hinweise

Müssen Sie als Erbe auf Konten des Verstorbenen in Deutschland zurückgreifen, so müssen Erben bei den Banken einen Legitimationsnachweis vorlegen. Ein Legitimationsnachweis wäre zum Beispiel ein beglaubigtes Testament, eine Sterbeurkunde (in Kopie), Kopie der übersetzten Heiratsurkunde, wenn in Thailand geheiratet wurde und eine Kopie Ihrer ID-Card.

Einige Banken schreiben zum Legitimationsnachweis folgendes:


Erbnachweise

Nach dem Tode des Kunden kann die Bank zur Klärung der rechtsgeschäftlichen Berechtigung die Vorlegung eines Erbscheins, eines Testamentsvollstreckerzeugnisses oder
ähnlicher gerichtlicher Zeugnisse verlangen; fremdsprachige Urkunden sind auf Verlangen der Bank mit deutscher Übersetzung vorzulegen.

Die Bank kann auf die Vorlegung eines Erbscheins oder eines Testamentsvollstreckerzeugnisses verzichten, wenn ihr eine Ausfertigung oder eine beglaubigte Abschrift vom Testament oder Erbvertrag des Kunden sowie der Niederschrift über die zugehörige Eröffnungsverhandlung (Testamentseröffnung) vorgelegt wird.

Amts- bzw. Nachlassgericht: Das Amts- bzw. das Nachlassgericht stellt Ihnen ein Eröffnungsprotokoll aus, bei Vorlage des Testaments und der Sterbeurkunde.

Wohnte der Verstorbene in Thailand, so kann die Testamentseröffnung auch von der Botschaft (Konsulat) erfolgen, hier wird auch eine Übersetzung aus der thailändischen Sterbeurkunde ausgestellt.

Mit diesem Testamentseröffnungsprotokoll und der übersetzten Sterbeurkunde können sich die Erben bei den Banken ausweisen.
Hatte der Verstorbene mehrere Banken, so sollten Sie dies bei der Anzahl der benötigten Urkunden berücksichtigen.

Erbschein
Wenn kein Testament vorliegt, muss beim Nachlassgericht ein sogenannter Erbschein beantragt werden, was viel Zeit in Anspruch nimmt.
Daher ist es sinnvoll, wenn der Erblasser zu Lebzeiten eine Vollmacht ausstellt, die über den Tod hinaus gilt.

Der Bevollmächtigte muss nicht Erbe sein, so kann auch die Lebensgefährtin nach dem Tode über das Konto verfügen. Bedenken Sie auch, dass die Konten nicht automatisch von den Banken gesperrt werden. Die Bank führt weiterhin Aufträge aus, wenn es sich eindeutig um Nachlassverbindlichkeiten handelt.

Hinweis:
 Wenn Sie Auslandskonten haben, so verlangen die Banken einen Erbschein, der zum Beispiel in Thailand auch vom Gericht ausgestellt wird. Dies dauert sehr lange und ist gebührenpflichtig.
Bedenken Sie auch, hat keine Person Zugang zu diesen Konten, so wird dieses Konto immer von den Banken weitergeführt und die Erben könnten leer ausgehen. Hier sollte unbedingt zu Lebzeiten eine Klärung mit der Bank herbeigeführt werden.

Wertgegenstände
Wenn Sie im Testament schreiben, dass Sie dem Freund ein Gemälde schenken oder vermachen oder hinterlassen, so sollten Sie unbedingt eine genaue Beschreibung des Gemäldes angeben, sodass keine Verwechslung geschieht.

Anmerkung:

Wenn Ihnen testamentarisch etwas vermacht wird, dann sind Sie Vermächtnisnehmer, also kein Erbe. Wenn Ihnen etwas vererbt wird, so müssen Sie Erbe sein. Aber als Erbe können Sie auch Vermächtnisnehmer sein.
Bei der Formulierung im Testament sollten Sie Ihren Freunden und Bekannten, die keine Erben sind, eben etwas „vermachen“ oder „schenken“ oder „hinterlassen“.

