Deutsche Kleinwidder wildfarben, Zwergwidder perlfeh

 

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Auf dieser Seite möchten wir die Zwergwidder perlfeh meiner Tochter vorstellen.
Sie züchtet ja nun schon mehrere Jahre und das auch mit Erfolg. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter, sie kümmert sich nicht nur um ihre Tiere nein sie hat sich auch meiner angenommen und sogar dafür gesorgt das ich weiter mache. es fällt mir oft schwer, aber sie hilft wo sie kann.

Dafür hat sie einen dicken Kuss verdient und ein dickes

DANKE!!!!!!

 




Wenn ihr mit der Maus auf die Bilder geht, kommt bei einigen eine erläuterung.


Bei zwei so schönen Rassen und da es langsam etwas eng wurde, haben wir mit dem Bau einer neuen Zuchtanlage begonnen. Um nicht in kürze schon wieder anbauen zu müssen werden es gleich 30 neue Buchten. Darunter ist ein 6 Stall mit großen Buchten in denen die Häsinnen mit ihrem Nachwuchs platz haben werden.Die Anlage ist nun bezugsfertig und wird ihrer Bestimmung übergeben. Mann darf den Aufwand zum Bau nicht unterschätzen, es kostet viel Schweiß und Mühe.
Aber wenn man fertig ist, ist die Freude um so größer. Ein dank an alle die mir dabei geholfen haben!! Ohne meine Frau und Mareike hätte es nie was werden können.

Desweiteren haben wir noch von einem Züchter welcher vorübergehend aufgehört hat einen Stall mit 3 großen Buchten, welche wir teilen werden um sie als Rammlerställe zu nutzen, erworben.


An dieser Stelle der sehr schöne Bericht zu den perlfehfarbigen Zwergwiddern.
Danke Sven, das ich ihn hier einstellen durfte!


Ein Bericht von Sven und Sandra Ladwig.

Vorwort

Seit die Zwergwidder vor fast 40 Jahren im Standard aufgenommen wurden, haben sie sich zu einer der beliebtesten Rassen in ganz Deutschland entwickelt.
Waren es zuerst wildfarbene, schwarze und weiße Farben bei den Zwergwiddern, so sind es jetzt über vierzig verschiedene Varianten bei der Farbe. Nicht alle Farbenschläge sind auf einem Stand, der befriedigend ist. In den letzten Jahren ist die „Perlfehfarbe“ mit sehr großen Schritten in der Beliebtheit und Verbreitung im ganzen Bundesgebiet gestiegen. Hierbei haben wohl auch die Züchter der Clubs einen Beitrag geleistet, nicht zuletzt mit einem Rammler von Achim Jilg auf der letzten Vergleichsschau mit 98,0 Punkten. Ein Tier, das keine Wünsche mehr offen lässt und für die Zukunft den richtigen Weg weist.
Meine Frau ist vor kurzem dem Verein beigetreten und wollte eine eigene Zucht gründen. Als sie die Zwergwidder, perlfehfarbig sah, wusste sie sofort, dass sie genau diesen Farbenschlag und keinen anderen wollte. Sie hat mit zwei Häsinnen und zwei Rammlern angefangen. Eine Häsin hat seit kurzem vier Junge, und sie ist jeden Tag aufs neue begeistert von dieser Farbe und den „kleinen fetten Monstern“.
Erbformel
 
