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Eheschließung in Thailand

(mit Auslandsbezug)

Eine Zusammenfassung in Bezug auf eine Heirat in Thailand

In einer Zeit der zunehmenden internationalen Vernetzung rückt die Welt näher zusammen. Es sollte dabei nicht vergessen werden, dass eine Eheschließung in erster Linie einen rechtlich bindenden Vertrag mit Auswirkungen in vielerlei Hinsicht darstellt und dass für eine Eheschließung im Ausland unter Umständen zusätzliche Anforderungen gelten.

In den meisten Ländern, so auch in Thailand  ist es heute möglich, vor einem örtlichen Trauungsorgan die Ehe einzugehen. Verbindliche Informationen zu den genauen Formalitäten erhalten Sie nur bei dem örtlichen ausländischen Trauungsorgan (Amphoe, Bezirksamt) und bei der Deutschen Botschaft in Bangkok unter Eheschliessung

Merkblätter und Anträge zum Herunterladen finden Sie auf der Webseite der deutschen Botschaft.

 

Urkunden oder Bescheinigungen werden von den Behörden eines anderen Staates oftmals nur dann anerkannt, wenn ihre Echtheit oder ihr Beweiswert in einem besonderen Verfahren festgestellt worden ist. Ob Sie eine Legalisation brauchen, hängt vom Herkunftsland der Urkunde/Bescheinigung ab. Für Legalisationen ausländischer Urkunden sind die deutschen Auslandsvertretungen zuständig.

Einige deutsche Auslandsvertretungen haben die Legalisation von Urkunden einstellen müssen, dazu zählt auch die Botschaft in Bangkok. Die dortigen Konsularbeamten können jedoch - je nach den lokalen Gegebenheiten - im Rahmen der Amtshilfe für deutsche Behörden überprüfen lassen, ob der bescheinigte Sachverhalt zutrifft und hierdurch den Inlandsbehörden Entscheidungshilfen geben.

Diese Verfahren betreffen öffentliche Urkunden, also z. B. Heiratsurkunden, Personenstandsurkunden, Urkunden und Bescheinigungen der Verwaltungsbehörden.

Es gibt immer wieder unterschiedliche Interpretationen über die Rechtsgültigkeit und Anerkennung einer Eheschließung bei Mischehen, wie sie zum Beispiel in Thailand vollzogen werden.

Daher zu Beginn etwas Grundsätzliches zu dieser Eheschließung in Thailand.

Ihre im Ausland (Thailand) geschlossene Ehe mit einer Thailänderin wird grundsätzlich in Deutschland anerkannt und als rechtskräftig angesehen, wenn bei der Trauung in Thailand die dort geltenden gesetzlichen Formvorschriften eingehalten worden sind. Auch wenn der deutsche Ehepartner seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, wird bei einer Eheschließung in Thailand die Ehe anerkannt.

Welche Unterlagen Sie bei den thailändischen Behörden vorlegen müssen, erfahren Sie bei der deutschen Auslandsvertretung in Bangkok, bzw. bei der thailändischen Botschaft oder den thailändischen Konsulaten  in der Bundesrepublik Deutschland.

Wenn Sie aber ganz sicher gehen wollen, dann wenden Sie sich bitte direkt an den thailändischen Standesbeamten des Bezirksamtes (Amphoe), indem Ihre Ehe geschlossen werden soll.

Für den thailändischen Standesbeamten ist es wichtig, dass bei beiden Verlobten die nach ihrem jeweiligen Heimatrecht geltenden Eheschließungsvoraussetzungen (z. B. ledig, Mindestalter, kein unzulässiger Verwandtschaftsgrad) erfüllt sind. 

Wollen oder möchten Sie den Weg mit dem Ehefähigkeitszeugnis wählen, so müssen Sie sich an den Standesbeamten in der Gemeinde  wenden, in der Sie noch gemeldet sind bzw. zuletzt gemeldet waren.

Dieser Standesbeamte wird Ihnen dann mitteilen, was für Unterlagen er zur Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses benötigt.

Erschrecken Sie nicht, wenn der Standesbeamte auch entsprechende Unterlagen von Ihrer Verlobten fordert/verlangt, auch wenn die Ehe in Thailand geschlossen werden soll.

Der thailändische Standesbeamte fordert in der Regel eine Konsularbescheinigung, die bei der deutschen Botschaft anzufordern ist. Die deutsche Botschaft stellt  Ihnen unter Vorlage eines Ehefähigkeitszeugnisses, eine solche Konsularbescheinigung aus.

Die Ausstellung einer solchen Konsularbescheinigung ist gebührenpflichtig.

 

Zum Nachweis einer im Ausland (also in Thailand) geschlossenen Ehe dient die ausländische (thailändische) Heiratsurkunde.

Merken Sie sich, dass es ein bestimmtes Verfahren für die förmliche Anerkennung von im Ausland (hier Thailand) geschlossenen Ehen nicht gibt. Grundsätzlich gilt, dass Ihre im Ausland (Thailand) geschlossene Ehe automatisch auch in Deutschland wirksam ist, wenn bei Ihrer Trauung im Ausland die dort geltenden gesetzlichen Formvorschriften eingehalten worden sind.