Beispiel: Ich vermache meinem Freund Gustav Gans, geboren am …….. , zurzeit wohnhaft in (Anschrift angeben), meine komplette Münzsammlung (oder das Bild aus dem Schlafzimmer –auch hier genaue Beschreibung des Bildes- denn Bilder sind beweglich und können woanders hingehängt werden).

Hinterbliebenenrente

Alle geforderten Vordrucke sollten bereits jetzt schon ausgefüllt werden und die Anschrift der Rentenstelle angegeben werden, die die Anträge der Hinterbliebenenrente bearbeitet. 

Ihre Rente überweist der „Renten Service“ der Deutschen Post. Auch die Rentenanpassungsmitteilungen werden von dort verschickt. Ihre Rente wird am letzten Bankarbeitstag des Monats überwiesen.

Renten, die bereits vor April 2004 begonnen haben, und Hinterbliebenenrenten, die nahtlos an solche Rente anschließen, werden monatlich im Voraus gezahlt.

Rentenanpassung

Das letzte Schreiben der jeweiligen Rentenanpassung sollte unbedingt mit in den angelegten Ordner aufgenommen werden, denn dort (meistens auf Seite 3) ist die Anschrift der zuständigen Rentenstelle ersichtlich.

Witwenrente

Antrag auf Hinterbliebenenrente, Vordruck R 500 (Vordruck R 660 zum Antrag beifügen). Füllen Sie bereits die Vordrucke nach Möglichkeit schon soweit aus, dass nur noch wenige Angaben hinzugefügt werden müssen (z. B. Datum der Antragstellung, Unterschrift der Antragstellerin mit Ortsangabe und Datum).

Anmerkung: Im Vordruck befindet sich ein Kästchen „Bestätigungsvermerk“
Dieses Kästchen wird im Regelfall von der Botschaft (Konsulat) ausgefüllt.


Die erforderlichen Nachweise von Urkunden oder anderen Papieren sollten schon im gesonderten Umschlag dabei liegen.

Waisenrente
wird mit dem Vordruck R 500 (Witwenrente) ebenfalls beantragt. Die Vordrucke R 610 und R 660 müssen auch noch beigefügt werden.
Die Vordrucke sollten soweit vorbereitet werden, dass nur noch die Antragstellerin nach Angabe des Ortes, des Datums noch unterschreiben muss.


Erziehungsrente

Wird mit dem Vordruck R 100 (Witwenrente) beantragt. Die Vordrucke R 220 und R 660 müssen beigefügt werden.
Alle Vordrucke noch unterschreiben und Datum und Ortsangabe hinzufügen.


Hier noch etwas Allgemeines

Heften Sie alle diese Angaben in einen Ordner, legen Sie Kopien von wichtigen Dokumenten dazu.
Überprüfen Sie gelegentlich die Unterlagen ob sie aktualisiert werden müssen. Selbst die Anschreiben zu den Institutionen (Rentenversicherung, Bank oder Sparkasse, Krankenversicherung etc.) könnten Sie schon soweit vorbereiten, dass die Hinterbliebenen nur noch das Datum eintragen brauchen und die Unterschrift leisten.

Hier nun etwas über die Vorsorgevollmacht und der Betreuungsverfügung.

Klicken Sie den entsprechenden Link an.

Vorsorgevollmacht Betreuung und mehr

Unter den u.a. „Link“ finden Sie viele kostenlose Informationen und Formulare zu Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) stellt auf seinen Seiten zum Thema Beteuungsrecht/Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht diverse Formulare und Textbausteine zur Verfügung.

 

http://www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/vorsorgevollmacht/formulare-und-muster.html

 

Dort finden Sie auch:

Internetportal des Landes NRW mit Informationen und Downloads zu Betreuung, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung.

Broschüre: "Betreuungsrecht. Mit ausführlichen Informationen zur Vorsorgevollmacht" (Bundesjustizministerium)

Manfred unter Tango

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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