ABCdG/ABCdG      

      
Mehrfach hoch bewerteter Altrammler, der immer noch in der Blüte steht    

Standard und Zucht

Der heutige Standard schreibt ein Idealgewicht von 1,5 – 1,9 kg vor. In der Gewichtsspanne bis 2,0 kg wird ein Punkt abgezogen. Die Gewichtsreduzierung vor einigen Jahren wurde in der Anfangszeit rege diskutiert, aber bei den gut durch gezüchteten Farben ist es im Rückblick kein großes Problem gewesen. In den Zuchten, die einen hohen Standard aufzeigen, Jahr für Jahr, liegen die Gewichte immer zwischen 1,6 - 1,8 kg. Auch bei den überjährigen Rammlern sollte man keinen Kompromiss eingehen, obwohl ältere Zuchthäsinnen schon mal an die 2,0 kg herangehen dürfen. Sie bringen sehr oft große und gesunde Jungtiere hervor, säugen und ziehen diese ohne Probleme auf.
In der Position 2. – „Körperform, Typ und Bau“ wird vom Zwergwidder ein Körper verlangt, der kurz gedrungen, breitschultrig und einen kräftigen Nacken zeigt. Schulter und Hinterpartie sollten gleich breit sein und das Becken gut abgerundet. Der kurze, sehr kräftig wirkende Nacken soll ohne erkennbaren Hals am Rumpf angesetzt sein. Was bei den Zwergwiddern auch dazugehört, ist der Stand der Tiere! Immer noch gibt es sehr viele Tiere, die das vermissen lassen. Ein Augenmerk sollte auch auf die Vorderläufe gesetzt werden. Sie sollten nicht zu lang sein, aber doch kräftig und stabil genug, um einen guten Stand zu garantieren. Bei den perlfehfarbigen Zwergwiddern wurde in den letzten Jahren hierbei prima Zuchtarbeit geleistet. Trotzdem sieht man gerade auf großen Schauen noch immer sehr oft auf den Bewertungskarten die gleichen Bemerkungen, wie „vorne etwas schmal“, „eckig“ und „knochige Rückenlinie“. Punkte, wo die Arbeit in der Zucht beginnen muss.
Da der Standard im Bezug auf den Zwergwidder keine großen Aussagen macht, gilt auch hier für die Züchter, den richtigen Weg zu gehen.
Da das Fellhaar „verhältnismäßig kurz“ verlangt wird, sollte man sich hier an den Farbzwergen orientieren. Da die Fellhaarlänge oftmals auch mit der Farbe oder Zeichnung im Zusammenhang steht, muss man hier in der Zucht sehr aufpassen. Als ideal bevorzuge ich persönlich eine Länge von 2,4 – 2,6 cm. Bei dieser Länge kommt bei den „Perlfehfarbigen“ die Perlung am ehesten zur Geltung. Auch die Begrannung kommt bei dieser Fellhaarlänge mit der Gesamtstruktur und dem dichten Unterhaar am Besten zum Vorschein.
Um auch ein Gefühl für die richtige Länge zu bekommen, sollte man die Fellhaare für sich einmal messen. Hier würde der Eine oder Andere verblüfft sein, wie groß der Unterschied der Felle ist.
Der markanteste Punkt für einen Widder ist der ausgeprägte Kopf mit seinem Behang. Von einem Widderkopf wird verlangt, dass er sich kurz, kräftig und mit einer breiten Stirn- und Schnautzpartie zeigt. Auch sollten die Kinnbacken ausgeprägt sein und mit einer schönen Ramsung der Nase. Wenn man sich den Behang beim Widder einmal wegdenkt, sollte man am Kopf erkennen, dass man einen Widder vor sich hat. Auch den Unterschied zwischen Rammler und Häsin muss man schon am Kopf erkennen können. Auch wenn bei den „Perlfehfarbigen“ der Zuchtstand schon recht hoch ist, heißt es noch lange nicht, dass die Qualität genauso schnell vorangegangen ist. In den Zuchten sieht man schon sehr typische Widder, aber auch Solche, die einen noch sehr langen und schmalen Kopf haben. Eine Verbesserung braucht man nicht in anderen Farben suchen, sondern durch Tiere aus Zuchten, die Jahr für Jahr auf Bundesebene oder auf  Vergleichsschauen ganz oben stehen. Zur Zucht eines Zwergwidders gehört der Behang zu einem der wichtigsten Punkte. Mit zum Behang gehört die Krone. Sie wird durch die stark ausgebildeten Ohransätze und eine entsprechende Behaarung gebildet. Die Krone sollte gut sichtbar in Erscheinung treten. Der Behang wird hufeisenförmig mit der Schallöffnung nach innen getragen. Er sollte stabil im Gewebe und an den Enden gut abgerundet sein. Da der Standard für den Behang eine Länge von 22 – 28 cm vorgibt, muss man aufpassen, dass die Länge auch zum Tier passt.
Bei den „Perfehfarbigen“ gibt es schon die gewünschten kleinen Vertreter mit einem prima getragenen Behang von knapp 24 cm, aber teilweise auch welche mit 28 cm Länge. Meiner Meinung nach sollte der Behang zur Größe und Masse des Tieres passen. Zu einem Zwergwidder mit über 1,5 kg Gewicht gehört auch ein passender Behang von ca. 25 cm. Da sich unsere Zwergwidder, perlfehfarbig in einem Gewichtsrahmen von 1,6 – 1,8 kg bewegen, hat sich auch die Behanglänge zwischen 24 – 26 cm eingependelt. Probleme gibt es auf den Schauen in dieser Position auch sehr wenige. Dünne und schlecht getragene Behänge gehören der Vergangenheit an.
In der Position 6 bei den Zwergwiddern wird die Deckfarbe und Perlung, Gleichmäßigkeit, sowie die Zwischen- und Unterfarbe bewertet.
Der Standard schreibt hier eine blauwildfarbige Deckfarbe vor, in der hellen, mittleren und dunkleren Abtönung. Die mittlere Farbschattierung sollte den Vorzug erhalten. Auch die Wildfarbigkeitsabzeichen, wie helle Augenringe, helle Innenseiten der Läufe, Kinnbackeneinfassung und die helle Baudeckfarbe müssen am perlfehfarbigen Zwergwidder vorhanden sein.
Auch das Vorhandensein des kleinen, bräunlichen Nackenkeils im Genick muss vorhanden sein, dieser muss aber nicht scharf abgegrenzt sein.
Die Augenfarbe wird blaugrau gefordert. Gelegentliches Auftreten bräunlicher Augen sind mit Ausschluss aus der Zucht zu strafen.
 

