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Als verantwortungsvolle Hundebesitzer wissen wir natürlich nur zu gut, daß der Hund eine je nach individueller Veranlagung sinnvolle Beschäftigung braucht, um ausgeglichen und gesund durch's Leben zu kommen. Man kann unzählige Internetseiten aufrufen, auf denen vom Glück des "arbeitenden" Hundes berichtet wird. Und das wir uns nun nicht mißverstehen: Das ist auch gut so! Aber: Wo wird einer DER Hundebeschäftigungsmöglichkeit schlechthin Tribut gezollt? Wo bitte widmet man sich denn dem Schlafen? Höchste Zeit, daß sich daran etwas ändert!

Für einen Hund ist es durchaus natürlich, wenn er 60-80% des Tages verdöst oder regelrecht verschläft. Es ist doch geradezu beneidenswert, wie er innerhalb weniger Sekunden in den tiefsten Schlaf versinken kann und genauso schnell wieder hellwach ist, wenn sich etwas in seiner Umgebung verändert und seine Aufmerksamkeit erregt. Von solch einer Leistungsfähigkeit können wir Menschen im wahrsten Sinne des Wortes doch wohl nur träumen!

Inzwischen gilt als wissenschaftlicht belegt, daß bei Tieren der Befriedigung des Schlafbedürfnisses allerhöchste Priorität zukommt. Es rangiert sogar noch weit vor der Nahrungsaufnahme. Hunde können zwar etliche Tage ohne Futter und Wasser überleben. Entzieht man ihnen jedoch gezielt und kontinuierlich den Schlaf, so erleiden ihre gesamten Lebensfunktionen innerhalb kurzer Zeit gravierende Schädigungen, welche zum Tod führen können. Wir alle können beobachten, wie ein Hund manchmal nach einem erlebnisreichen und turbulenten Tag, wiederum Tage braucht, um sein versäumtes Schlafpensum auszugleichen. Wir wissen nun aber auch, daß er hiermit nicht nur einer Laune nachgibt, sondern daß er sich damit regelrecht gesund schläft.

Seine Ruhezeiten dienen dem Hund ebenso zur geistigen Erholung und Regeneration. Hier wird eine Grundlage für sein Erinnerungsvermögen und seine Lernfähigkeit geschaffen. Wenn der Hund im Anschluß an seine Lernphasen ruht, so ist die Nervenaktivität in seinem Gehirns doch tatsächlich doppelt so hoch wie bei vergleichsweise wachgehaltenen Artgenossen. Uns mag das wie ein Paradoxon erscheinen. Aber es ist nun einmal so, daß der Nervenumbau im Gehirn ausgerechnet in der Tiefschlafphase stattfindet, also zu einem Zeitpunkt, an dem es am wenigsten aktiv ist.

Das Träumen gehört beim Hund ebenso zum Schlafen wie beim Menschen. Der Hund träumt sogar häufiger und heftiger als der Mensch. Das Erlebte des Tages wirkt sich extrem stark auf sein Träumen aus. Der Hund winselt, jault, bellt. Er bewegt die Läufe oder zuckt am ganzen Körper. Er rollt seine Augen hinter den geschlossenen Augenlidern hin und her. Letzteres kennzeichnet die sogenannten REM-Phasen (Rapid Eye Movement), welche ein Anzeichen für intensivstes Träumen und anhaltende Gehirntätigkeit während der Schlafphase sind. Und das Gehirn schläft nie! Der Hund kann noch so tief schlafen. Sein Gehirn ist ununterbrochen tätig, so lange der Hund lebt. War der Tag besonders erlebnisreich, so fällt der Hund von einen Traum in den nächsten. Auch hier erweist er sich also als wahrer "Hochleistungssportler".

Wo und wie ein Hund schläft, kann grob in zwei Kategorien unterschieden werden, welche natürlich reichlich Spielraum für individuelle Vorlieben lassen. Die einen schlafen gerne mit "viel Platz um sich herum", die anderen lieben es "beengt kuschelig". Die einen schlafen, wo sie der Schlaf übermannt, die anderen suchen geschützte Plätze auf, wie z.B. den letzten Winkel unter einer Wohnungstreppe oder ein eigens dafür bestimmtes Körbchen. Letztere scheinen trotz aller Domestizierung noch immer so etwas wie urtypische Höhleninstinkte zu pflegen. Wildhunde ziehen ihre Jungen in der Regel in Höhlen auf, welche gerade groß genug sind, um allen Bewohnern genug Lebensraum zu bieten. Zum einen sichern sie so ihren Wärmehaushalt. Völlig zusammengerollt und eng aneinandergekuschelt, trotzen sie der Gefahr einer möglichen Unterkühlung. Zum anderen werden über die körperliche Nähe erste Sozialkontakte gepflegt. Seine Familie und seine Höhle, das alles ist gleichbedeutend mit Sicherheit und Schutz vor allem was sein Leben bedrohen könnte.

