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Haben Sie sich bisher auf unserer Homepage ein wenig unterhalten gefühlt? Ja? Prima! Haben Sie gerne Ihre Zeit mit uns verbracht? Ja? Umso besser! Dann ist der eigentliche Zweck unserer 'Arbeit' erfüllt worden.

Doch nun möchten wir doch noch ein etwas ernsteres Thema anreißen, vor dem kein Hundehalter - auch nicht der Hundehalter in spe - davonlaufen kann bzw. sollte. Es geht um die GOLDEN OLDIES, kurz: (G)oldies, die uns lebenslang ihre Liebe und ihr Vertrauen geschenkt haben. Immer wieder werden diese Geschenke von Menschen mit Füßen getreten, indem sich aus der Fürsorge und Verantwortung für den alternden Hund gestohlen wird und im noch anständigsten Fall einsatzbereiten Tierschützern übertragen wird.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es geht hier nicht um jene Menschen, die unverschuldet in eine Not- situation geraten und sich mit der dann doch sehr unfreiwilligen Trennung vom Hund noch immer das Beste für diesen erhoffen. Es geht um jene, denen der ältere Hund schlichtweg über ist! Es geht um jene, die sich vom süßen Welpengesicht zum unüberlegten Kauf verleiten lassen haben, ohne sich Gedanken über die vielen vor ihnen liegenden gemeinsamen Jahre zu machen. Die nicht bedacht haben, daß es immer mal wieder Hürden geben wird, die man mit seinem Hund zu überwinden hat, daß man gelegentlich auch mal dem Leben mit einem Hund Tribut zollen muß. Es geht um jene, die den Hund mehr als Mittel zum Zweck erworben haben, ohne zu realisieren, daß dieser irgendwann einmal die geforderten Aufgaben nicht mehr erfüllen wird. Die nicht willens sind, einem 'unnützen alten Fresser' die schützende Hand zu gewähren.

Unsere kleine Zuchtstätte verwandelte sich für einige Jahre zu einem wahren Heim für (G)oldies. Fran erlebte ihren 13. Geburtstag bei uns, Ria-Blue feierte sogar ihren 16. Geburtstag und Abigail ihren 15. Geburtstag. Bei aller Liebe und allem Frohsinn, den neue Generationen einem bescheren mögen, möchten wir jedenfalls keinen einzigen Tag mit unseren (G)oldies missen. Sie geben einem hundertfach das zurück, was man in jungen Jahren gesät hat und der zauberhafte Charme und die gelebte Individualität der Alten sind etwas ganz Besonderes. Etwas, daß sich wahrlich kein intelligenter Mensch entgehen lassen sollte!

Wenn Sie nun bereit sind, über viele viele Jahre ihrem Hund ohne 'wenn und aber' die Treue zu halten und seinen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, wenn sie willens sind, ihren Hund als Partner mit Leib und Seele und nicht als Objekt ihrer Ansprüche zu sehen, wenn sie sich nicht verweigern, eines hoffentlich fernen Tages auch den 'allerletzten Gang' mit ihrem Hund gehen zu müssen, dann (und nur dann) sollten Sie sich mit einem Hund bereichern. Ansonsten belassen Sie es lieber bei einer Träumerei von einem Hund!

Im www gibt es sehr ausführliche Seiten, die sich speziell den alten Hunden widmen. Bitte betrachten Sie es nicht als überflüssige Zeitverschwendung, sich darüber zu informieren, welche Veränderungen im Alter eintreten können und welche Auswirkungen diese womöglich haben werden. Hernach sollten Sie eigentlich keine Angst mehr vor dem 'Mysterium alter Hund' haben. Sind Sie jedoch am zweifeln, ob Sie dieser Lebensphase eines Hundes gerecht werden mögen, dann überlegen Sie bitte lieber einmal mehr als einmal zu wenig, ob ein Hund Ihrer Obhut anvertraut werden sollte.