       
Optimale Bauchunterfarbe eines Altrammlers    

Die Baudeckfarbe erscheint hellcremefarbig bis hellgrau. Ein Augenmerk sollte auch auf die Krallenfarbe gelegt werden, sie ist kornfarbig. Leicht kann es passieren, dass bei einer aufgehellten Deckfarbe auch die Krallenfarbe immer heller wird.
 

       
Sehr gute Perlung am ganzen Körper 
  
Die feine Perlung, den sogenannten Pfeffer- und Salz-Effekt, nimmt die gesamte Decke des Tieres ein. Sie wird durch die dunkelblau bis hellgrau gespritzten Grannenhaare des Fellhaares hervorgerufen. Ausgenommen sind jedoch die Wildfarbigkeitsabzeichen. Je mehr oder weniger die Grannenspitzen ausgefärbt sind, desto grober oder feiner erscheint die Perlung. Auch die schon beschriebene Fellhaarlänge kommt hier zum Tragen. Alles muss stimmig zueinander passen. Bei der Gleichmäßigkeit der Perlung wird vorausgesetzt, dass diese sich über den ganzen Körper zieht. Ausgenommen an den etwas kürzer behaarten Körperstellen, wie Kopf und Ohren und den Läufen. In der Vergangenheit wurde sehr oft der  Perlung auf der Blumenoberseite nicht die geforderte Aufmerksamkeit geschenkt., darauf ist aber unbedingt zu achten. Nicht ein paar vereinzelte farbige Grannenhaare, sondern eine ausgeprägte Sprenkelung ist hier das Ziel. Bei den perlfehfarbigen Zwergwiddern treten gelegentlich auch die sogenannten Binden an den Vorderläufen auf. Hier muss und sollte man genauer unterscheiden, ob diese „weiß“ oder „cremefarbig“ sind. Tiere mit Binden, die rein weiß sind, gehören nicht in die Zucht, und müssen von der Bewertung ausgeschlossen werden. Leicht aufgehellte Binden, die aber noch cremefarbig sind, sollten meiner Meinung nach nicht gestraft werden. In unserer Zucht haben wir, wenn man genau darauf achtet, einen Zusammenhang zwischen Bindenbildung, Sprenkelung der Blumenoberseite und der blauen Färbung des Afterbüschels feststellen können. Vielleicht hängen diese Dinge genetisch bedingt zusammen.
 

      
Mit der Zwischen- und Unterfarbe kommt man zum letzten Punkt der Farbe. Die Zwischenfarbe ist schmal und bräunlich, sie tritt jedoch nicht scharf abgegrenzt in Erscheinung. Unverständlich ist für mich aber die Forderung, dass eine schwache und verschwommene Zwischenfarbe gestraft werden soll. Hier muss mehr Klarheit geschafft werden. Am schönsten sieht eine ca. 5 mm breite und leicht rotbraune bis braune Zwischenfarbe aus.
Die Unterfarbe ist blaugrau und nimmt ca. 2/3 der gesamten Haarlänge ein. Ebenfalls blaugrau ist die Bauchdeckenunterfarbe. Ein Muss ist die Unterfarbe an den Innenseiten der Schenkel, sowie die blaugraue Färbung am After, obwohl es laut Standard nur leichte Fehler sind.
Die Zwergwidder, perlfehfarbig haben in den letzten Jahren einen richtigen Aufschwung erfahren. Deshalb sollte es nicht mehr schwierig sein, innerhalb der Farbe die nötigen Verbesserungen vorzunehmen. Schade, dass man sehr oft noch Tiere sieht, die „keine“ Unterfarbe am Bauch zeigen und statt perlfehfarbig „nur“ blaugrau sind. Hier sind nicht nur die Züchter gefragt, sondern auch die Preisrichter.
 
 
       
Hoffnungsvoller Jungrammler, 16 Tage alt    

Dieser Farbenschlag der Zwergwidder ist allemal interessant, die Zukunft sieht prima aus. Gerade bei Tageslicht kann man die Feinheiten der Perlung sehen. Seit einigen Jahren kann man auch ab und zu die Perlfeh-weißen auf Großschauen bestaunen, um sie weiter zu verbreiten.
In unserer Zucht sitzen die Zwergwidder mit einer Buchtengröße von 70 x 70 cm bis 70 x 80 cm in Kotwannen, die mit Roggenstroh eingestreut sind. Häsinnen mit Jungen haben eine Doppelbucht mit Schlupfloch. Zum Werfen bekommen die Häsinnen eine Wurfbox, die ohne Probleme angenommen wird. Die Wurfgröße kann schon mal an die acht Jungtiere erreichen. Sie sind sehr gute Mütter, die ihre Jungtiere ohne Probleme austragen und aufziehen. Da bei den Zwergwiddern eine große Farbauswahl besteht, ist es um so erfreulicher, dass dieser Farbenschlag eine gefestigte Züchterschaft bekommen hat.
Sven und Sandra Ladwig, Mitglied im Widderclub U100






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