Was wir Menschen also schnell einmal als zu unbequem für den Hund bewerten (z.B. wenn sich der stattliche Collie mal eben mit Müh und Not in ein Katzenkörbchen gequetscht hat und seine langen Beine über den Körbchenrand noch immer heraushängen), das stellt für den Hund unter Umständen eine allesbefriedigende Schlafidylle dar. Wenn es sich wirklich in seinen Augen als zu unwirtlich herausstellen sollte, wird er von alleine den Platz wieder räumen. Sollte ihm dort zu warm werden, wird er sich Abkühlung verschaffen, indem er sich z.B. auf den Rücken rollt und alle Beine weit von sich streckt. Eines braucht der gesunde Hund aber mit Sicherheit nicht: Menschliche Hilfe bei der Schlafplatzwahl!

Na dann, wie wäre es also mal mit einem ausgiebigen Schlummertag mit den "Meistern des Schlafes"? Allerkürzeste Ausbildungsphasen sowie ein Erfolgserlebnis auf ganzer Linie scheinen garantiert zu sein. Viel Glück!

 

Das einzige Möbelstück, das dem uralten Hundeverlangen nach passender Schlafgelegenheit in vollem Umfang entspricht, ist das Bett. Für den Hund ist das Bett eine verblüffende Erfindung, vielleicht die vollkommenste, sicherlich die nützlichste, die der Mensch je ersann.

Die Bettoberfläche gestattet es dem Hund, sich nach jeder gewünschten Richtung hin auszustrecken. Er kann seine Position leicht verändern; am Tage sucht er sich den sonnigsten Platz aus. Sinkt die Temperatur unter den erforderlichen Wärmegrad, so ist es möglich die Bettspreite auf den Boden zu werfen und unter die Decken zu kriechen. Die Laken sind sauber und darin angenehm verschieden vom Teppich, auf dem die Menschen gedankenloserweise Tag um Tag mit Schuhen, oder, noch schlimmer, am Abend ohne Schuhe herumlaufen. Gewöhnlich gibt es auf dem Bett Kissen, die leicht genug sind, nach Belieben verschleppt zu werden.

Als Möbelstück hat das Bett in den Augen des Hundes nur einen einzigen Nachteil: auch der Mensch meint, er müsse darin schlafen. Oft muß der Hund erleben, daß sein Mittagsschläfchen gegen elf Uhr nachts rauh unterbrochen wird durch seinen Herrn, der im Pyjama auftaucht und nachdrücklichst seinen Platzanteil verlangt. Der anschließende Kampf dauert manchmal bis tief in die Nacht, gelegentlich auch bis andernmorgens.

Manche Hundebesitzer weigern sich, ihr Bett mit ihren Lieblingen zu teilen. Diesen Leuten mag die folgende Anweisung, einen Hund Zug um Zug aus dem Bett zu bekommen, nützlich sein:

Zuerst bringe man den Hund in Reichweite der Hände. Man beginne mit freundlicher Überredung. Zeigt dies nicht den gewünschten Erfolg (was es nie tut), bediene man sich seines Körpers und seiner Beine. Wellenförmige Bewegungen des Torsos lassen den Hund vielleicht so dicht in unsere Nähe rollen, daß man nach ihm greifen kann. Nun schiebe man ihn kräftig fort, beide Hände benutzend. Wenn er beißt, reiße man sofort ein Stück des Lakens als Verband ab.

Befindet sich der Hund unter der Decke (und die smarteren Rassen ziehen diese Position immer vor), so taste man nicht blindlings nach ihm. Das weiseste Vorgehen ist, die Decke allmählich zu lüften. Das gelingt am besten, wenn man zuvor selbst aus dem Bett steigt. Die Decke nie zu plötzlich fortziehen, da jähe Bewegungen den Hund verdrießen und ihn um das, was seiner Meinung nach ihm gehört, kämpfen lassen werden!

Freilich ist es durchaus möglich, daß der Hund selbst nach gänzlichem Entfernen der Decke weiterschläft. Man versuche dann die Kissenwurfmethode. Platzt das Kissen, darf man darob nicht verzweifeln; man kann leicht ein neues kaufen. Nun hüpfe man minutenlang die Matratze auf und nieder.

An diesem Punkt des Vorgehens werden manche Hunde (vorzüglich jene unter dem Namen "Wachhunde" bekannten) langsam ein Auge - oder auch alle beide - öffnen, wiewohl sie vermutlich nicht willens sind, das Bett zu verlassen. Als nächstes wird man deshalb das Bett schütteln. Man hebt es an einem Ende hoch und läßt es energisch auf den Boden knallen. Drauf zieht man die Matratze weg und dreht das ganze Bett um.

Führen alle diese Bemühungen zu keinem positiven Ergebnis, so zeigt man ihm, daß es Ernst wird. Man macht dem Hund nachdrücklichst klar, daß man zu den Menschen gehört, die eisern zu ihren Prinzipien stehen: man wird das Bett nicht mit ihm teilen! Man nimmt eine frische Decke aus dem Wäscheschrank und legt sich zum Schlafen auf die Wohnzimmercouch!

 

 

 

 

 

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