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Kein Testament

 

Der Erblasser hinterließ absichtlich kein Testament.

Leidtragende für so eine Nachlässigkeit sind die Hinterbliebenen.

 

Zum Sachverhalt:

Der deutsche Erblasser hatte seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Thailand und die Ehe mit einer Thailänderin wurde in Thailand geschlossen. Er hinterließ absichtlich kein Testament, obwohl er eingehend zu Lebzeiten über die auftauchenden Probleme nach seinem Tod hingewiesen wurde.

Der Erblasser bezog eine DRV-Rente, die er auf ein Konto in D. überwiesen ließ und hatte einen Teil eines Familiengrundstücks, also unbewegliches Vermögen gemäß § 121 BewG.

Seinen Jahresaufenthalt bekam er jährlich aufgrund des Nachweises eines Geldbetrages durch ein Einzelkonto auf einer thailändischen Bank.

 

Rein rechtlich gesehen hinterlässt der Erblasser Vermögen in Thailand bedingt durch seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Thailand, bezogen auf sein Bankguthaben bei der thailändischen Bank und dem Bankguthaben in Deutschland, denn auch dieses gehört zum thailändischen (beweglichen) Vermögen.

Für das Familiengrundstück gilt deutsches Erbrecht.

 

 

Das Geldinstitut in D. fordert nun einen deutschen Erbschein oder ein „gegenständlich beschränkten Erbschein“, der auf ausländisches Recht verweist. Beides wäre beim Nachlassgericht zu beantragen. Außerdem ist zwingend eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ vom zuständigen FA erforderlich. Für die Anforderung, so schreibt die Sparkasse, benötigen wir einen schriftlichen Auftrag mit der Angabe eines Verrechnungskontos, da hierfür Gebühren von 15 Euro anfallen.

 

Nun weiter im Text:

Der Erblasser hinterlässt in Thailand die Ehegattin und die gemeinsame leibliche Tochter. In Deutschland zwei leibliche Kinder.

Bezogen auf das Teilgrundstück gilt deutsches Erbrecht, da es sich um unbewegliches Vermögen gemäß § 121 BewG handelt.

Für die Berechnung des Erbes hat der Güterstand Bedeutung. Da kein Testament und auch vertraglich bezogen auf den Güterstand nichts schriftlich vorliegt, haben die beiden Ehegatten in einem speziellen Güterstand, dem der „Zugewinngemeinschaft“ gelebt.

Anmerkung: Der „Voraus“ entfällt, da die Heirat in Thailand geschlossen wurde.

 

Dieses Grundstück steht unter „Naturschutz“ und als Eigentümer sind noch die 3 Geschwister des Erblassers im Grundbuch eingetragen.

Rein rechnerisch gehen wir davon aus, dass es sich um vier Rai = 6.400 qm handelt.

Also, bleiben für den Nachlass 1.600 qm. Von diesen 1.600 qm erbt die Ehegattin ¼ (§ 1931 Abs. 1 BGB, der Rest von ¾ wird mit je ¼ an die 3 Kinder vererbt.

 

Ich möchte nur mit diesem Beispiel aufzeigen, dass es besser gewesen wäre, er hätte es einem Kind "vermacht". 

Kommen wir zum thailändischen Vermögen, wozu das Bankguthaben in Thailand und auch das Bankguthaben in D. zählt.

Zuständig ist das thailändische Familiengericht. Auch hier verlangen beide Banken einen Erbnachweis, der beim Familiengericht beantragt werden kann.

 

Die Ehegattin (da in Thailand geheiratet) lebte mit dem Erblasser im Güterstand der „Gütergemeinschaft“, da ebenfalls nichts anderes vertraglich vereinbart wurde.

Aufgrund der Gütergemeinschaft fällt die Hälfte des gemeinsamen Vermögens an die Ehegattin, die andere Hälfte wäre der Nachlass.

Nach dem thailändischen Erbrecht wird der Nachlass zu gleichen Teilen an die Ehegattin, der Tochter und den beiden Kindern aus D. aufgeteilt.

 

Bei dieser Erbschaft geht es nicht um Millionen sondern um läppischen Peanuts.

Lösung: Ein Testament, indem der Erblasser die Ehegattin als alleinige Erbin eingesetzt hätte, wäre nützlicher gewesen. Dann nämlich hätten beide Banken die Möglichkeit gehabt auch ohne Erbschein das Guthaben an die Alleinerbin auszuzahlen.

 

Nun aber fordert die Bank/Sparkasse zu Recht einen „gegenständlich beschränkten Erbschein“ vom Nachlassgericht in D.

Dieser gegenständlich beschränkte Erbschein kann nämlich nur erteilt werden, wenn auch Auslandsvermögen (wie in diesem Fall) zum Nachlass gehört.

 

Manfred unter Tango

 

 

 

 

   

 



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