 

Ein Mann und sein Hund gingen eine Straße entlang.

Der Mann genoß die Landschaft, als ihm plötzlich bewußt wurde, daß er ja bereits verstorben war. Er erinnerte sich seines Ablebens und daß der Hund, der da neben ihm ging, ebenfalls schon vor Jahren gestorben war. Unterdessen fragte er sich, wohin ihn die Straße wohl führen würde.

Nach einer Weile kamen die beiden zu einer hohen, weißen Steinwand, welche längs der einen Straßenseite verlief. Sie sah wie feinster Marmor aus. Auf der Spitze einer großen Anhöhe war ein Durchbruch in Form eines hohen Bogens auszumachen, der im Sonnenlicht glänzte.

Als er dort angekommen war, erblickte er ein wunderschönes Torgatter und der Weg, der zu dem Gatter führte, schien aus reinem Gold angelegt worden zu sein.

Der Mann und der Hund gingen auf das Gatter zu. Wie sie näher kamen, sahen sie auf der einen Torbogenseite einen weiteren Mann hinter einem Schreibtisch sitzen. Diesen sprach der Mann mit dem Hund an: "Entschuldigen Sie bitte, können Sie mir sagen, wo wir wohl sind?"

"Dieses ist der Himmel, wehrter Herr!", anwortete der dort Sitzende.

"Oh! Hätten Sie dann vielleicht etwas Wasser für uns?", fragte der Mann.

"Selbstverständlich, mein Herr!", kam zur Antwort. "Kommen Sie einfach herein und ich hole Ihnen sofort etwas kühles Wasser." Der Mann hinter dem Schreibtisch erhob sich und gestikulierte ein wenig, worauf sich das Gatter öffnete.

"Darf mein Freund auch hereinkommen?" fragte der Wanderer und zeigte auf seinen Hund.

"Es tut mir leid, mein Herr, aber Haustiere sind hier nicht erwünscht.", entgegnete es ihm.

Der Mann überlegte einen kurzen Moment. Dann wendete er sich ab und ging den goldschimmernden Weg wieder hinunter. So setzte er seine Reise fort, wie er sie begonnen hatte - mit seinem Hund.

Nach einem weiteren langen Marsch, kamen die beiden erneut zu einer Anhöhe. Der Weg, der zu ihr hinaufführte, war recht schmutzig und verlief durch ein einfaches Bauernhofgatter, welches anscheinend schon seit langer Zeit unbenutzt offen stand. Ansonsten gab es keinen weiteren Zaun. Wie sie sich diesem Gatter näherten, erblickten sie einen Mann, der gegen einen Baum gelehnt in einem Buch las.

"Entschuldigen Sie bitte!", wandte sich der Mann an den Lesenden. "Aber hätten Sie vielleicht ein wenig Wasser für uns?"

"Aber sicher! Dort gibt es eine Pumpe.", erwiderte der Angesprochene und deutete auf eine Stelle, die von außerhalb des Gatters nicht einzusehen war. "Kommen Sie nur herein!"

"Und was ist mit meinem Freund hier?", fragte der Wanderer auf seinen Hund deutend.

"Es sollte eine Schüssel bei der Pumpe sein.", erhielt er zur Auskunft. Da gingen die beiden durch das Tor und tatsächlich lag da eine Schüssel bei der altertümlichen Handpumpe.

Der Mann füllte die Schüssel mit Wasser und nahm einen tiefen Schluck. Dann reichte er seinem Hund die Schüssel hin. Als sie ihren Durst gestillt hatten, kehrten sie zu dem Mann am Baum zurück, der dort auf die Rückkehr der beiden gewartet hatte.

"Was ist dies hier für ein Ort?", fragte der Wanderer.

"Dies hier ist der Himmel!", wurde ihm geantwortet.

