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Ebenfalls in diesen Zeitraum fällt der Tod seiner Mutter. 1882 heiratete der Vater zwar erneut, aber mit der Stiefmutter verstand sich Knight mehr schlecht als recht. Zumindest war es nun ihr "Verdienst", daß der Junge an einigen Instituten zum Kunstunterricht angemeldet wurde. Dabei dachte sie in erster Linie vermutlich mehr an sich selbst als an das Kind. Da sie selbst eine ambitionierte Künstlerin war, hätte ihr ein ebensolches Kind wohl "gut zu Gesicht gestanden". Letztendlich wurde Knight auch an der Metropolitan Art School angenommen, welche sich im Erdgeschoß des Metropolitan Museum of Art befand. Angeregt durch die Flut an Kunstobjekten, übte sich das vorwärtsstrebende Talent im Umgang mit Wasserfarben, Bleistift, Holzkohle, Kreide und Öl.
1892 verstarb der Vater und ein Jahr später überwarf sich Knight endgültig mit seiner Stiefmutter. Er verließ sein Zuhause und machte sich auf nach Manhattan. Dort traf er ein paar Jahre später auf den Paläontologen H. F. Osborne. Jetzt sollte sich sein fundiertes naturgeschichtliches Verständnis auszahlen. Zusammen mit einem dritten Wissenschaftler, begannen die beiden im American Museum of Natural History vernachlässigte Ausstellungsobjekte zu restaurieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Damit nähern wir uns dem schicksalhaften Ereignis, dem wir das hier ausgestellte Werk zu verdanken haben. 1898 bat H. F. Osborne den vermögenden Bankier John Pierpont Morgan, die Anfertigung von Bildern und Skulpturen prehistorischer Tiere durch Charles Robert Knight zu finanzieren. Dieser erste Kontakt muß eine langfristige Beziehung zwischen Morgan und Knight begründet haben. Laut Auskunft der Enkeltochter, ist Morgan zum Gönner und Förderer des Künstlers geworden. Morgan besaß zudem eine Colliezucht und er importierte einige britische Collies in die Staaten. Irgendwann muß er Knight den Auftrag erteilt haben, das obige Werk anzufertigen. Nach einigen Vergleichen halte ich es für sehr wahrscheinlich, daß es sich bei dem Collie im Vordergrund um den 1904 importierten Ch. Wishaw Clinker handelt (Vgl. Ria-Blue's Familiengeschichte bei den Collies of Bellissquare.)
Auch wenn Knight bis zu seinem Tode hauptsächlich prehistorische Tiere und Pflanzen bzw. wildlebende Tiere in seinen Kunstwerken verewigte, welche dann u.a. in zahlreichen Büchern reproduziert wurden, so hat er uns hier doch ein wunderschönes Stück "Colliekunst" hinterlassen. Surftipp: The World of Charles R. Knight |