CHRISTIAN STEINFELDER
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"Ohne Frühstück" (Arbeitstitel) von Christian Steinfelder
Kurzgeschichten über Menschen, die mein Gästezimmer tageweise gemietet haben.


Vorwort

In all den Jahren habe ich wirklich die unterschiedlichsten Menschen und deren Gewohnheiten kennenlernen dürfen. Skurrile Geschichten, amüsante Geschichten und teilweise auch sehr berührende Geschichten durfte ich erleben. Menschen können so verschieden und widerum so einzigartig sein und da geht es nicht etwa um unterschiedliche Nationen oder Sitten und Gebräuche, sonder um die Person an sich.

Was sind das eigentlich für Menschen, die sich ein Privatzimmer in einer Stadt suchen? Ist es eine Frage des Geldes oder wollen diese Menschen andere Menschen kennen lernen? Oder liebt man die andere Art der Privatsphäre? Tatsächlich war es für mich eine Einnahmequelle. Das gebe ich offen zu. Man verdient schnell etwas zur Miete dazu. Aber neben dem Aspekt Geld kam ich auch in den Genuß, fremde Menschen kennen zu lernen. Und ich habe wirklich mehr als überwiegend sehr, sehr nette und sehr symphatische Menschen getroffen. Und mit vielen habe ich bis heute noch Kontakt.

Es sind nicht etwa nur junge Menschen, die sich online auf ein Portal begeben und nach Gästezimmern in einer Stadt suchen. Es sind Frauen und Männer aus unterschiedlichsten Altersgruppen und Berufen. Da kommt einmal der Arzt oder Anwalt und in der nächsten Woche dann der Student oder Auszubildende. Single oder Pärchen? Auch da gibt es keinen Trend zu spüren. Es kommen die Einzelpersonen und auch paarweise. Verheiratet oder nicht. Als sogenannter Host kann und muss einem das völlig egal sein. Aber man wundert sich schon oft.

Selbst Arbeitskollegen kommen zu zweit und gehen dann gemeinsam am nächsten Tag zu einem Seminar. Oft zahlt die Firma auch ungern ein teures Hotelzimmer oder man hat nur ein begrenztes Budget zur Verfügung und möchte das nicht unbedingt in ein tolles Hotelzimmer investieren. Allerdings gibt es auch Gäste, die genau das dann vom Privatzimmer erwarten.

Sie werden hier Geschichten lesen, die das Leben schrieb. Das sagt sich so leicht, aber genau so ist es auch. Und oft waren es Besuche von Gästen, deren Ausgang ich irgendwie sogar geahnt habe und ich mich teilweise selber beim Lachen und auch beim Fürchten erwischt habe. Das geht manchmal sogar bei der sogenannten Buchungsanfrage los. Die Anfrage kommt per Email, man checkt seinen Kalender ob man überhaupt Zeit und vor allem auch Lust hat, einen Gast zu beherbergen und da beginnt schon der erste mentale Kontakt mit dem Gast. Das Bild im Profil des Gastes macht einen netten Eindruck und auch die anderen Bewertungen von anderen Gastgebern sind gut und dennoch sagt etwas im eigenen Bauch „Nein“. Man kann das oft nicht wirklich erklären aber ich kenne mein Bauchgefühl und das hat mich selten betrogen. Und oft sagt man sich selber eben auch gleich „Ja“ und muß dann mit der Entscheidung leben. Selbst dann, wenn sie falsch war. Zugegeben, man kann die Buchung dann auch problemlos wieder stornieren, aber das wirkt sich nicht gut auf dem eigenen Profil aus. Und man will ja ein tolles Profil mit möglichst vielen, sehr guten Bewertungen haben.

Ich wünsche Ihnen jetzt viele Schmunzelmomente und viel Spaß beim Lesen.

Japan   Peter   Frau Löwenthal   Taubenabwehr


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