"Das ist jetzt aber verwirrend.", wunderte sich der Mann. "Ein anderer Mann, die Straße weiter hinunter, sagte ebenfalls, daß dort der Himmel sei."

"Oh, Sie meinen den Ort mit dem goldenen Weg? Nein, nein - das ist die Hölle!"

"Macht es Sie denn nicht wütend, daß dort der gleiche Name verwendet wird?"

"Nein! Ich kann verstehen, warum Sie das im ersten Moment denken mögen. Aber wir sind sehr glücklich darüber, daß dort all jene Leute aussortiert werden, die ihre besten Freunde einfach zurücklassen würden."

***Übersetzung des Originals ON THE WAY TO HEAVEN (Autor unbekannt) durch Gabriele Bischof***

 

Der mächtige Kaiser Yudischthira befand sich auf seiner letzten Reise. Mit ihm gingen seine vier Brüder, ihre gemeinsame Frau Draupadi, sowie ein kleiner Pariahund, der sich aus freien Stücken der Gemeinschaft angeschlossen hatte. Während der langen Wanderung verstarb nach und nach ein jeder in seiner Begleitung. So mußten der Kaiser und der kleine Hund alleine den Weg bis zum Ende gehen.

Endlich hatten sie ihr Ziel, die Himmelspforte, erreicht. Indra, der König der Götter, erwartete den Kaiser bereits und forderte ihn auf, den goldenen Streitwagen zu besteigen, um angemessen prunkvoll ins Paradies gefahren zu werden.

Yudischthira zögerte. Er blickte auf den kleinen Hund und wendete sich dann Indra zu: "Dieser Hund hier ist mir ein guter und treuer Gefährte gewesen. Daher will ich ihn auch jetzt nicht von meiner Seite stoßen. Mein Herz ist voller Mitgefühl für ihn."

Der König der Götter jedoch verweigerte sich diesem Wunsch: "Euch bieten sich heute Ruhm und alle paradiesischen Freuden. Laßt den Hund einfach zurück und unterliegt nicht der Irrung, daß darin eine Herzlosigkeit zu finden wäre."

Darauf entgegnete Yudischthira: "Mein ganzes Leben habe ich mich um Rechtschaffenheit bemüht. Mich gelüstet nicht nach Schätzen, für die ich ein treues Lebewesen verstoßen muß."

Indra aber erwies sich weiterhin als unerbittlich: "Das Paradies ist nicht der rechte Ort für jemanden, der in Gesellschaft eines Hundes eingelassen werden möchte. Die Götter werden Euch aller Verdienste berauben. Denkt noch einmal darüber nach und trennt Euch von dem Hund. Es ist keine grausame Tat."

Doch auch jetzt geriet der Kaiser nicht ins Wanken: "Nur um hier Glück und Zufriedenheit für mich selbst zu gewinnen, werde ich den Hund auf keinen Fall zurücklassen."

Ein letztes Mal versuchte Indra den Kaiser umzustimmen: "Ihr habt alles auf Erden erreicht und Euch den Zugang zum Paradies geöffnet. Ihr mußtet Euch bereits von Euren Brüdern und der Frau verabschieden. Ihr habt allen irdischen Gütern entsagt. Wie könnt Ihr Euch in diesem Moment noch weigern, auf so etwas Unwichtiges wie einen Hund zu verzichten?"

Aber erneut wußte Yudischthira etwas zu entgegnen: "Von den mir vertrauten Menschen mußte ich mich trennen, da sie ihr Leben ausgehaucht haben. Der Hund aber lebt noch. Ihn werde ich nicht einem unsicheren Schicksal überlassen."

In diesem Moment nahm der kleine Pariahund seine wahre Gestalt an und kein geringerer als der Gott der Rechtschaffenheit hatte sich in ihm verborgen.

***Freie Nacherzählung eines Textes aus dem Sanskritepos MAHABHARATA durch Gabriele Bischof***

 

 

 

 

 

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