Nach Aushändigung der thailändischen Urkunde, muss diese Heiratsurkunde legalisiert werden oder das Legalisationsersatzverfahren in Gang gesetzt werden. Die "Legalisation" ist eine Bestätigung der Echtheit der Urkunde selbst, der Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner der Urkunde gehandelt hat, ggf. die Echtheit des Siegels, mit dem die Urkunde versehen ist. Die "erweiterte Legalisation" bestätigt auch die inhaltliche Richtigkeit der Urkunde. Die Legalisation wird von der deutschen Botschaft in Bangkok erteilt.

Als Legalisationsersatz und um die Verwendung von thailändischen Urkunden bei deutschen Behörden und im sonstigen innerdeutschen Urkundenverkehr mit ausreichender Sicherheit für die Echtheit der Urkunde zu ermöglichen, praktiziert die Deutsche Botschaft Bangkok daher mit Zustimmung des Auswärtigen Amtes ein einfaches Echtheitsprüfungsverfahren für thailändische Urkunden, für die die Voraussetzungen einer Legalisation nicht vorliegen.

Wenn das Ergebnis es zulässt, bringt die Botschaft auf der Urkunde den Vermerk an, dass die ausstellende Behörde bestätigt hat, dass die Urkunde echt und von ihr ausgestellt worden ist, wobei dies impliziert, dass korrespondierende Registereintragungen bzw. amtlich verwahrte „Gegenstücke“ bei dieser Behörde vorhanden sind.

Die erfolgte Eheschließung müssen Sie in jedem Fall auch dem Einwohnermeldeamt Ihres letzten Wohnsitzes mitteilen, die Behörde, die auch das Ehefähigkeitszeugnis ausgestellt hat.

Ebenfalls sollte eine Kopie an den Arbeitgeber gesandt werden.

 

Eintragung ins Eheregister

Nach Ihrer Rückkehr in Deutschland oder per Post wenn der Wohnsitz Thailand ist, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Ehe nachträglich im Eheregister beurkunden zu lassen.
Der Antrag ist beim Standesamt des Wohnortes zu stellen. Voraussetzung hierfür ist, dass zumindest ein Beteiligter Deutscher ist.
Im Rahmen der Ehebeurkundung haben Sie auch die Möglichkeit, Ihre Namensführung nach der Eheschließung zu klären bzw. zu bestimmen.
Mit der Eheurkunde verfügen Sie über eine deutsche Personenstandurkunde, die im deutschen Rechtsbereich allgemein als Nachweis Ihres Personenstandes und Ihrer Namensführung dient.

Sonstiges

Es gibt für den deutschen Standesbeamten  im Nachhinein keine Möglichkeit mehr, eventuelle Versäumnisse nachzuholen.

Denn es heißt, dass eine nach deutschem Recht wirksam geschlossenen Ehe z. B. in Thailand eine nach dem ausländischem Recht wirksam und nachweisbar geschlossenen Ehe gleich steht, auch wenn sie den deutschen Vorschriften über die Form der Eheschließung nicht genügt.

Es heißt, dass alle in Thailand vor einem thailändischen Standesbeamten geschlossenen Ehen und Mischehen grundsätzlich unmittelbar anerkannt werden. Aufgrund der gewahrten Ortsform  des Eheschließungsstaates, ist die Ehe somit auch für den deutschen Rechtsbereich formell rechtswirksam.

Anmerkung bei einer Eheschließung mit einer Thailänderin in Deutschland:

Die thailändische Ehegattin muss ihre Ehe nicht unbedingt in Thailand oder über die thailändische Botschaft / Generalkonsulat registrieren lassen oder bei einer thailändischen Auslandsvertretung anmelden. Nur der deutsche Ehegatte sollte wissen, dass er als Ehegatte keinerlei Rechte hat, diese Ehe in Thailand registrieren zu lassen. Die Entscheidung liegt allein bei der Ehegattin.
Die dadurch noch nicht anerkannte Ehe in Thailand könnte Probleme aufwerfen in Sachen Erbschaft und Vermögen in Thailand (falls etwas vorhanden ist), oder während der Ehe dann in Thailand die übliche „Standardausrüstung“, bestehend aus Haus, Pkw und Motorrad, angeschafft werden.

Das thailändische Recht geht vom Güterstand der Gütergemeinschaft aus. Eine Registrierung der geschlossenen Ehe in Deutschland, kann auch später in Thailand nachgeholt werden. Es wird dann das Datum der Eheschließung in Deutschland dort eingetragen. Dies ist soweit alles in Ordnung.

Solange die Ehe nicht in Thailand registriert wurde, gibt es in Thailand kein Gemeinschaftseigentum (Sin Somros) der Eheleute und vom persönlichen Vermögen (Sin Suan Tua) der Ehegattin gibt es auch kein Pflichtteil.

Daher wären Sie gut beraten, wenn Sie die Eheschließung in Thailand vorziehen würden.

Stand: Ende März 2017

Manfred unter Tango

 

 



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